Crimson Steel – Show No Fear

Bewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9,4/10

Crimson Steel sind eine Heavy Metal bzw. Hard Rock Band aus Raleigh (North Carolina), die im Jahr 2022 gegründet wurde. Davor waren wohl einige Mitglieder bei der Band „RipChorde Released“ aktiv. Die Band orientiert sich an der Tradition von Judas Priest, Black Sabbath, Iron Maiden, Savatage, Crimson Glory und Queensrÿche. Bis auf Frontröhre Tina Langevin sind die Musiker seit 2022 dabei. Obwohl offensichtlich lediglich Bassist Joel McGee das einzig verbliebene Gründungsmitglied ist David Ryan und Will Adkins sind zwar auch bereits seit 2022 an Bord, stießen aber wohl erst später zum Lineup. Noch im Gründungsjahr erschien das Debüt „Night Creatures“. Vier Jahre später ist der Nachfolger „Show No Fear“ fertiggestellt.

„As Above, So Below“ ist etwas mehr als einminütiges Intro. Bass-Rhythmen, Donner-Grollen, Schreie, bedrohlich klingende Blechbläser und dann Pferde-Getrappel und -Gewieher. Aus meiner Sicht nicht unbedingt erforderlich. Erst bei „Dark Rider“ geht das Album richtig los. Mit knallenden Gitarren-Riffs, einigen Blechbläser-Einsätzen und der beeindruckenden Stimme von Tina Langevin. Und sie haut immer wieder beeindruckende hohe Meta-Screams raus. Dazu kommt ein unfassbar schnelles Gitarren-Solo. „No Absolution“ startet etwas ruhiger und basslastiger. Aber mit der Ruhe ist es bald vorbei. Spätestens dann, wenn wieder die hohen Screams erschallen. Und von denen gibt es nicht wenige. Das hohe Tempo des Openers wird jedoch nicht ganz erreicht. Obwohl, beim Gitarren-Solo kann man erneut die Flitzefinger von David Ryan genießen. Auch „Purifier“ stampft rhythmisch aus den Boxen. Als Gesangspartner ist hier Joel McGee zu hören. Muss ich noch etwas zu den Gitarren-Soli sagen? Ich denke nicht. Bei „Final Phase“ glaubt man zunächst, man hört eine Ballade. Aber nach gut einer Minute dominiert erneut die Hard Rock Power. Auf die Screams und das virtuose Gitarren-Solo muss man auch nicht verzichten. „Prelude To The Blade“ ist ein kurzes akustisches Zwischenspiel, bevor bei „Century Sword“ wieder gnadenlos gerockt wird. Gitarre und eine kräftige Bass-Linie leiten den Song ein. Tina kann erneut stimmlich überzeugen, sowohl während der kraftvoll intonierten als auch beim Screaming. Zwischenzeitlich wird es etwas ruhiger und eine teuflische Lache ist zu hören. Einen illustren Gast kann man bei der Power Ballade „Bleed Into One“ als Tinas Gesangs-Partner hören, keinen geringeren als James Rivera von Helstar. Tina singt am Anfang fast schon mit einem Opern-Sopran. Sie beherrscht aber auch das tiefere Timbre perfekt. Später hören wir das phantastisches Gesangs-Duett Langevin / Rivera. Für mich ist das der absolute Höhepunkt des Albums. Den Schlusspunkt setzt der Speed Metal-Kracher „Show No Fear“. Allerdings gibt es auch hier Abwechslung durch einige ruhigere Passagen.

Mit „Show No Fear“ präsentieren Crimson Steel ein herausragendes Hard Rock / Metal Album. Vor allem hat mich die Wahnsinnsstimme von Tina Langevin beeindruckt. Damit tritt sie eindeutig in Fußstapfen großer Sänger wie Rob Halford, Bruce Dickinson oder auch Ozzy Osbourne. Und sie wird von ihren drei Kollegen musikalisch sehr gut in Szene gesetzt.

Crimson Steel – Dark Rider: https://youtu.be/9VQ8EZP05co?si=NxWumfXJBO-dtCDR

Lineup:

Tina Langevin – Lead Vocals
David Ryan – Guitar, Backing Vocals
Joel McGee – Bass, Vocals
Will Adkins – Drums, Backing Vocals

Label: Heaven And Hell Records

VÖ: 02. Oktober 2026

Spieldauer: 39:13

Titelliste:

  • As Above, So Below
  • Dark Rider
  • No Absolution
  • Purifier
  • Final Phase
  • Prelude to the Blade
  • Century Sword
  • Bleed into One
  • Show No Fear
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