Tygers Of Pan Tang – Electrifyed

Bewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 10/10
ø: 9,8/10

Die britischen NWOBHM Pioniere Tygers Of Pan Tang wurden bereits 1978 gegründet. Mit Unterbrechungen 1984/85 und von 1987 – 1999 sind sie bis heute aktiv. Dreizehn Studio-Alben wurden bisher veröffentlich. Hinzu kommen etliche Live-Alben und EPs sowie eine kaum überschaubare Anzahl von Singles. Für September 2026 ist das vierzehnte Album „Electrifyed“ geplant.

„‚Je härter, desto besser‘ – das war unser Motto während des gesamten Schreib- und Aufnahmeprozesses von ‚Electrifyed'“, kommentiert Sänger Jack Meille den Entstehungsprozess des Albums. „Wir wollten die Freude wiederentdecken, von der kraftvollen Energie eines harten Riffs mitgerissen zu werden, ohne dabei die melodische Note zu verlieren, die alle großartigen Tygers-Songs auszeichnet.

Das machte mich natürlich neugierig.

„Rise Up!“ – das ist doch mal eine Ansage. Und nach kurzem Gitarren- und Synthie-Intro erhebt sich der Song in feinste NWOBHM-Gefilde. Ein mitreißender grooviger Song. Und so geht es mit „Forevermore“ weiter. Starke-Gitarren-Melodien, antreibendes Riffing und Schlagzeugspiel und ein ausdrucksstarker Gesang. Und ein krönendes Gitarren-Solo. Hartes Schlagzeug – so startet „The Powers That Be“. Später bestimmen erneut die Gitarren-Riffs und schnell gespielte -Soli. Dazu hört man einen eingängigen Refrain. Da kann man einfach ruhig sitzen respektive stehen bleiben. Die Metal-Hymne „Dark Divinity“ ist einer der stärksten Songs des Albums. Besonders beeindruckt das Wechselspiel der beiden Gitarristen. Der Titelsong „Electrifyed“ mit seinem hypnotischen Rhythmus ist ebenfalls eine Sternstunde des Heavy Metal. Punktgenau gesetzte Riffs, anpeitschendes Schlagzeug und strake Gitarren-Hooks untermalen den erneut starken Gesang von Jack Meille. Mit „A Shadow On Fire“ folgt die nächste Metal-Hymne. Die Twin-Gitarren-Passagen, egal ob Riffs oder Soli, treiben den Sänger erneut voran. Ob die Geräuschkulisse von „The Nail“ wirklich notwendig war, vermag ich zu sagen. Aber dann wird der Midtempo-Song von harten groovenden Riffs getrieben. Auch das Gitarren-Solo ist der Grundstimmung angepasst. Eine kleine Verschnaufpause für zwischendurch. Beim eingängigen „The Fight Goes On“ geben die Briten dann wieder Vollgas. Da eine leichte Ausrichtung in Richtung Mainstream nicht zu überhören ist, ist der Song AirPlay-tauglich und sollte in keiner Rock-Radio-Playlist fehlen. Knallend Gitarren-Riffs und hartes Schlagzeug leiten „Dark Skies“ ein. Selbstverständlich fehlen auch hier die eingängigen Melodien nicht. Der Rausschmeißer „Revenge Is Sweet“ ist ein richtiger Metal-Stampfer – hart, rhythmisch und angereichert mit vielen Gesangs- und Gitarren-Melodien. Und mit einem ruhigen, melodischen Ausklang.

„Electrifyed“ ist ein überragendes Metal-Album. Tygers of Pan Tang halten die Fahne des New Wave of British Heavy Metal ganz weit nach oben. Und dabei klingen die Songs überhaupt nicht angestaubt. Der Sound ist klar, kraftvoll und mit eine angemessenen Portion Moderne. Das sollte sich kein Rock- oder Metal-Fan entgehen lassen.

Tygers Of Pan Tang – Electrifyed: https://youtu.be/ZD2otDifh0E?si=RonMw5aDf7_S_aFM

Lineup:

Robb Weir – Guitar
Craig Ellis – Drums
Jack Meille – Vocals
Huw Holding – Bass
John Foottit – Guitar

Label: Mighty Music

VÖ: 11. September 2026

Spieldauer: 46:42

Titelliste:

  • Rise Up!
  • Forevermore
  • The Powers That Be
  • Dark Divinity
  • Electrifyed
  • A Shadow On Fire
  • The Nail
  • The Fight Goes On
  • Dark Skies
  • Revenge Is Sweet
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