ZOYA – Songs From Isolation

Zoya-Songs From Isolation [2021] - kleinBewertung: 8/10

Die Corona-Pandemie scheint kein Ende zu nehmen. Nach einigen Hoffnungsschimmern im Sommer hagelt es inzwischen wieder Konzert-Absagen. Die Musiker sitzen zu Hause herum. Und versuchen die Konzertfreie Zeit mit Studioaufnahmen zu überbrücken. So häufen sich in letzter Zeit EPs mit Cover-Versionen oder akustischen Sessions. Auch die aus Moldawien stammende und inzwischen in den Niederlanden lebende Sängerin Zoya Belous veröffentlichte kürzlich ein Solo-Album, mit „Songs From Isolation“ ihres Soloprojektes ZOYA. Bekannt ist sie als Sängerin und Ko-Songwriterin der moldawischen Band Esperoza (Dark Symphonic Extreme Metal). Mit dieser konnte ich die Sängerin vor einigen Jahren life erleben.

zoya_05Was mich stets an Sängerin Zoya begeistert hat, war der Kontrast ihres kristallklaren Soprangesang und ihrer bitterbösen Growls, zwischen denen sie ansatzlos wechseln kann. So auch schon beim Auftakt-Song „TTDSOV“, was immer auch dieses Kürzel heißen möge. Ich werde dabei ein wenig an ihre Hauptband Esperoza erinnert, so überraschend kommen hier die Übergänge zwischen den unterschiedlichen Melodien und Rhythmen. Da ist „Moya Lyubov'“ schon wesentlicher melodischer. Und ohne ihren typischen Growls Hier singt sie in ihrer Muttersprache Russisch. „Моя любовь“ (Meine Liebe) heißt auch ein kurzer russischer Animationsfilm. Bei „Vesna“ knallen die Gitarren stellenweise wieder mehr. Es gibt aber auch immer wieder hochmelodische Passagen. Und absolut sauber dargebotene Koloraturen. In der slawischen Mythologie ist Vesna übrigens der Name der Frühlingsgöttin. Ein Song-Titel wie „Isolation“ ist total selbsterklärend. Entsprechend düster ist auch der Sound. Die Instrumentierung würde erneut zu Esperoza passen. Vor allem die omnipräsente Double Bass und das vorantreibende Schlagzeug-Spiel. Erneut kann Zoya mit ihrer großen gesanglichen Bandbreite punkten. Von Sopran bis Growl ist wirklich alles vorhanden. Bei „Ce te Legeni Codrule“ wird ein Gedicht des rumänischen Poeten Mihai Eminiscu aus dem Jahr 1883 musikalisch umgesetzt, ganz im Stile einer Opernarie, jedoch in den Metal-Himmel gehievt. Hier kann die Sängerin noch einmal ihren Stimmumfang, der über mehrere Oktaven geht, präsentieren. Es folgen, passend zum Erscheinungsdatum, die Metal-Versionen zweier Weihnachtslieder („Carol Of The Bells“, „O Holy Night“).

Zoya Belous hat die Zeit während des Lockdowns gut genutzt. Diese EP bietet vieles. Von melodischen Songs über Ausflüge in den extremen und düsteren Symphonic Metal, bis hin zu Weihnachtsliedern in den Farben des Heavy Metal. 

ZOYA – Ce Te Legeni Codrule: https://youtu.be/hfNTBDwcPbQ

Lineup:

Zoya Belous – Vocals

Label: Selbstrelease

VÖ: 15. Dezember 2021

Spieldauer: 29:38

Titelliste:

  • TTDSOV
  • Moya Lyubov‘
  • Vesna
  • Isolation
  • Ce te Legeni Codrule
  • Carol Of The Bells
  • O Holy Night

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