Ember Sea – Au Contraire

Ember Sea - Au Contraire - ArtworkBewertung: 7,5/10

Die Pandemie sorgt für jede Menge Frustration bei Musikern, Veranstaltern, Club-Betreibern und Aufnahmestudios. Und wohl auch für viel Langeweile. Also wie soll man die konzertfreie bzw. -arme Zeit sinnvoll nutzen? Man setzt sich zusammen, soweit es die Hygiene-Regeln zulassen und arbeitet an neuen Songs bzw. Album-Produktionen. Das funktioniert auch online. So oder so ähnlich ist es wohl auch bei Ember Sea abgelaufen. Normalerweis bieten die Musiker aus Hannover (Niedersachsen) eine Mischung aus Metal, Gothic und Rock. Nach mehr oder wenigen überzeugenden Cover-Singles wurde jetzt ein akustisches Album veröffentlicht. Für die Band ist das nichts neues, erschien doch bereits 2014 die EP „Pure: Unplugged – Vol. 1“ mit drei Akustik-Songs. 

Ember_Sea_Promopic_smile_credits_'OPUS 5108 und Carsten Frank'Bei Akustik-CDs hat man ja häufig den Effekt, dass die instrumentale Begleitung der meisten Songs ähnlich aufgebaut ist. Nicht viel anders ist es auf „Au Contraire“. Aber es gibt durchaus die eine oder andere Ausnahme. Wie z.B. „The Ones“. Hier gelingt es der Band eine rockige Grundstimmung zu erzielen. Dazu tragen auch das Gitarrensolo und die Percussions bei. Aber schon „Dawning“ ist eben so ein typischer Unplugged Song. Das hat aber auch sein Gutes. Kann doch Sängerin Eva Gerland ihr Können zeigen ohne gegen bratende Gitarren und wummerndes Schlagzeug ankämpfen zu müssen. Vor allem in der sehr balladesken ersten Hälfte. Man muss es Ember Sea zugutehalten, dass es ihnen gelingt auch weitere Farbtupfer einzustreuen. So ist „To Atlantis“ recht stark Jazz-lastig. So konnte ich auf der Download-Seite passenderweise etwas wie „Jazzlantik“ lesen. Hier kann Eva zeigen, dass sie sich auch bei den tieferen Tönen wohl fühlt. Und später kann sie ihre kräftige Stimme gut in Szene setzen. Aber mit „Heather“ und „A Lie“ geht es zurück un klassische Unplugged Gefilde. Wobei bei letzterem eine Folk-Schlagseite zu hören ist. Es folgen die drei Songs aus dem Jahr 2014 von der bereits erwähnten EP („Coffin Heart“, „Dreh Dich“, „Storm“). Ja damals sang man teilweise noch auf Deutsch. Diese drei gefallen mir auch noch mit am besten. Ob es der Instrumental-Version von „To Atlantis“ tatsächlich bedarf, weiß ich nicht. Aus meiner Sicht verzichtbar.

Was soll ich sagen? Nicht schlecht. Aber ich habe auch schon bessere Akustik-Alben gehört. In meine Plattensammlung kommt „Au Contraire“ sicherlich nicht. Aber eingefleischte Fans der Band sollten dieser Scheibe durchaus eine Chance geben.

Ember Sea – The Ones (Acoustic) (Official Music Video) : https://youtu.be/yBnjfva_6cA

Lineup:

Enrico Mier – Drums
Stefan Santag – Guitars
Pablo J. Tammen – Bass
Dirk Marquardt – Keyboards
Eva Gerland – Vocals

Label: Green Bronto Records

VÖ: 10. Dezember 2021

Spieldauer: 44:14

Titelliste:

  • The Ones
  • Dawning
  • To Atlantis
  • Heather
  • A Lie
  • Coffin Heart*
  • Dreh Dich*
  • Storm*
  • To Atlantis (Instrumental)

Von der EP „Pure: Unplugged – Vol. 1“ (2014)

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