Northern Crown – In A Pallid Shadow

Bewertung: 7,5/10

Autor: David Kerber

a0181316804_10“In A Pallid Shadow” ist bereits das dritte Album der US-Doomster Northern Crown, diesmal (teilweise) mit Crowdfunding finanziert. Den Zwei-Jahres-Rhythmus haben die Amis damit einhalten können.

Mit „Leprosarium“ startet das Album wie man es erwarten kann. Düstere Riffs, starker, erhabener Gesang, düstere Orgelsounds und ein tolles Solo in der Mitte. Einer der schnelleren Songs auf der Platte. Denn schon mit „The Last Snowfall“ wird das Tempo und die Heavyness ein wenig heruntergefahren. Es entwickelt sich ein Song wie ihn schon etliche andere Düsterkapellen vorher und noch ganz viele nachher spielen werden. Es ist aber auch nicht einfach im Epic Doom Sektor großartige Innovationen zu fabrizieren. Handwerklich gut gemacht mit schönen Melodien. Richtige Balladen sind dagegen eine Seltenheit. Doch Northern Crown servieren uns mit „A Vivid Monochrome” eine astreine Ballade, die den einen oder anderen kalten Schauer den Rücken runterlaufen lässt. Zarte Pianoklänge, gefühlvoller Gesang, Streicher und zum Ende hin darf dann auch die Gitarre mit einem grandiosen Solo aufwarten.

„8 Hours“ hat dann wieder die genretypischen Merkmale aufzubieten. Unterbrochen von einem akustischen Mittelteil und durchsetzt mit einer wunderschönen Keyboardmelodie wird überbordender Langeweile sehr gut vorgesorgt. Mit dem über 9-minütigem „Observing“ wird das Album standesgemäß beendet. Auch hier wird der Doom-Standard mit akustischen Zwischenspielen und Spoken-Word-Passagen aufgelockert, wodurch die Band versucht sich von der Masse an gleichgesinnten Konkurrenten abzuheben.

Mit “In A Pallid Shadow” müssen sich Northern Crown hinter den letzten Veröffentlichungen von Konkurrenten wie Candlemass oder Sorcerer ganz sicher nicht verstecken. Auch wenn es für meinen Geschmack mit nicht mal 39 Minuten recht kurz ausgefallen ist. Doch dadurch konnte das Niveau hochgehalten und unnötige Filler vermieden werden.

Northern Crown – Leprosarium: https://youtu.be/_twfdyxb_Xc

Lineup:

Leona Hayward – Bass, Guitars (lead)
Zachary Randall – Guitars, Keyboards, Vocals (backing)
Frank R. Serafine – Vocals, Guitars

Guests

Evan Hensley – Guitars (lead)
Dan Konopka – Drums

Label: Selbstrelease

VÖ: 03. Juli 2020

Spieldauer: 38:41

Titelliste:

  • Leprosarium
  • The Last Snowfall
  • A Vivid Monochrome
  • 8 Hours
  • Observing

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