Rebellion – A Tragedy In Steel Part II: Shakespeare’s King Lear

Bewertung: 8/10

Rebellion-ATragedyInSteelPartII-ShakespearesKingLear-Frontcover Logo Titel-5000x5000px-RGBVor zwei Jahren erzählten sie uns die wahre Geschichte der Sachsen (“Wyrd Bið Ful Aræd – The History Of The Saxons”). Jetzt bewegen Sie sich wieder in klassischen literarischen Gefilden. Mit ihrem achten Studioalbum “A Tragedy In Steel Part II: Shakespeare’s King Lear” wenden Sie sich wieder dem Werk des großen englischen Dramatikers des 16./17. Jahrhunderts zu. Damit schließt sich der Kreis zum Debüt-Album „Shakespeare’s Macbeth – A Tragedy In Steel“ aus dem Jahr 2002. Man kann die Hessen durchaus als die Geschichten-Erzähler unter den Metal-Bands bezeichnen. Rebellion wurden 2001 von den beiden ehemaligen Gave Digger Mitgliedern Tomi Göttlich (b) und Uwe Lulis (g, bis 2010, inzwischen bei Accept) gegründet. Sie spielten auf vielen großen Festivals (W:O:A, Summer Breeze, Bang Your Head) und supporteten Bands wie Running Wild oder U.D.O. Den Auftritt auf dem Metal Crash Festival 2017 habe ich leider verpasst, da zu dieser Zeit das Sturmtief Xavier über Deutschland wütete.

Rebellion Promo 17Dem tragischen Hintergrund angemessen hört man schon beim Opener “A Fool’s Tale”, dass das Songmaterial sehr viel düsterer ist als beim Vorgänger ausfällt. Auch das Tempo wurde entsprechend verringert. Dafür rockt im Anschluss “Dowerless Daughter” etwas mehr. Aber schon der nachfolgende Song “Thankless Child” ist erneut ein ruhigerer Song mit balladesken Momenten und teilweise tieferen Gesangspassagen. Ein weiterer Anspieltipp ist das epische “Demons Of Madness”, ganz im Stile einer großen Metal-Hymne. Dahingegen knallt “The Mad Shall Lead The Blind” wesentlich rockiger aus den Boxen. Und mit “Black Is The World” ist dann eine doomig angehauchte Power-Ballade zu hören. Die folgenden Songs “Battle Song” und “Blood Against Blood” rocken erneut geradeaus los. Das Beste haben sich Rebellion allerdings für den Schluss aufgehoben. Bei “Farewell”, dem längsten Song des Albums, werde ich unwillkürlich an den frühe Black Sabbath erinnert. Tiefer gestimmte Gitarren sorgen für eine richtig düstere Stimmung, dazu gibt es hymnische Melodien, knallende Riffs und ein Gesang, der trotz Reibeisenstimme fast zerbrechlich klingt.

Beim Hören des Albums kommt über weite Strecken Live-Atmosphäre auf. Das liegt wohl vor allem an der Abmischung. Die beiden Gitarren erschallen konsequent aus dem rechten bzw. linken Lautsprecher, während Bass und Gesang aus dem Center-Lautsprecher knallen. Mir persönlich gefällt zwar “Wyrd Bið Ful Aræd – The History Of The Saxons” etwas besser, trotzdem ist “A Tragedy In Steel Part II: Shakespeare’s King Lear” ein rundum gelungenes Album. In 2018 werden Rebellion das Album live präsentieren. Unter dem Motto “King Lear meets Macbeth” werden dann auch Songs aus dem Debüt-Album auf der Setlist stehen, Songs, die die Band schon seit Längerem nicht mehr gespielt hat.

Lineup:

Michael Seifert – Vocals
Oliver Geibig – Guitar
Stephan Karut – Guitar
Tomi Göttlich – Bass
Tommy Telkemeyer – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 26. Januar 2018

Spielzeit: 01:05:45

Titelliste:

  • A Fool’s Tale
  • Dowerless Daughter
  • Thankless Child
  • Stand Up For Bastards
  • Storm And Tempest
  • Demons Of Madness
  • The Mad Shall Lead The Blind
  • Black Is The World
  • Battle Song
  • Blood Against Blood
  • Truth Shall Prevail
  • Farewell

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