Metal Hammer Paradise 2016

Ort: Ferienpark Weißenhäuser Strand
Termin: 11./12. November 2016

15185966213_da9552fe6e_zDie Feriensiedlung Weißenhäuser Strand, 5 km entfernt von der Holsteinischen Kleinstadt Oldenburg, war zum vierten Mal Austragungsort des wohl härtesten Kurzurlaubs der Welt, dem Metal Hammer Paradise, von den Veranstaltern, der Musikzeitschrift “Metal Hammer” und FKP Skorpio, als Indoor-Komfort-Festival angepriesen. Und die Metalheads kamen in Scharen. Die Appartments waren seit Wochen ausverkauft und es gab lediglich noch wenige Tages-Tickets für den Freitagabend. Es wurde ja auch allerhand geboten, mehr als 25 Bands spielten auf Thorsten Zahn - Chefredakteur Metal Hammerdrei Bühnen, dazu gab es Lesungen, Workshops, eine Warm-Up sowie After-Show-Parties. Mehr Bilder gibt es auf Flickr.

Freitag

PentagramNach einer kurzen Begrüßung durch den Chefredakteur des “Metal Hammer” Thorsten Zahn eröffneten die Doom-Altmeister von Pentagram im Baltic Ballroom. Die Musiker aus den Vereinigten Staaten zeigten eindeutig, Die Kassiererdass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Der Platz vor der Bühne war bereits sehr gut gefüllt und die Fans in großartiger Stimmung.  Zur selben Zeit spielten im Zelt auf der Maximum Metal Stage “Die Kassierer”. Mit Metal hatte das recht wenig zu tun. Und gut war es auch nicht, was die Band da präsentierte. So erschließt es sich mir nicht, warum die Band auf der großen Bühne auftreten durfte.

BrainstormDafür folgte im Baltic Ballroom Power Metal aus deutschen Landen – Brainstorm. Das aktuelle Album “Scary Creatures” wurde Anfang des Jahres veröffentlicht. Sänger Andy B. Franck hatte die Fans von Anfang an voll im Griff. Brainstorm sorgte für Riesenstimmung im Ballroom.

Pretty MaidsDoch dann stand der erste Besuch im großen Zelt an. Nach der Eröffnung durch “Die Kassierer” wurde dort ein Hardrock-Feuerwerk abgebrannt. Die dänische Band Pretty Maids um Frontmann Ronnie Atkins (mit bürgerlichem Namen Paul Christensen, u.a. auch bei Avantasia) stürmte die Bühne. Einer der ersten Höhepunkte des Festivals, zumindest für mich.

DirkschneiderMehr als 15 Jahre war er Sänger bei Accept, in dieser Zeit verkaufte die Band weltweit mehr als zwei Millionen Tonträger. 1987 gründete er seine eigene Band U.D.O. – Udo Dirkschneider. Zurzeit ist er unter dem Namen DIRKSCHNEIDER Dirkschneiderauf “Back To The Roots Tour 2016”, auf der er noch einmal alte Accept-Hits präsentiert. Songs wie “Princess Of The Dark”, “Son Of A Bitch” oder auch  “Monster Man” erstrahlten in neuem Glanz. Und als Zugabe gab’s dann noch “Metal Heart” und “Balls To The Wall”. Der Platz vor der Maximum Metal Stage war rappelvoll. Es herrschte eine Riesenstimmung.

ApocalypticaBei Apocalyptica hatten sich die Reihen im Zelt dann sichtlich gelichtet. Der Cello-Metal der Finnen ist eben doch nicht jedermanns Geschmack. Seit dem 2015er Album “Shadowmaker” arbeitet die Band mit Franky Perez als festem Sänger. Dieser erhielt auch ausgiebig die Möglichkeit seine stimmlichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Aber im Mittelpunkt der Show standen natürlich die drei Cellisten Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen und Perttu Kivilaakso.


Samstag

AnvilDie wohl weiteste Anreise hatten Anvil aus Toronto (Kanada). Die 1977 von Steve “Lips” Kudlow und Robb Reiner gegründet Band gelten als Vorreiter des Speed Metal (Quelle Wikipedia). Und das Trio entfachte ein wahres Heavy Metal Feuerwerk auf der Maximum Metal Stage.

RamNach der ursprünglichen Planung sollten RAM aus dem schwedischen Göteborg bereits am Freitag im Baltic Ballroom auftreten. Aber der Slot wurde mit Pentagram getauscht. Somit machte ich am Samstag einen kurzen Abstecher zur kleinen Bühne. Onkel TomDer Ballroom war gut gefüllt und die Schweden sorgten mit ihrem lupenreinen Heavy Metal für großartige Stimmung.

Für gute Stimmung steht auch Onkel Tom, die Band um den Sänger und Bassist der Ruhrpott-Trasher Sodom, Tom Angelripper. Trinklieder mit Heavy Metal Schlagseite gehen immer. Egal ob “In München steht ein Hofbräuhaus”, “Schnaps das war sein letztes Wort” oder auch die Zugabe “Es gibt kein Bier auf Hawai” – die Fans im großen Party-Zelt sangen lautstark mit.

Primal FearBei den deutsch-schwedisch-italienischen Truppe Primal Fear war der Baltic Ballroom dann so richtig voll. Von den Fähigkeiten des Gitarristen Alex Beyrodt konnte ich mich bereits beim Konzert von Voodoo Circle im März in Hamburg überzeugen. Aber auch seine Mitstreiter konnten glänzen, allen voran auch Sänger Ralf Scheepers (ex-Gamma Ray).

Freedom CallWegen Erkrankung ihres Sängers Stu Block mussten Iced Earth ihren Auftritt an der Ostsee leider absagen. Dafür standen an diesem Abend Freedom Call aus dem fränkischen Nürnberg. Sie selbst bezeichnen ihren Sound als “Happy Metal”. Noch am Vortage feierten sie das Release ihres aktuellen Albums “Master Of Light”. Und nun spielten sie einige der neuen Songs zum ersten Mal live. Logischerweise waren die Musiker etwas nervös. Aber souverän präsentierten sie ihren neuen Longplayer.

SchandmaulSie spielen keinen Metal, sie spielen keinen Hardrock. Sie waren die Exoten auf dem Festival – Schandmaul aus der Schandmaulbayrischen Landeshauptstadt München. So zumindest war die Ansage von Frontmann Thomas Lindner. Trotz (oder wegen?) des Exoten-Status war der Platz vor Maximum Metal Stage richtig voll. Mit Drehleier, Dudelsack, Geige und Flöte gab es ein volle Packung Mittelalter-Rock. Es gelang dem Sänger immer wieder die Fans zum Mitmachen, Mittanzen, Mitsingen zu animieren. Dazu erzählte er Geschichten zu den einzelnen Songs. Die Bajuwaren haben während ihrer Show sicherlich ein paar neue Fans hinzu gewonnen.

SaxonDanach wurde es aber so richtig voll im Zelt. DER Headliner des Festivals – Saxon aus England – präsentierten ihr neues SaxonAlbum “Battering Ram”. Und mit dem Titelsong eröffneten die Briten dann auch gleich ihren Set und starteten danach mit ”Heavy Metal Thunder” ihr Hit-Feuerwork. SaxonAber auch drei weitere Songs des aktuellen Albums standen auf dem Programm. Mit “Wheels Of Steel” endete dann reguläre Teil. Selbstverständlich wurden Saxon auch an diesem Abend nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. So folgten noch die Knaller “Denim And Leather” und “Princess Of The Night” bevor im großen Party-Zelt endgültig die Lichter ausgingen.

Setlist Saxon

  • Intro – It’s A Long Way To The Top (If You Wanna Rock ’n‘ Roll) (AC/DC song) 
  • SaxonBattering Ram
  • Heavy Metal Thunder
  • Sacrifice
  • Solid Ball Of Rock
  • Never Surrender
  • Stand Up And Be Counted
  • The Devil’s Footprint
  • Strong Arm Of The Law
  • Killing Ground
  • The Eagle Has Landed
  • 20,000 Ft
  • Queen Of Hearts
  • And The Bands Played On
  • Dallas 1 PM
  • Wheels Of Steel

Zugabe:

  • Denim And Leather
  • Princess Of The Night

Auch die vierte Auflage des Metal Hammer Paradise war ein riesengroße Party. Mehrere tausend Metalheads feierten friedlich miteinander und genossen dazu die Vorzüge einer luxuriösen Unterkunft im Ferienparadies Weißenhäuser Strand. Die Organisation war wieder hervorragend, Sound und Licht auf den beiden größeren Bühnen gut. Auf einem Besuch der Riff Alm habe ich wegen der schlechten Erfahrungen verzichtet und somit leider einige gute Bands verpasst. Im Jahr 2017 gibt es dann das erste kleine Jubiläum – fünf Jahre MHP. Der Termin steht auch bereits fest : 10./11. November. Der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange.

Ein Gedanke zu “Metal Hammer Paradise 2016

  1. Pingback: Freedom Call–Master of Light Tour, Hamburg 2017 | Keep on Rockin'

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