Hardbone – Hardbeat

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,8/10

Seit nunmehr zwanzig Jahren feuern Hardbone aus Hamburg ihren kompromisslosen Rock’n’Rock unters Volk der Hard Rock und Metal-Fans. Aber in den letzten Jahren war es etwas ruhig um die Band, zumindest was Studio-Produktionen betrifft. Das letzte Album „No Frills“ erschien im Mai 2020. Nun steht das sechste Album „Hardbeat“ in den Startlöchern. Im April habe Hardbone mit der Single „Four To The Floor“ bereits ein Appetithäppchen veröffentlicht. Von den Live-Qualitäten konnte ich mich bereits mehrfach überzeugen, z.B. als Support Rose Tattoo in Hamburg in der Markthalle.

Der Titelsong „Hardbeat“ ist lediglich ein kurzes instrumentales Intro mit Soundspielereien und aus meiner Sicht verzichtbar. Das Album startet somit erst mit „Four To The Floor“ so richtig durch. Riffgetrieben und von der Tim Dammanns Reibeisenstimme geprägt. Dazu gibt es ausgeprägten Satz-Gesang beim Refrain und ein erstes starke Gitarren-Solo, natürlich möchte man sagen. Auch bei „House Of Rock ’n‘ Roll“ sind die Hardbone Trademarks klar zu hören. Die musikalische Nähe zu AC/DC oder auch Rose Tattoo tritt deutliche hervor. Das obligatorische Gitarren-Solo ist sehr melodisch. „Big Dog“ startet mit einer kräftigen Basslinie, zu der die Gitarren dann hart einsteigen. Obwohl Schlagzeug und Gitarren-Riffs ist der Song nicht ganz so schnell. Zu Beginn von „Evil For A Good Cause“ packt der Sänger das Reibeisen extrem stark aus. Später wird der Song rhythmisch. Dazu gibt es starke Twin-Gitarren-Riffs. Beide Gitarristen brillieren dann auch mit Solis. Als Einleitung zu „Going Commando“ hört man Gitarren-Riffs und ruhiges rhythmisches Schlagzeug. Diese geben auch später den Takt vor, während Tim Dammann einige raue „Sprechblasen“ einwirft. Das Gitarren-Solo sorgt dann für eine leichte Tempo-Verschärfung. Schnell und rhythmisch, so präsentiert sich „Hole In My Heart“. „You Made Me Do It“ wird vom sehr guten Zusammenspiel der beiden Gitarristen geprägt, während das Schlagzeug den Rhythmus vorgibt. Erneut ein Song der etwas ruhigeren Sorte, wenn man bei dem Hard Rock Sound überhaupt von Ruhe sprechen kann. Nach dem rhythmischen Kracher „One Night Away“, dem sich in Highspeed-Gefilde aufschwingenden „Unstoppable“ und der Hard Rock Hymne „Hard To Get“ folgt ganz zum Schluss das blueslastige, mich stark an Rose Tattoo erinnernde „Bad (As You Want Me To Be)“.

Wie schon gesagt, sind die Vorbilder AC/DC und Rose Tattoo deutlich zu erkennen. Das liegt nicht nur am kratzigen Gesang. Auch die Instrumentalisten leisten hierzu ihren Beitrag. Was Hardbone jedoch deutlich von AC/DC unterscheidet ist der Abwechslungsreichtum bei Songwriting und Arrangement. Trotz aller Ähnlichkeiten klingt der Sound frisch und zeugt vom Spaß, den Hardbone bei ihrer Musik haben.

Hardbone – Four to the Floor: https://youtu.be/ltvQZAoBL6s?si=gA3ymLWrsXRToBNm

Lineup:

Tim Dammann – Vocals
Sebastian Kranke – Guitars
Luca Rosnau – Guitars
Tim Schwarz – Bass
Benjamin Ulrich – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 18. September 2026

Spieldauer: 42:39

Titelliste:

  • Hardbeat
  • Four To The Floor
  • House Of Rock ’n‘ Roll
  • Big Dog
  • Evil For A Good Cause
  • Going Commando
  • Hole In My Heart
  • You Made Me Do It
  • One Night Away
  • Unstoppable
  • Hard To Get
  • Bad (As You Want Me To Be)
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