Coronatus – Dreadful Waters

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,8/10

Etwas mehr als vier Jahre sind seit „Atmosphere“ vergangen. Nun sind die Symphonic Metaler von Coronatus aus Stuttgart (Baden-Württemberg) mit ihrem elften Album „Dreadful Waters“ zurück. Gegründet im Jahr 1999 ist lediglich noch Schlagzeuger Mats Kurth in der Band. Ansonsten hat sich das Besetzungs-Karussell häufig gedreht. Die Liste der ehemaligen Mitglieder ist äußerst lang. Auch vom letzten Album sind lediglich drei Mitglieder erneut mit von der Partie. Beim Schreiben der Songs wurde Band-Leader Mats Kurth von Sängerin Nemesis und Gitarrist Harry Zeidler unterstützt, die beide neu in der Band sind.

„The Maelstrom“ startet mit akustischen Gitarren, später ist eine Flöte zu hören, gefolgt von einem epischen Männerchor. Aber Coronatus sind natürlich symphonischer Metal mit starker Rhythmus-Abteilung und drei großen Frauenstimmen. Die Violine bringt ein wenig Folk-Atmosphäre ein. Diese ist auch zu Beginn von „Through The Brightest Blue“ zu hören, einem ruhigen und melodischen Song. Hier tritt Rock-Sängerin Nemesis etwas mehr in den Vordergrund. „To The Reef!“ wird von e-Piano und Streichern eingeleitet, und ist noch ein wenig ruhiger. Natürlich übernimmt auch hier Violinistin Tine Jülich die Melodie-Führung, die aber auch von einer Flöte unterstützt wird. Es ein deutlicher Folk-Einschlag zu hören. In der zweiten Hälfte wird es jedoch rockiger. Es bleibt zunächst ruhig bei „The Ship’s Cook“. Der Gesang verlässt teilweise schon den Mezzo-Sopran in Richtung höherer Töne. Aber sobald die leicht kratzige Rock-Stimme von Nemesis einsetzt, ist es vorbei mit der Ruhe. Sie wird von Leni Eitrichs und Sabine Prechtels wunderschönen Stimmen begleitet. „Southern Cross“ ist eine besinnliche Ballade mit zunächst minimaler instrumenteller Begleitung – Violine, Flöte, dezente Streicher-Orchestrierung. Der Gesang bewegt sich zumeist in etwas tieferen Tonbereichen. Die Orchestrierung bei „The Siren“ ist dann deutlich schneller und kraftvoller. Man hört kontrastreichen Gesang mehrerer Sopran-Stimmen in unterschiedlichen Tonhöhen sowie der kraftvollen Rockstimme. Nach einer kurzen kräftigen Bass-Line folgt ein starkes Gitarren-Solo. Musikalisch ist das einer der abwechslungsreichsten Songs des Albums. „A Seaman’s Yarn“ hat dann wieder eine starke Folk-Schlagseite. Dieses Mal geht es in Richtung Celtic Rock. Sehr gut gefällt mir hier der Chorgesang. Für eine interessante Klangfarbe sorgen dann später die Kesselpauken. „Dark Ice“ ist ein melodischer Rock-Song mit epischer Orchester-Begleitung. Mit „Die Hexe und der Teufel“ kehren Coronatus irgendwie zurück zu ihren Wurzeln. Seit „Secrets Of Nature“ sind die Song-Texte vorwiegend in Englisch, auf den beiden letzten Alben sogar ausschließlich. Der Schlusssong ist nun wieder in der Muttersprache der Band – in Deutsch. Bei diesem erneut ruhigen Song wird das weibliche Gesangs-Trio von einem Bariton-Sänger unterstützt.

Mit „Dreadful Waters“ können sich Coronatus im Vergleich zum Vorgänger noch einmal steigern. Das Album bietet viel musikalische Abwechslung. Es hat sich gelohnt, das Songwriting auf mehreren Schultern zu verteilen. Alle drei Sängerinnen liefern eine überzeugende gesangliche Leistung. Tine Jülich sorgt mit ihrer Violine häufig für eine angenehme Folk-Ausrichtung. 

Coronatus – The Maelstrom: https://youtu.be/7seAj1MeXQU?si=t-LJ6ZfiUatgyrni

Lineup:

Leni Eitrich – Mezzo-soprano
Sabine Prechtel – Mezzo-soprano
Nemesis aka Brigitte Kaefer – Rock voice
Tine Jülich – Violin
Harry Zeidler – Guitars
Simon Gutbrod – Bass
Mats Kurth – Drums

Label: Massacre Records

VÖ: 23. Januar 2025

Spieldauer: 47:51

Titelliste:

  • The Maelstrom
  • Through The Brightest Blue
  • To The Reef!
  • The Ship’s Cook
  • Southern Cross
  • The Siren
  • A Seaman’s Yarn
  • Dark Ice
  • Die Hexe und der Teufel

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