Bewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9,2/10
Sie wurde bereits 2010 in Imatra (Finnland) gegründet – die Heavy Metal Band Dead End Irony. Durch jahrelange harte Arbeit wurden sie zu einer festen Größe in ihrem Heimatland. Es gab zwar so einige Besetzungswechsel, der „harte Kern“ der Truppe blieb aber all die Jahre zusammen. Aber erst 2015 erschien ein Demo der Band mit vier Songs. Drei Jahre später die erste EP „Into the Void“, mit ebenfalls vier Songs. Es folgten diverse Single. Aber erst fünfzehn Jahre nach Gründung steht das Debüt-Album „Battles and Brotherhood“ ins Haus.
„Fight!“ startet sehr hymnisch. Kurz darauf legen die Finnen richtig los. Schlagzeug und galoppierende Riffs treiben den mit leicht rauer Stimme singenden Vesa Winberg an. Dazu gibt es ein starkes schnell gespieltes Gitarren-Solo. Knallharte Riffs leiten „Patton“ ein. So nach und nach kommen Schlagzeug und Bass dazu. Für diese Hymne wurde das Tempo stark zurückgenommen. Der Rhythmus verleitet zum Wippen mit dem Kopf. Auch das Gitarren-Solo ist wesentlich ruhiger und sehr melodisch. Bei „King Of Emptiness“ ist es mit der Beschaulichkeit wieder vorbei. Schnelle Riffs und Gitarren-Leads, dazu druckvolles Schlagzeugspiel. Das Tempo des Openers wird jedoch nicht erreicht. Gegen Ende sind einige leicht verzerrte gesprochene Worte zu hören, wie übrigens auch schon beim Vorgänger. „Day Of Reckoning“ bewegt sich dann wieder in Highspeed-Gefilden. „Rise Up For The Light“ ist die nächste Power Metal Hymne, mit großartigen Gitarren-Leads. Der Refrain wird live ganz sicher lautstark mitgesungen. „Gone“ ist ein riffgetriebener Midtempo-Stampfer. Erneut wird der Hörer zum Headbangen animiert. Und auch wieder zum Mitsingen. Kurz vor Schluss gibt es eine Verschnaufpause für Musiker und Hörer. „Catch My Soul“ ist eine wunderschöne Power-Ballade, bei der man Vesas herausragenden Gesang genießen kann. Während des Solos glaubt man, die Gitarre würde förmlich singen. Den Abschluss bildet das Monumentalwerk „Razor Gods“ mit einer epischen Länge von etwas mehr als elf Minuten. Aber auch vom Sound her, hören wir ein episches Meisterwerk. Der Song startet balladesk mit akustischen Gitarren sowie gelegentlichen Bass-Klängen. Und einem sehr ruhigen Gesang. Nachdem kurz in den hymnischen Bereich gewechselt wird, wird es wieder ruhiger. Der zweite Ausflug in den Power Metal Himmel dauert dann schon deutlich länger. Und etwa zur Hälfte finden wir uns im Hochgeschwindigkeits-Bereich wieder. Schnellen Gitarren-Riffs und anpeitschendes Schlagzeug sind jetzt vorherrschend. Dazu kommt eine kräftige Bass-Melodie, die von einem Gitarren-Solo abgelöst wird. Aber Abwechslung wird groß geschrieben. Hymnische und balladeske Abschnitte beenden den Song. Für mich der absolute Höhepunkt des Albums.
„Battles and Brotherhood“ ist eine Sternstunde des Heavy Metal. Hier findet der Fan alles, was man von diesem Genre erwarten kann. Highspeed Metal wechselt sich ab mit großen Hymnen und kraftvollen Power Metal Songs. Und eine Ballade ist selbstverständlich auch auf dem Album. Dead End Irony haben ein überragendes Debüt-Album produziert. Was lange währt wird endlich gut. „Battles and Brotherhood“ ist der beste Beweis für die Richtigkeit dieses alten deutschen Sprichworts.
Dead End Irony – Catch My Soul: https://youtu.be/JbbXfj3yozo?si=ElDYP7X03hsdfyRU
Lineup:
Simo Jokela – Lead guitar
Antti Pekonen – Drums
Kristian Valkama – Guitar
Antti Vainio – Bass
Vesa Winberg – Vocals
Label: Inverse Records
VÖ: 30. Mai 2025
Spieldauer: 43:27
Titelliste:
- Fight!
- Patton
- King Of Emptiness
- Day Of Reckoning
- Rise Up For The Light
- Gone
- Catch My Soul
- Razor Gods
