Sunrise – Equilibria

Sunrise - Equilibria cover small

Bewertung
Album (40%): 7/10

Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,6/10

Ich habe schon einige Bands aus der Ukraine kennengelernt, teilweise sogar auch schon live erlebt. Hier kommt die nächste. Sunrise stammen, wie viele andere auch, aus der Hauptstadt Kiew. Gegründet wurde die Band im Jahr 2003. Aus den Anfangsjahren ist lediglich Sänger Konstantin “Laars” Naumenko, der die ersten beiden Jahre auch an der Schießbude saß. Drei Studioalben sind seitdem erschienen, zuletzt “Absolute Clarity” (2016). In der Zeit danach folgten einige Singles. Jetzt ist die Zeit für “Equilibria” gekommen. Finanziert wurde das Album mit Hilfe einer Crowdfunding Kampagne. Und Freunde aus Polen beteiligten sich am Songwriting. Kurz vor der geplanten Veröffentlichung wurde der Termin um eine Woche nach hinten verschoben. Da hatten offensichtlich übermächtige Kräfte ihre Finger im Spiel.

SUNRISE_2021_Schon beim Opener “Wings Of The Dreamer” kann man hören, warum die Band vor allem bei Fans von Sonata Arctica und Stratovarius. Sie treten ganz eindeutig in die übergroßen Fußstapfen der beiden finnischen Bands. Sänger Konstantin Naumenko klingt tatsächlich wie eine Mischung aus Timo Kotipelto und Tony Kakko. Auch soundmäßig kann man die Nähe zu den genannten Vorbildern durchaus unterstreichen. Ohne diese jedoch zu kopieren. Das setzt sich beim Fast-Titelsong “Equilibrium” fort. Man hört aber gleich die Unterschiede zu den Finnen. Keyboarderin und Ehefrau Daria Naumenko singt hier gleichberechtigt mit. Aber keine Angst, wir haben es hier nicht mit Neuauflage von “Die Schöne und das Biest” zu tun. Beide Sänger besitzen ein klares und kraftvolles Organ. Wie schon zuvor sind auch bei “We Are The Fire” hektischen Synthies häufig melodiebestimmend. Das bringt einen Touch von italienischem Power Respektive Melodic Metal in den Gesamtsound ein. Daria beherrscht ihr Instrument perfekt. Bei dem Song wird ein hohes Tempo angeschlagen, angetrieben durch Schlagzeuger Alexandr Ignatenko. Aber auch der Gitarrist kann immer wieder mit seinen Soli punkten. Nicht zu vergessen die tiefen Töne von Vladyslav Sedov, die mit Hilfe eines guten Subwoofers gut zur Geltung kommen. Das eingängige “Wild Swans” hat jede Menge Hit-Potential. Ebenso wie das etwas ruhigere hymnische “Call My Name”. Bei der Speed-Granate “Life Is A Journey” kann man den ex-Signum Regis Sänger Marián “Mayo” Petranin (u.a. Symphonity, Castaway) hören. Der Hymne “The Only Reason” drückt das singende Ehepaar den Stempel auf. Die beiden harmonieren sehr gut miteinander. Im Pressetext konnte man lesen, dass die Band mit den Sounds experimentiert  und u.a. ein typisch ukrainisches Instrument, die Bandura; mit einbezogen hat. Ich glaube, hier kann man sie hören. Bei den nun folgenden Songs wiederholt sich so einiges, was wir bisher gehört habe. Obwohl immer wieder etwas variiert, bietet sich dem Zuhörer nicht viel neues. Das mindert jedoch nicht die Qualität der einzelnen Songs. Ein wenig sticht dabei das Airplay-taugliche “Nightingale” hervor.

Mit ihrem vierten Studioalbum können Sunrise durchaus überzeugen. Auch wenn es sich zum Schluss doch ein wenig in die Länge zieht. Sehr positiv sehe ich, dass die bisherige Background-Sängerin Daria Naumenko mehr mit einbezogen wird und fast schon gleichberechtigt neben dem etatmäßigen Sänger agiert. Damit grenzt sich Band klar von den Protagonisten ab. Fans von Sonata Arctica, Stratovarius sollten unbedingt einmal reinhören.

SUNRISE – The Bridge Across Infinity (Single, 2020): https://youtu.be/tacRvCExleE

Lineup:

Konstantin „Laars“ Naumenko – Vocals
Alexandr Ignatenko – Drums
Daria Naumenko – Vocals, Keyboards
Vladyslav Sedov – Bass

Label: Selbstrelease

VÖ: 25. Mai 2021

Spieldauer: 01:04:47

Titelliste:

  • Wings Of The Dreamer
  • Equilibrium
  • We Are The Fire
  • Wild Swans
  • Call My Name
  • Unbroken Dreams
  • Life Is A Journey (feat. Mayo Petranin)
  • The Only Reason
  • The Bridge Across Infinity
  • The Shadow
  • The Bell
  • Nightingale
  • Rebel Yell

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