Avaland – Theater of Sorcery

161577Bewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8/10

Er ist Zweiundzwanzig Jahre jung, Adrien G. Gzagg, der Mann hinter Avaland. Und er hat großes vor. Zusammen mit seiner Band veröffentlicht er im April die Rock-Oper “Theater of Sorcery”. Und er hat sich sehr viele Gastmusiker für dieses Projekt eingeladen. Das erinnert mch an den jungen Tobias Sammet und sein Projekt Avantasia. Es wird die Geschichte eines jungen Zauberers erzählt, der dem Königreich Avaland das Licht zurückbringt. Dabei muss er lernen, seine Kräfte zu kontrollieren. Und der Nachfolger ist auch schon fast fertig. Also noch eine Parallele zu Tobias Sammet. Die beiden ersten Avantasia-Alben erschienen im Jahresabstand.

251960Ich hatte Avantasia als Referenz erwähnt, man könnte auch Ayreon (Arjen Lucassen) als Vergleich heranziehen. Was diese drei gemeinsam haben ist vor allem das Konzept. Das Erzählen einer Geschichte mit den musikalischen Mitteln des Rock und Metal. Und der übergroße Ressourcen-Einsatz, will meinen die Vielzahl hochkarätiger Gastmusiker. Aber Avaland ist keine bloße Kopie der großen Vorbilder. Sicherlich, die Geschichte ist nicht neu, aber wer kann heute schon noch behaupten, etwas komplett Neues kreiert zu haben. Die Unterschiede liegen vor allem in der musikalischen Ausrichtung. Die Alben von Ayreon beinhalten viele Progressive Elemente. Und Arjen Lucassen ist dabei auch äußerst experimentierfreudig. Dahingegen driftet Avantasia häufig in den Mainstream mit viel bombastischen Rock und Pop-Einsprengseln ab. Was wiederum für den größeren kommerziellen Erfolg sorgte. Adrien Gzagg siedelt seine Kompositionen irgendwo dazwischen an. Songs wie “Theater Of Sorcery” “Storyteller” oder “Holy Kingdom Of Fools” sind deutlich mehr melodischer Power-Metal. Kraftvoll und energiegeladen. Der Bombast wird deutlich dezenter eingesetzt. Die Songs sind durchweg eingängig. Ausnehmend gut gefällt mir der straighte Rocker “Never Let Me Walk Alone” mit Sängerin Madie aka Marianne Dien, die mich schon beim jüngsten Nightmare-Album beeindruckt hat. Ein weiterer Anspieltipp ist die gefühlvolle Ballade “I’ll Be Ready For Your Love”. Auch hier weiß eine Sängerin zu beeindrucken, Heli Andrea von Mobius. Und im Schlusssong, dem hymnischen “Rise From The Ashes” kommen alle Gastsänger noch einmal zu Wort. Ein grandioses Finale.

Wenn mich jemand fragen würde, welches ist das bessere Rock-/Metal-Opera-Projekt, Avantasia oder Ayreon, so wäre meine Antwort Avaland. Spaß beiseite. Was dieser junge Komponist hier erschaffen hat, ist aller Ehren wert. Das ist eine Rock-Oper, die sich die Bezeichnung “Rock” vollauf verdient hat. Elf zeitlos schöne Rocksongs, zumeist mit amtlicher Härte. Ohne zu viel Pathos. Ob Avaland ähnlich erfolgreich wird wie die großen Vorbilder, muss die Zukunft zeigen. Das Zeug dazu haben die Musiker allemal.

AVALAND – Rise From The Ashes (OFFICIAL LYRIC VIDEO): https://youtu.be/Jdi7XqfH7OU

Lineup:

Adrien G. Gzagg – Composer, Writer, Lead Singer, Keyboards, Orchestrations
Christophe Feutrier – Guitars
Lucas Martinez – Guitars
Camille Souffron – Bass, Double-Bass
Léo Mouchonay – Drums

Guests Vocal

Zaher Zorgati (Myrath)
Jeff Kanji
Heli Andrea (Mobius/OLANE)
Emmanuelson (Rising Steel/Ellipsis)
Zak Stevens (Ex-Savatage/TSO/Archon Angel)
Ralf Scheepers (Primal Fear/ex-Gamma Ray)
Madie (Nightmare/Faith In Agony)

Guests Guitar

Ricky Marx (Ex-Pretty Maids/Now Or Never)
Stéphan Forte (Adagio)
Ayman Mokdad (Venus Syndrome/Alien Encounters)
Virgile (ex-Rising Steel/Schräpnel)

Label: Rockshots Records

VÖ: 02. April 2021

Spieldauer: 01:03:00

Titelliste:

  • Theater Of Sorcery – feat. Emmanuelson
  • Gypsum Flower – feat. Scheepers/Emmanuelson/Zorgati
  • Let The Wind Blow – feat. Zorgati/Heli/Kanji
  • Storyteller – feat. Zak Stevens
  • Escape To Paradise – feat. Zorgati/Kanji
  • Holy Kingdom Of Fools – feat. Jeff Kanji
  • Never Let Me Walk Alone – feat. Madie
  • Deja-Vu – feat. Emmanuelson
  • I’ll Be Ready For Your Love – feat. Heli Andrea
  • War Of Minds – feat. Zorgati/Madie
  • Rise From The Ashes – feat. Zorgati/Madie/Stevens/Heli/Kanji/Emmanuelson/Scheepers

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