Excalion – Emotions

Bewertung: 8/10

706490Die Vielfalt der finnischen Metal-Bands ist kaum noch überschaubar. Excalion existieren bereits seit der Jahrtausendwende. In dieser Zeit wurden vier Studio-Album veröffentlicht, zwei Demos und eine Single, auf verschiedenen Labels. Dabei konnten die Finnen auf ein recht stabiles Lineup aufbauen. Drei Mitglieder sind seit den Anfangstagen dabei. Seit 2017 sind sie bei dem italienischen Plattenlabel Scarlet Records unter Vertrag. Dort erschien dann auch das vierte Album “Dream Alive”, nach einer siebenjährigen Pause. Dieses Mal ließ sich die Band nur zwei Jahre Zeit. Im September wird “Emotions” veröffentlicht.

Vor zwei Jahren schrieb mein Sohn im Review zu “Dream Alive”.

Musikalisch geht es am ehesten Richtung Stratovarius, sprich: epischer Powermetal mit viel Keyboard, klasse Riffs und Soli.

175878Jawoll. Dazu möchte ich ergänzen, Sänger Marcus Lång klingt jedoch mehr nach Marco Hietala (Nightwish, Tarot) als nach Timo Kotipelto. Und Excalion klingen für mich auch härter als ihre Landsleute. Beim Opener “Trust” stehen die Keyboard-Klänge nicht so sehr im Vordergrund. Dafür sorgen die Gitarren aber auch das Schlagzeug für ordentlich Druck. Aleksi Hirvonen brilliert mit einem hervorragenden Gitarrensolo. Danach sind bei “Sunshine Path” die Keys wieder präsenter, passen sich jedoch gut in den Gesamt-Sound ein. Natürlich gibt es, wie auch schon beim Vorgänger, diverse Soli des Keyboards. Bei “Nightmariner” bringen die Finnen zunächst mit Industrial Anleihen Abwechslung in die Songstrukturen. Danach wird zwischen Midtempo und Uptempo Passagen gewechselt.  Mit “I Left My Heart At Home” haben Excalion auch dieses Mal wieder eine wunderschöne Ballade aufs Album gezaubert. Dabei wird der Sänger zumeist vom e-Piano begleitet. Später setzen dann auch Streicher ein. Und ein äußerst melodisches Gitarrensolo rundet den Song ab. Radiotauglicher Rock folgt im Anschluss mit “The Mercy Racers”. Balladesk startet “Callsigns”. Aber nicht lange, dann legen die Finnen los. Vorantreibendes Schlagzeug, druckvolles Riffing und filigrane Gitarren-Soli prägen diesen Song. Der Bonus-Track “Deep Water” ist dann ein schneller Metal Parforce Ritt zum Abschluss. Warum es dieser Song nicht auf die reguläre Songliste des Albums geschafft hat, erschließt sich mir jedoch nicht. Als reiner Bonus ist der eigentlich zu gut!

Auch mit “Emotions” haben Excalion wieder ein gutes Album produziert. Ihr Dilemma ist es aber, dass es Finnland nahafte Bands wie Stratovarius, Arctica gibt, aber vor allem auch Nightwish und Battle Beast. Und aus deren Schatten werden Excalion wohl auch mit diesem Album nicht herauskommen. Fans der genannten Bands sollten aber unbedingt mal in die neue Scheibe reinhören. Es lohnt sich!

Lineup:

Marcus Lång – Vocals
Jarmo Myllyvirta – Keyboard
Aleksi Hirvonen – Guitar
Henri Pirkkalainen – Drums
Onni Hirvonen – Bass

Label: Scarlet Records

VÖ: 27. September 2019

Spieldauer: 54:43

Titelliste:

  • Trust
  • Sunshine Path
  • Lost Control
  • Solitude
  • Nightmariner
  • The Golden Horde
  • I Left My Heart At Home
  • The Mercy Racers
  • Callsigns
  • Deep Water (bonus track)

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