And Then She Came – KAOSYSTEMATIQ

Bewertung: 8/10

42194690_1865370430246208_1798455291059109888_nEs war ein Paukenschlag. Vor drei Jahren gründeten die ehemaligen Mitglieder der Symphonic Metal Band Krypteria eine neue Band, mit dem etwas sperrigen Namen “And Then She Came”. In einem Interview erklärten mir die Musiker, dass sie mit diesem Namen die Phantasie der Fans anregen wollten, und lieferten gleich einige Deutungsmöglichkeiten. Musikalisch sind beide Bands durchaus unterschiedlich ausgerichtet. Das Quartett hatte Lust auf etwas Neues. Das war auch ganz deutlich auf dem Debüt-Album zu hören. Für den Nachfolger haben sich ATSC zwei Jahre Zeit gelassen. Seit September steht das Album in den Plattenläden und den Download-Portalen.

And Then She Came machen genau da weiter, wo sie bei ihrem Debüt aufgehört haben. Sie rocken richtig los, von Anfang an. Allerdings scheinen sie dieses Mal ein wenig melodischer vorzugehen. So sind schon beim Opener “Sick of You” mehr eingängige Melodien zu hören. 42363862_1868475836602334_1884692114034393088_oAnsehenswert ist auch der Vide-Clip, den die Band für diesen Song produziert hat. Das setzt sich auch bei den folgenden Songs fort. So kann man sowohl bei “Perfect as You Are” als auch bei “I Just Cannot Trust Myself” Refrains hören, die zum Mitsingen einladen. “As the Battle Rages On” klingt dafür etwas harscher und experimenteller, angereichert mit Industrial Elementen, die teilweise in Sound-Malerei ausufern. Als Kontrast dazu erklingt in der zweiten Hälfte ein geniales Gitarren-Solo. Bei “Devastation Anyone” rockt das Quartett knallhart geradeaus. Dahingegen ist “More Than Everything” wesentlich ruhiger, stellenweise fast schon balladesk. Die dunklere etwas rauere Stimmfärbung von Ji-In kommt hier gut zur Geltung. Und bei “White Dog” werde ich ein wenig an das jüngste Album von Hailstorm erinnert. Und mit “Into the Open” haben ATSC auch einen Song mit Airplay-Potential auf das Album gepackt, mit eingängigen Melodien und Chorussen. Und gleich danach gibt’s zum Abschluss noch einen Song, der Radio-tauglich ist, die wunderschöne Ballade “Unbroken”.

Vor Kurzem habe ich mir das letzte Album von Krypteria (“All Beauty Must Die”) angehört. Ich war überrascht, wie viele Sound-Parallelen es zum aktuellen Album gibt. “KAOSYSTEMATIQ” ist weniger experimentell als das Debüt. Die Musiker haben dieses Mal offensichtlich mehr Wert auf Melodien gelegt, ohne auf Alternative und Industrial Einflüsse zu verzichten. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es jetzt auch mehr Songs mit Hitpotential. Hier sind vor allem die beiden Songs am Schluss des Albums zu nennen. Ji-In überzeugt erneut mit einer hervorragenden gesanglichen Leistung. Dazu gibt es immer wieder filigrane Gitarren-Soli zu hören, während Bass und Schlagzeug für viel Druck sorgen. And Then She Came haben offensichtlich ihren Stil gefunden. Und Platz 51 in den deutschen Album-Charts ist der verdiente Lohn dafür.

AND THEN SHE CAME – Sick Of You [Official Video]: https://youtu.be/qAUfz9O6i0g

Lineup:

Ji-In Cho – Vocals
Olli Singer – Guitar
Frank Stumvoll – Bass
Michael “S.C.” Kuschnerus – Drums

Label: DME GmbH

VÖ: 21. September 2018

Spieldauer: 42:40

Titelliste:

  • Sick of You
  • Perfect as You Are
  • As the Battle Rages On
  • Come On, Come On
  • Devastation Anyone
  • More Than Everything
  • Shine on Supernova
  • White Dog
  • I Just Cannot Trust Myself
  • Into the Open
  • Unbroken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.