The Bootleg Doors in Hamburg

Ort: Marias Ballroom, Hamburg-Harburg
Datum: 20. Juli 2018

Wie wär’s mit einer Zeitreise in die späten 60er/frühen 70 Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Möglichkeit dazu gab es an diesem warmen Sommerabend. Im klimatisierten Marias Ballroom luden die Bootleg Doors zu eben dieser ein. Mehr asl zwei Stunden huldigten sie einer der einflussreichsten Bands dieser Zeit. The Doors wurden im Sommer 1965 von Jim Morrison (voc) und Ray Manczarek (keyb) am Strand Venice Beach (Kalifornien) gegründet. Für den Bandnamen stand das Essay “The Doors of Perception” von Aldous Huxley Pate. Da es mir leider nicht vergönnt war, The Doors live zu erleben, war ich natürlich äußerst gespannt auf diese Tribut Show. Die Bilder des Abends kann man auf Flickr sehen.

Der Abend stand unter dem Motto “The Official Jim Morrison Tribute Show”. Da versteht es sich von selbst, dass ausschließlich Songs gespielt wurden, die vor dem tragischen Tod des Sängers und Band Leaders entstanden sind. Aus allen sechs Studio-Alben standen Songs auf der Setlist. Neben Hits, wie “Break On Through”, “Light My Fire” oder “People Are Strange” gab es auch Raritäten zu hören. So erschien “Love Hides” nur auf Live-Alben (z.B. “Absolutely Live” 1970). Einer der absoluten Höhepunkte war für mich “Riders On The Storm” vom Album “L.A. Woman” (1971), dem letzten mit Jim Morrison. Von diesem Album stammten dann auch die letzten beiden Songs des regulären Sets. Beim Titelsong “L.A. Woman” holten sich die Musiker zwei weibliche Fans zum Tanzen auf die Bühne. Danach bedankte sich Sänger Mike Fox mit einem Kniefall bei den beiden. Als krönenden Abschluss gab es mit “Light My Fire” einen weiteren großen Doors-Hit. Aber was wäre ein umjubeltes Konzert ohne Zugabe? So auch an diesem Abend. Die Musiker mussten weitere vier Songs spielen. Den Abend beendete “Universal Mind”. Auch dieser Song wurde auf keinem Studio-Album veröffentlicht ist somit lediglich auf “Absolutely Live” zu hören.

The Bootleg Doors vermittelten eindrucksvoll den Spirit der späten Sechziger. Sänger Mike Fox stand dem großen Jim Morrison in nichts nach, stimmlich verdammt nah am Original. Und wie Jim rezitierte er während der Show einige Gedichte. Keyboarder Ed Williams sorgte mit seinem Spiel für den psychedelischen Sound. Äußerst beeindruckt hat mich Schlagzeuger Boris Oldenburg. Hier ging es nicht um härter, schneller, lauter. Viel wichtiger für den Sound waren die leisen Töne, die passenden Schläge zum exakten Zeitpunkt. Und Hochachtung vor dem Ersatz-Gitarristen Eelco Bisschop. Er war erst einen Tag zuvor für den erkrankten Tim Funke eingesprungen. Trotzdem kamen die die Riffs und die Soli perfekt. Chapeau. Nicht vergessen will ich den Mann an der Bass-Gitarre. Stets im Hintergrund und im Nebel stehend, war er aber aus dem Gesamt-Sound nicht wegzudenken. Das war eine äußerst authentische und bis ins kleinste Detail durchdachte Tribute-Show. Und die Fans wollen eine Neuauflage im nächsten Jahr.

Setlist

  • Roadhouse Blues
  • Ship Of Fools
  • Peace Frog
  • Blue Sunday
  • When The Muisc’s Over
  • Love Street
  • The Soft Parade
  • Maggie McGill
  • Strange Days
  • People Are Strange
  • Love Her Madly

Pause

  • The Changeling
  • Break On Through
  • Alabama Song
  • Black Door Man
  • Love Hides
  • Five To One
  • Riders On The Storm
  • L.A. Woman
  • Light My Fire

Zugabe

  • Not To Touch The Earth
  • 20th Century Fox
  • Love Me Two Times
  • Universal Mind

 

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