Female Metal Fest III 2017

Ort: Undertown Meyrin (Schweiz, Kanton Genf)
Datum: 02. Dezember 2017

Die Stadt Genf, im Südwesten der Schweiz gelegen, ist bekannt als Sitz mehrerer internationaler Organisationen (UNO, CERN, WHO, …). Und der zweitgrößte Finanzplatz der Schweiz hat auch musikalische einiges zu bieten. So stammt z.B. die die Symphonic Metal Band Alkemy stammt von hier. Und diese veranstaltete bereits zum dritten Mal das Female Metal Fest im Nachbarort Meyrin. Hierfür wurden drei weitere Bands aus Frankreich und Italien eingeladen. Die Bilder des Abends kann man auf Flickr sehen.

Um halb zehn starteten die Gastgeber in ihren etwa halbstündigen Set Mit zwei gut gemachten Within Temptation Covern sorgten sie für gute Stimmung, Das Gesangs-Duo Katia und Juan boten eine gute gesangliche Leistung.  Die beiden Eigenkompositionen im Anschluss waren dagegen etwas sperriger. “Resilience” und “Coupable D’Être Victime” vom demnächst erscheinenden Debüt-Album sind musikalisch anspruchsvoller und müssen sicherlich öfters gehört werden. Mit dem Nightwish Cover “Wish I Had An Angel” endete der Auftritt. Hier ließen sich die Musiker auch nicht von einem kurzzeitigen Totalausfall der Sound-Anlage beeindrucken.

Setlist Alkemy:

  • Faster
  • The Howling
  • Resilience
  • Coupable D’Être Victime
  • Wish I Had An Angel

Aus Strasbourg (Elsass/Frankreich) waren Dust In Mind angereist. Nach dem Intro ging die Post so richtig ab. Knallharter Industrial Metal. Auch hier stand mit Jen und Dam ein Duo am Mikrophon, allerdings war hier der stimmliche Kontrast größer. Während Jen(nifer Gervais) für die angenehmen weiblichen Gesangslinien zuständig war, sorgte Dam für die härteren Klänge, mit seinen Screams und teilweise richtig bösen Growls. Der Großteil der Songs stammte vom aktuellen Album “Oblivion”. Und bei der Piano-Ballade “Mrs. Epilepsy” gab es dann auch noch Gänsehaut-Atmosphere pur, Jen saß allein auf Bühne und zeigte ihre gesanglichen Qualitäten.

Set Dust In Mind:

  • Intro
  • Get Out
  • Spreading Desase
  • How Can You
  • Lullaby
  • Never Look Back
  • Mrs. Epilepsy
  • I’m Different
  • Oblivion
  • Frozen Smiles
  • Born To Fight
  • The Slave Of Man
  • Coward

Einen völlig anderen Sound gab’s im Anschluss von Aevum aus Italien zu hören. Währen Sängerin Lucille mit ihrem herausragenden Opern-Sopran überzeugen konnte, wechselte ihr Gesangspartner Hydra zwischen Bariton, hohen Metal-Screams und Growls. Der symphonisch-theatralische Sound erinnerte mich des Öfteren an ihre Landsleute von Crysalys. Gegründet im Jahr 2008 hat die Band bisher drei EPs und zwei Alben veröffentlicht. Und von diesem stammten auch die meisten der Songs an diesem Abend.

Setlist Aevum:

  • Sturm Und Drang
  • Death Of The Virgin
  • Blade’s Kiss
  • Lost Soul
  • The Vitruvian Condition
  • The Elements
  • Monsters
  • Sleeping Venus Tarantella

Nachdem Nightmare kurzfristig ihren Auftritt abgesagt hatten, sprangen 22 Acacia Avenue aus Paris ein, eine Iron Maidon Tribute Band. Und so gab es ein Wiedersehen mit Sängerin Heidi (ex-Asylum Pyre, ex-Elferya). Seit Februar diesen Jahres hat sie den Bruce Dickinson Gesangspart übernommen. Und sie stand dem großartigen Maiden-Frontmann in nichts nach. Das etwa einstündige Best Of Set der NWOBHM Altmeister war der absolute Höhepunkt und krönender Abschluss des Abends im Undertown. Daran konnte selbst eine gerissene Gitarrenseite nichts ändern. Es war kurz vor zwei Uhr morgens, als das Festival mit der Zugabe “Ides Of March / Wrathchild” zu Ende ging.

Setlist 22 Acacia Avenue:

  • Aces High
  • 2 Minutes To Midnight
  • The Trooper
  • Revelations
  • Number Of The Beast
  • Flight Of Icarus
  • Powerslave
  • Run To The Hills
  • Running Free
  • Hallowed By The Name

Zugabe

  • Ides Of March / Wrathchild

Es war ein kurzer Ausflug in die Schweiz, der erste private Besuch in unserem südlichen Nachbarland. Aber die lange Flugreise hat sich gelohnt. Es standen vier Metal Bands mit Sängerinnen auf der Bühne, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Der kleine Club im Herzen Meyrins war gefüllt, aber nicht ausverkauft. Der Sound konnte, bis auf einige wenige kleinere Probleme, überzeugen. Dazu gab es eine gute Lichtshow. Und der Termin für die vierte Auflage steht auch schon fest, das erste Dezember-Wochenende 2018. Der nächste Kurztrip in die Schweiz ist somit schon geplant.

Ein Gedanke zu “Female Metal Fest III 2017

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