Jamie-Lee Smit – Mon Amour Monique (Review)

FolderIch kenne Jamie-Lee inzwischen schon 5/6 Jahre und habe in dieser Zeit auch ihre musikalische Entwicklung verfolgt. Getrieben von dem Wunsch, einmal mit ihrer eigenen auf den Bühnen dieser Welt spielen, gründete sie AZYLYA. 10492393135_e4c7ea735e_zTrotz häufiger Lineup-Wechsel erschien 2010 die erste EP “Thanatos Insanity”. Dieser Silberling ließ mich ein erstes Mal aufhorchen. Mit viel Bombast, harten Metal-Riffs und der elfengleichen Stimme von Jamie-Lee verzauberte mich diese EP sofort. Weitere zwei Jahre später erschien dann das Debut-Album “Sweet Cerebral Destruction” (Wormhole Death / Aural Music). Und das Album hielt, was die EP bereits versprochen hatte. Für mich war dies eines der besten Metal-Alben in 2012. Und wiederum ein Jahr später erlebte ich dann die “Live-Aufführung” dieses Albums beim Metal Female Voices Fest. Was war das für eine Show!

10492173585_395a24202e_zUnd nun liegt mit “Mon Amour Monique” auch das erste Solo-Album  der hübschen blonden Chanteuse aus Belgien vor. Musikalisch bewegt sie sich auf diesem Album in völlig anderen Gefilden als bei Azylya. Zehn leichtbeschwingte Indie-Rock bzw. New Wave Songs. Das Album ist zweisprachig (englisch und französisch). Vor allem die in französisch vorgetragenen Songs erinnern hier und da an Chansons aus Frankreich. Bei den Gitarrenmelodien (z.B. “Revivre”) werde ich manchmal an die Melodiebögen der kleinen norddeutschen 10515080866_70481e070e_zBand Back With Darkness erinnert, obwohl das Soundgewand von BWD insgesamt etwas rockiger und schmutziger klingt. Von diesen Gitarren-Hooks könnte ich mich treiben lassen.

Die Stimme von Jamie-Lee ist inzwischen erwachsen geworden. Stehen bei Azylya noch die hohen, opernartigen Gesangsmelodien im Vordergrund, so nutzt sie auf “Mon Amour Monique” die gesamte Bandbreite ihrer stimmlichen Fähigkeiten. So lädt “Bye Bye You” zum Träumen ein. Augen zu und man könnte meinen, man hört den Nachfolger von “Je t’aime… moi non plus” von Jane Birkin und Serge Gainsbourg, transportiert in die Gegenwart.  Und bei “Histoire De Serpent” denke ich unweigerlich an France Gall, die großartige französische Schlager- und Chanson-Sängerin der 60er und 70er Jahre.

“Mon Amour Monique” ist ein Album fernab meiner bevorzugten Musikrichtungen (Heavy Metal und Hard Rock). Die Songs klingen frisch und machen auch nach wiederholten Durchläufen noch Spaß. Zeitlos schöne Rock-Pop-Musik, die eine als Sängerin und Songwriterin gereifte Jamie-Lee Smit präsentiert. Wenn ich einen Wunsch äußern darf. Liebe Jamie-Lee, bitte singe auf dem nächsten Azylya-Masterpiece genau so abwechslungsreich wie auf Deinem Solo-Album!

 

VÖ: Januar 2015

Label: Epictronic

Spieldauer 39:45

Tracklist:

  • Club 27
  • Revivre
  • Tara
  • Bye Bye You
  • 66 Road
  • L’amour De Freddy
  • Comme Un Soldat
  • Sur La Piste Des Elephants
  • Histoire De Serpent
  • Waiting For My Ghost

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