Metal Hammer Paradise 2013–Das Paradies wird gerockt–1. Tag

IMG_2897IMG_2898Bevor ich mich nun in’s Getümmel stürzte, wollte ich mir noch mal die Beine etwas vertreten und den Schauplatz des Geschehens aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Auf der übergroßen Hand, die sich später dann als Shop für “Pommesgabel-Hände” entpuppte, wächst ein kleines blaues Fähnchen, könnte man zumindest beim Betrachten des Photos meinen. Und das Zelt, welches die Maximum Metal Stage beherbergt, wirkt auch vom Strand aus gesehen durchaus beeindruckend.

Den Auftakt machten am Freitag Abend im Baltic Ballroom die Nordiren von The Answer. Seit nunmehr 13 Jahren steht die Band für qualitativ hochwertigen Retro-Rock. Bei uns in Deutschland galt die Band lange Zeit lediglich als Geheimtipp. Doch das sollte sich nach dem letzten Longplayer “New Horizon” eigentlich ändern. Auch das sie von Genre-Größen wie den Rolling Stones oder AC/DC als Vorband eingeladen wurden, war durchaus popularitätssteigernd. Der Ballroom zumindest war gut besucht und die Mannen um Cormac Neeson ergriffen ihre Chance beim Schopf und lieferten einen souveränen Auftritt. Den Fans hat’s gefallen.

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IMG_2958Dann ein schneller Positionswechsel, vom Baltic Ballroom in’s Zelt vor die Maximum Metal Stage. Ich muss gestehen, Paradise Lost hatte ich bisher nicht so auf Radar, hatte sie wohl zu sehr in die Death Metal Ecke gedrängt. Aber dazu sind solche Festivals ja auch da, um vorgefasste Meinungen zu revidieren. Was der englische Fünfer um Frontmann Nick Holmes da zelebrierte war schon beeindruckend. Hin und wieder klangen die Death Metal Wurzeln zwar noch durch, aber dieser groovige und doomende Sound war einfach nur Klasse. Der Beifall der Fans war mehr als verdient. Der Name der Band wurde übrigens nach einem Gedicht des englischen Dichters John Milton gewählt.

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Über die nächste Band muss man nicht viele Worte verlieren. Sie ist eine der wichtigsten NWOBHM-Bands. Saxon, 1976 gegründet. 2014 jährt sich zum 35. Mal das Erscheinen des Debüt-Albums Saxon, welches der Band auch ihren endgültigen Namen gab (davor nannte sich die Band noch Son Of A Bitch [SOB]). Dieses Jubiläum wollen die Mannen um Sänger Peter “Biff” Byford mit einigen speziellen Headliner-Shows würdigen.

Ich hatte bereits im Mai diesen Jahres das Vergnügen, Saxon live erleben zu können, in Southampton im Mo’Club, während der ersten FULL:METAL:CRUISE. Und nun auf der großen Bühne des Metal Hammer Paradise. Getreu dem Motto, alter Wein wird immer besser, liefen Saxon zur Hochform aus. Songs aus allen Schaffensperioden. Gekrönt wurde der Abend durch “Strangers In The Night” und “Denim And Leather”!

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Während kräftige Scheinwerfer den dunklen Nachthimmel anstrahlten, ging’s zu einer kurzen Stippvisite in’s Riff Rondell. Deadlock aus Deutschland sind angekündigt. Es ist ja im Prinzip nicht schlecht, wenn man thumbes Death- und Black-Metal Geballere mit Melodie-Linien auflockern will. Aber das klingt bei Deadlock für meinen Geschmack zu aufgesetzt. Und die schrille Stimme von Sängerin Sabine Scherer kann nicht über die musikalischen Defizite hinwegtäuschen. Dieser Auftritt hat mich in meiner Entscheidung bestätigt, mir den Auftritt der Band beim IX. Metal Female Voices Fest 2011 im belgischen Wieze nicht anzuschauen.

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Der Höhepunkt de ersten Abends war dann der Auftritt von In Extremo. Die Spielleute aus Berlin hatten selbstverständlich ihr neues Album “Kunstraub” im Gepäck. Inspiriert wurden Sie durch den spektakulären Raub von schier unbezahlbaren Gemälden von Picasso, Monet, Matisse u.a. aus der “Kunsthal” in Rotterdam im Jahre 2012. Von der ersten Minute legte die Band voll los, druckvoller Gitarrensound, kraftvolle Dudelsäcke und diverse andere mittelalterliche Musikinstrumente sorgten auch dieses Mal wieder für den Sound, der das Markenzeichen von In Extremo schon seit vielen Jahren ist. Die Fans in den ersten Reihen flippten voll aus, darunter u.a. Mutter Tochter. Es ist gut zu sehen, wie die Musik von In Extremo aber auch Rock- und Metal-Musik allgemein Generationen verbindet. Ein Super-Ausklang des ersten Abends!

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Ja, und heute? Grand Magus auf der Maximum Metal Stage, Lacuna Coil, Grave Digger, My Dying Bride und Orchid im Baltic Ballroom. Und zum Abschluss Helloween und Sabaton wiederum auf der Maximum Metal Stage. Teilweise gibt es leider Überschneidungen. Das ist hart, da werde ich wohl den einen oder anderen Gig früher verlassen müssen. Schade eigentlich.

1. Teil: Metal Hammer Paradise 2013–Der Einzug in’s Paradies
3. Teil: Metal Hammer Paradise 2013–Das Paradies wird gerockt–2. Tag

6 Gedanken zu “Metal Hammer Paradise 2013–Das Paradies wird gerockt–1. Tag

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