Epinikion – Force Of Nature

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9/10

Das 2022er Debüt „Inquisition“ von Epinikion hat mir sehr gut gefallen. Ursprünglich wurde die Band als ein Rock-Opern-Projekt gegründet, von Gitarrist Robert Tangerman und Keyboarderin Renate de Boer. Und diese beiden sind auch die einzige Konstante in der Band. Alle anderen Musiker stießen erst 2023 bzw. 2024 dazu. Das Debüt war ein Konzept-Album. Und auch durch „The Force Of Nature“ zieht sich ein roter Faden. Die zwölf Tracks auf „The Force Of Nature“ basieren auf Geschichten und Erfahrungen von Songwriterin Renate de Boer, die als Psychologin tiefe Einblicke in die menschliche Seele und Entscheidungen einfließen lässt. Also lassen wir jetzt die Naturgewalten und Konflikte auf uns einprallen.

Gleich zu Beginn begeben sich die Niederländer hinaus ins All. Aber trotz des bedeutungsschweren Titels ist „The Moon, The Sun And The Stars“ ist lediglich ein zwei Minuten langes episches Intro.. Somit ist der Titelsong „The Force Of Nature“ der erste „echte Song“ auf dem Album. In diesem kan die neue Sängerin Kimberley Jongen gleich Ihr Können unter Beweis stellen. Und sie ist keinen Deut schlechter als ihr Vorgängerin. Locker kann sie sich gegen das Double Bass Gewitter und die harten Gitarren behaupten. Es ist ein Phänomen, dass man aus dem Benelux-Staat immer wieder neue großartige Sängerinnen und Sänger kennenlernen kann. In „Lessons In Life (Are For Free)“ zeigt sie sich zunächst von ihrer zerbrechlichen, besinnlichen Seite. Aber dann knallen auch hier Gitarren-Riffs und Schlagzeug aus den Boxen. Sogleich wird der Gesang selbstverständlich kräftiger. Alles wird unterlegt von epischen Keyboard-Teppichen. Gitarren-Melodien leiten „Come Into My World“ ein. Der Bombast wird etwas zurückgefahren. Der Sound wirkt sehr beschwingt. Live wird das sicherlich für die Fans ein Mitsing-Song. „Your Ultimate Joy“ startet balladesk mit Synthi-Streichern. Diese sind auch später noch zu hören, auch wenn die Rhythmus Fraktion massiv einsetzt. Kimberley kann auch bei hohen Gesangs-Passagen überzeugen. Zumeist singt sie jedoch im etwas tieferen Mezzo-Sopran. Wie auch schon bei Songs zuvor, ist ein melodisches Gitarren-Solo zu hören. Mit „I Thought You Were On My Side“ folgt eine gefühlvolle Ballade. Hier kann man in aller Ruhe den Gesang von Kimberley Jongen genießen. Begleitet wird sie von akustischen Gitarren, Streichern und einem e-Piano. Später setzen Schlagzeug und die geballte Kraft der Gitarren ein. Dazu gibt es epische Chorusse. Eine Tür knarrt, eine gruselige Stimme ist kurz zu hören, aber es bestimmen u.a. epische Keyboards die Midtempo-Hymne „Don’t Wake Up The Dead“. Das neunminütige Monumental-Werk „Monsters In My Head“ wird von (Synthie-) Bläsern eingeleitet, gefolgt von bombastischer Orchestrierung und verbreitet zunächst eine ruhige Atmosphäre. Aber auch hier sind harte Riffs und ein donnerndes Schlagzeug zu hören. Dank der abwechslungsreichen Melodie- und Rhythmus-Führung wird es trotz der Länge nicht langweilig. Kimberley Jongen meistert erneut die großen Höhen perfekt ohne jegliche schrillen Abschnitte. Stellenweise haucht sie auch nur ins Mikrophon. „Two Hearts“ ist die zweite besinnliche Ballade. Streicher, Orchestrierungen und dezente Schlagzeugarbeit begleiten die Sängerin. Die Überleitung zum später eingängigen Rock-Song „Run With The Wolves“ ist zunächst ebenfalls ruhig, bevor Lead- und Rhythmus-Gitarren geradezu galoppieren. Nach balladesker Einleitung wir es später bei „What Goes Up Must Come Down“ hart und rockig. Schlagzeuger Michal Gis treibt mit seinen Double Bass Attacken seine Mitmusiker an. Beide Gitarristen und die Sängerin gehen das stellenweise hohe Tempo voll mit. Der Rausschmeißer „Eyes Will Glow“ ist wieder etwas ruhiger. Kimberley singt abwechselnd mit betörender Stimme sowie mit einem dunklen Timbre.

Mit „Force Of Nature“ agieren Epinikion auf ähnlich hohem Niveau wie bei dem Vorgänger. Die zahlreichen Umbesetzungen haben der Qualität keinen Abbruch getan. Und das Album-Cover gefällt mir wesentlich besser. Beide Masterminds – das Ehepaar Renate de Boer und Robert Tangerman – haben ganze Arbeit geleistet. Epinikion halten die Fahne des symphonischen Metals ganz weit hoch.

Epinikion – The Force of Nature: https://youtu.be/2_kPfXj824Y?si=vbVsp7Je9zqKXt7C

Lineup:

Kimberley Jongen – Vocals
Maarten Jungschläger – Lead Guitar
Robert Tangerman – Rhythm Guitar
Renate de Boer – Keyboard
Rutger Klijn – Bass
Michal Gis – Drums

Label: Selbstrelease

VÖ: 06. Februar 2026

Spieldauer: 58:40

Titelliste:

  • The Moon, The Sun And The Stars
  • The Force Of Nature
  • Lessons In Life (Are For Free)
  • Come Into My World
  • Your Ultimate Joy
  • I Thought You Were On My Side
  • Don’t Wake Up The Dead
  • Monsters In My Head
  • Two Hearts
  • Run With The Wolves
  • What Goes Up Must Come Down
  • Eyes Will Glow

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