Beyond God – The Great Divide

CoverBewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,4/10

Die Niederlande sind eine Hochburg des symphonischen Metals. Bands wie Within Temptation, Epica, Delain, After Forever oder auch Stream of Passion stammen aus diesem Benelux-Staat. Auch Beyond God stammen aus den Niederlanden, aus Maarheeze (Nord Brabant). Gegründet 2008 von Schlagzeuger Ferry Guns. Neben Sängerin Meryl Foreman, die seit 2015 an Bord ist, ist er die zurzeit die einzige Konstante in der Band. Ich konnte die Band auch schon live erleben, beim FemME V in Eindhoven. Dort präsentierten Beyond God ihr zweites Studio-Album „Dying To Feel Alive„. Inzwischen ist die Band bei Album Nummer vier angelangt – „The Great Divide“, das im Dezember erscheint.

Promotional_1„Cronos“ startet mit Streichern, wie ein kurzes Intro. Ist aber keines. Schon bald kann man das dunkle Timbre von Sängerin Meryl Foreman hören. Und so nach und nach setzen die Instrumente ein. Was für einen druckvollen Sound sorgt. Auch das Tempo zieht etwas an. Später macht sich auch noch eine progressive Schlagseite breit. Bei „Frostbite“ wird es noch ein wenig druckvoller, mit einer starken Orchestrierung. Neben dem Gesang dominieren jedoch die Gitarren-Riffs, die zusammen mit dem Schlagzeug thrashig wirken. Dazu gibt es einige dezente Growls (Meryl selbst?). Und natürlich darf auch ein ausgiebiges Gitarren-Solo nicht fehlen. Kurze Sound-Spielereien zu Beginn von „Coronation“, welche aber schon kurze Zeit später harten Riffs weichen müssen. Der Gesang wird von rhythmischen Schlagzeug-Spiel begleitet. Aber auch von Double-Bass Gewittern. Und erneut viel Orchestrierung, welche sich allerdings nie in den Vordergrund drängelt. „Heartbreaker“ startet als große Power-Ballade. Aber auch hier liegt die Betonung auf Power. Später setzt erneut hektisches, thrashiges Schlagzeugspiel ein. Ein weiteres Gitarrensolo ist das i-Tüpfelchen. Keyboard-Teppiche, rhythmisches Schlagzeug und eine fast schon singende Gitarre leiten den Titelsong „The Great Divide“ ein. Aber wie schon zuvor, richtig ruhig können die Niederländer nicht. Bei „A Sirens Cry“ halten sich die Musiker nicht erst mit der Vorrede auf, sondern legen gleich druckvoll los. „Pierced“ wirkt dagegen fast schon hymnisch. Und dann kommt sie doch noch, die besinnliche Ballade „The Elder Tree“. Zu Beginn ist ein Gewitter zu hören. Später wird die Sängerin von Piano und Streicher Arrangements begleitet. Aber dann ist es wieder zu Ende mit aller Besinnlichkeit. Die beiden letzten Songs „Aphantasia“ und „After Love Ends“ bieten erneut die Melange aus Symphonik und thrashigen Passagen. Ruhig wechselt ab mit hektisch.

„The Great Divide“ ist kein gewöhnliches Symphonic Metal Album und Beyond God sind keine typische Symphonic Metal Band. Das fängt an mit dem zumeist in tieferen Stimmlagen angesiedelten Gesang. Und geht weiter mit jeder Menge Heavy Metal Riffs sowie Progressive und Thrash Metal Anleihen. Natürlich ist die Orchestrierung von Schlagzeuger Ferry Guns allgegenwärtig. Wirkt aber nie dominierend und selbstverliebt, sondern ist stets songdienlich. Und genau das macht dieses Album so außergewöhnlich.

Beyond God – Frostbite: https://youtu.be/2naLmoHXlRk

Lineup:

Ferry Guns – Drums, Orchestrations
Meryl Foreman – Vocals
Dennis Winkel – Bass
Mariusz Krawitowski – Guitars (lead)

Label: Selbstrelease

VÖ: 08. Dezember 2023

Spieldauer: 46:44

Titelliste:

  • Cronos
  • Frostbite
  • Coronation
  • Heartbreaker
  • The Great Divide
  • A Sirens Cry
  • Pierced
  • The Elder Tree
  • Aphantasia
  • After Love Ends

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