Wir könnten nicht zufriedener sein – Interview mit Rage of Light

Gut Ding will Weile haben! Das sagte sich wohl auch Jonathan Pellet. Seines Zeichens Sänger und Keyboarder aus der Schweiz. Von der ersten Idee bis zur endgültigen Gründung von Rage of Light dauerte es satte acht Jahre. Als Mitstreiter konnte er Sängerin Melissa Bonny und Gitarrist Noé Schüpbach gewinnen. Redemption Cover Gustavo SazesEin Jahr später wurde die EP „Chasing A Reflection“ in Eigenregie veröffentlicht. Kurz darauf konnte die Band einen Plattenvertrag mit Napalm Records ergattern. Über dieses Label wurde das Debüt-Album „Imploder“ veröffentlicht. RoL befanden sich auf dem Weg nach oben. Dann kam das aufregende Jahr für die Band. Nein, ich rede nicht von Corona. Melissa verließ die Band. Mit ihrer Nachfolgerin Martyna Hałas wurde das Nachfolge-Album „Redemption“ veröffentlicht. Back to Roots quasi, erneut ohne Unterstützung eine Platten-Labels. Bandgründer Jonathan hat sich meinen Fragen gestellt.

KoR: Hallo, ich bin Rainer und schreibe für Keep on Rocking. Danke, dass ich dieses Interview mit Euch führen kann. Wie geht es Euch?

Jonathan: Wirklich gut, danke! Hoffentlich geht es dir auch gut!

KoR: Ja, danke.

Mehr als Zehntausend Follower auf Facebook sprechen eine eindeutige Sprache. Bitte stellt Euch trotzdem allen, die Euch noch nicht kennen, kurz vor.

Jonathan: Rage Of Light ist eine Trance Metal/Melodic Death Metal Band aus der Schweiz. Nun, wir sind nicht nur aus der Schweiz, denn unsere neue Sängerin, Martyna, lebt in den Niederlanden… 😊

KoR: Von der ersten Idee bis zur Gründung der Band vergingen acht Jahre. Was hat Jonathan Pellet bewogen, so lange zu warten?

Jonathan: Zu dieser Zeit spielte und schrieb ich Musik in einer anderen Band. Das hat mich viel Zeit und Energie gekostet, also habe ich fast nichts für das gemacht, was später Rage Of Light werden sollte. Aber die Ideen waren definitiv da!

KoR: Im Sound von RoL werden unterschiedliche Musik-Stile verarbeitet. Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?

Jonathan: Martyna hat kürzlich etwas gesagt, das es ziemlich gut beschreibt: Stell dir melodischen Death Metal mit progressiven, symphonischen und Djent-Einflüssen vor. Dann füge Elemente von Trance und Dubstep zu der Mischung hinzu.

KoR: Die EP habt Ihr in Eigenregie veröffentlicht. Das Debütalbum erschien via Napalm Records. „Redemption“ wurde erneut ohne ein Label veröffentlicht. Warum habt Ihr Euch zu diesem Schritt entschieden.

Jonathan: Napalm ist ein vielbeschäftigtes Label. Sie boten uns an, unser neues Album weit in der Zukunft zu veröffentlichen, ohne die Möglichkeit, vorher unabhängige Singles zu veröffentlichen. Wir waren ein bisschen frustriert, dass wir deswegen nichts machen konnten, also haben wir beschlossen, ohne sie weiterzumachen. Regelmäßige Veröffentlichungen waren für uns in der Vergangenheit immer wichtig, und obwohl es ein ziemlicher Aufwand ist, ein Album im Alleingang zu veröffentlichen, sind wir mit dieser Entscheidung sehr zufrieden.

KoR: In der Einleitung schrieb ich bereits, dass Melissa Euch im vergangenen Jahr verlassen. Wie stark belastet so ein Weggang eine Band?

Jonathan: Es ist natürlich eine große Sache, wenn so etwas passiert, und es gab damals viele Ungewissheiten, ob wir jemanden finden würden, der sie ersetzt, denn es waren große Fußstapfen auszufüllen. Aber es ist auch schön, weil es ein Neuanfang ist, und wir hatten großes Glück, Martyna zu finden. Wir haben uns auf Anhieb perfekt verstanden, sowohl auf persönlicher als auch auf musikalischer Ebene, und wir könnten nicht zufriedener sein!

KoR: Mit Martyna Hałas habt Ihr dann schnell einen Ersatz gefunden. Musstet Ihr lange nach einer Nachfolgerin suchen?

Jonathan: Nein, es dauerte wirklich nicht lange. Wir haben mehrere Angebote erhalten und 5 Sängerinnen und Sänger vorsingen lassen. Der ganze Prozess hat ungefähr einen Monat gedauert.

KoR: Inwieweit konnte sich die neue Sängerin in den Produktionsprozess des Albums bereits einbringen?

Jonathan: Wir wollten wirklich jemanden, der die Fähigkeit hat, tolle Melodien und Texte zu schreiben. Das ist eine der Eigenschaften, die uns bei Martyna sofort gefallen haben. Sie war also definitiv in der Lage, ihre eigenen Gesangslinien und Texte zu schreiben.

KoR: Wer ist bei Rage of Light zuständig für das Songwriting? Ist Jonathan der Mastermind oder entstehen die Songs in Gemeinschaftsarbeit?

Jonathan: Für die meisten Songs schreibe ich die Musik in Form von Demos mit allen Instrumenten und Ideen für die Gitarren, aber keine Gesangsmelodien. Noé ändert oder arrangiert die Gitarrenparts und schreibt die Soli, und Martyna schreibt alle Gesangsmelodien und Texte. Ich habe nur für ein paar Songs Vorschläge für Gesangsmelodien und Texte geschrieben.

KoR: Wie zufrieden seid Ihr mit „Redemption“? Wie waren die Reaktionen von Presse und Fans?

Jonathan: Wir sind wirklich glücklich, weil wir das Gefühl haben, dass es definitiv unser bestes Werk ist. Die Chemie, die wir drei entwickelt haben, ist meiner Meinung nach definitiv in diesem Album zu spüren. Die Reaktionen sind großartig: Wir haben sowohl von der Presse als auch von den Fans sehr gute Kritiken erhalten. Natürlich bedauern einige Leute, die uns mehr wegen Melissa als wegen unserer Musik gefolgt sind, ihren Weggang und mögen „Redemption“ weniger, aber die große Mehrheit ist begeistert von unserem neuen Album und der Arbeit von Martyna.

KoR: Die beiden Alben wurden von zwei verschiedenen Sängerinnen eingesungen. Unterscheiden sich die beiden Alben auch musikalisch?

Jonathan: Sie unterscheiden sich insofern, als dass „Redemption“ vielleicht düsterer und ausgefeilter ist als „Imploder“. Ich denke, dieses Album ist einheitlicher, obwohl die Songs sehr unterschiedlich sind und viele verschiedene Horizonte erkunden. Aber es ist fast ein Konzeptalbum, auch wenn es am Anfang nicht so gedacht war. „Imploder“ war eher ein Patchwork aus verschiedenen Songs, die wir zum Teil sogar schon früher veröffentlicht hatten.

KoR: Ich bedanke mich noch mal für dieses Interview. Möchtet Ihr Euren Fans zum Schluss noch etwas sagen?

Jonathan: Vielen Dank für eure großartige Unterstützung, eure netten Worte, eure Ermutigung, eure Geschenke, … Ihr rockt alle und wir fühlen uns geehrt, euch als Unterstützer unserer Musik zu zählen! Danke auch an Rainer für das Interview 😊.

Rage of Light sind:

Jonathan Pellet – Vocals, Keyboards, Drum programming
Noé Schüpbach – Guitars, Bass
Martyna Hałas – Vocals

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