Female Metal Fest V – Prix libre 2019

Ort: Genf, Villa Tacchini
Datum: 30. November 2019

Es war ein kleines Jubiläum. Das Female Metal Fest in Genf fand bereits zum fünften Mal statt. Wie bereits im letzten Jahr war die Villa Tacchini  in Lancy der Austragungsort. Vier Bands aus Frankreich, Malta und Deutschland waren für diesen Abend angekündigt. Da der Beginn der Veranstaltung 18:00 Uhr war, hatten wir am Vormittag die Möglichkeit uns ein wenig in der Stadt umzusehen, vornehmlich am Genfer See. Die Bilder des Abends kann man auf Flickr sehen.

Elfika sind eine französisch-belgische Symphonic Metal Band. Den belgischen Part bildet hierbei die aus Brüssel stammende Sängerin Laure Ali-Khodja. Neben dem Bassisten Manu ist sie offensichtlich Gründungsmitglied der Band (2013/2014). Als Vorbilder werden Bands wie Nigtwish, Delain, Iron Maiden oder auch Kamelot genannt. Diese Einflüsse konnte man auch während der Show hören. Elfika nutzten diese für die Präsentation ihres neuen Studio-Albums “Secretum Secretorum”, welches im Dezember in Frankreich und im Januar 2020 weltweit veröffentlicht wird. So stammten fünf Songs von diesem Album. Die Franzosen rockten richtig los und sorgten für gute Stimmung.

Setlist Elfika:

  • Intro The Chamber Of Secrets
  • So Human
  • Angel
  • Broken Wings
  • Starlight
  • Inferno

Auch Inhepsie waren aus der französischen Hauptstadt Paris angereist. Die Band existiert schon einige Jahre länger. Sängerin/Keyboarderin Cathy Bontant und Gitarrist Jean Suire gründeten Inhepsie im Jahr 2001. Musikalisch gehen die Musiker auch wesentlicher ruhiger vor – atmosphärischer Rock / Metal mit einem Hauch Gothic. Und noch ein Unterschied war zu hören, Cathy sang alle Songs in ihrer Muttersprache Französisch. Im Mai erschien das vierte Studioalbum “Onirique”, das sie an diesem Abend eindrucksvoll präsentierten. Trotz der umfangreichen Bühnenerfahrung schien die Sängerin stark beeindruckt von der positiven Resonanz der Fans vor der Bühne.

Setlist Inhepsie:

  • Ode À La Nuit
  • L’autre Réalité
  • L’indifference
  • Est-ce Important
  • Ce Sentiment
  • Oublier Qui Je Suis
  • Funambule
  • Onirique
  • Regrets

Sie sind Fans des deutschen Lyrikers Rainer Maria Rilke. Also haben sie sich nach einem frühen Gedichtband benannt. Und genauso so düster wie die Gedichte Rilkes sind auch die Songtexte der Band Mir zur Feier. Und diese werden mit zum Teil brachialem Death Metal gepaart. So haben die Musiker aus Bielefeld ihr eigenes Genre erfunden – Lyrical Death Metal. Auf der Facebook-Seite wird als Geburtsdatum der 4. Dezember 1875 angegeben, also der Geburtstag des Meister. Die Band selbst existiert seit 2011. Sängerin Mara schreit sich die Seele aus dem Leib und bietet eine schweißtreibende Bühnen-Performance. Sie beherrscht aber auch die leisen Töne und singt stellenweise sehr melodisch. Und Mir zur Feier sind die dritten im Bunde, die ihr aktuelles Album präsentieren. Das selbstbetitelte Debüt-Album erschien eine Woche zuvor und wurde an diesem Abend komplett gespielt.

Setlist Mir zur Feier:

  • Vorgefühl
  • Mir Zur Feier
  • Totentanz
  • Sappho
  • Fragmente
  • Ein jeder Engel ist schrecklich
  • Städte
  • Zwischenspiel
  • Der Gefangene
  • Du Dunkelheit
  • Sterbebetten

Ursprünglich waren Saatus für dieses Festival angekündigt. Nach der Absage der Band wurde aber schnell Ersatz gefunden, Martyrium aus Malta. Es gab also ein Wiedersehen mit Freunden. Wir wurden von den Musikern auf herzlichste begrüßt. Martyrium stehen für eine äußerst intensive Show. Das stellten sie auch in Genf eindrucksvoll unter Beweis. Auch wenn man normalerweise kein Fan von Industrial Black/Death Metal ist, wurde man von dem Auftritt des Quartetts in seinen Bann gezogen. Hier paart sich brachiale Urgewalt mit großer Musikalität. Allen voran Frontröhre Mikaela. Auch Probleme mit dem Monitoring konnten die rothaarige Sängerin nicht bremsen. Dazu gab es viel Nebel und eine ausgefeilte Lichtshow.

Setlist Martyrium:

  • Venom Divine
  • Betrothed To Damnation
  • Vital
  • Lamia Satanica
  • Order Of The Fly
  • Betrayal
  • Dear Death
  • Outro

Das war ein schöner Abend, mit viel Liebe organsiert. Sound- und Lichtverhältnisse waren gut. Einziger Wermutstropfen war der schlechte Besuch. Der Platz vor der Bühne war nicht mal zur Hälfte gefüllt. Da bleibt nur zu hoffen, dass Katia und ihre Mitstreiter genügend Durchstehvermögen haben und das Festival auch im nächsten Jahr wieder organisieren.

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