Temperance – Limitless (Review)

SC 278 CoverTemperance ist eine Modern Metal Band mit klarer weiblicher Gesangsstimme. Die 2013 gegründete Band aus Italien veröffentlichte im April 2014 ihr selbstbetiteltes Debut-Album. Knapp ein Jahr später schieben sie im März das zweite Album hinterher. Produziert wurde das Album im Domination Studio in San Marino, wo in der Vergangenheit, auch schon Alben von Ancient Bards (“A New Dawn Ending”), Elvenking, DGM oder auch Voodoo Highway (“Broken Uncle’s Inn”) produziert, abgemischt oder gemastert wurden. Das abschließenden Mischen und Mastern lag in den Händen von Simone Mularoni (DGM). Herausgekommen ist ein großartiges druckvoll produziertes Zweitwerk der Italiener.

TemperanceDas Album startet mit einem vom Klavier begleiteten Kinderchor, während dann Synthie-Klänge einsetzen bevor die Gitarren und das Schlagzeug so richtig loswummern. Und  Frontfrau Chiara Tricarico stellt bereits im ersten Song “Oblivion” ihre gesangliche Vielseitigkeit unter Beweis, rockige und opernartige Gesangspart wechseln sich ab. Auch bei den hohen Tönen klingt ihre Stimme klar und sauber. Und druckvoll geht’s weiter mit “Amber & Fire”. Überzeugend ist auch das Gitarrenduo. Immer wieder werden kleine Soli eingebaut, durch die die Songs sichtlich aufgewertet werden. Wie für viele italienische Bands üblich, gibt’s hier auch ausgedehnte Keyboard-Teppiche, die allerdings teilweise etwas eintönig und programmiert klingen, der wohl einzige Makel dieses Albums.

“Save Me” startet ebenfalls mit Synthi-Klängen, bevor es dann pop-rockig weiter geht. Mit dezenten Growls und der Klasse-Stimme von Chiara, die dieses Mal in mittleren Tonlagen verweilt. Mit Bombast startet “Side By Side”, aber dann hauen Schlagzeug und Gitarrenriffs voll auf die Zwölf. Und Streicher halten den Bombastfaktor konstant hoch.

Einen Ruhepunkt sucht man auf diesem Album vergeblich. Powerballade? Fehlanzeige. 10947310_553187578117429_6767393171185499883_nEs gibt zwar einige Songs, die balladesk starten, aber dann doch hart und schnell durchstarten. Einzig “Stay” geht dieses rasante Tempo größtenteils nicht mit. Und der Titelsong “Limitless” versetzt dem Hörer dann zum Schluss den gehörigen Arschtritt als Rausschmeißer. Auch hier dominieren wieder Double-Bass-Gewitter, und neben Chiaras klarer Stimme gibt es männliche Growls und Klargesang.

Temperance liefern ein gutes zweites Album ab, das dank der guten Gitarrenriffs, dem treibenden Schlagzeug (häufig mit Double-Bass-Attacken) sehr heavy rüberkommt. Die dezent gesetzten männlichen Growls tun das Ihre dazu. Die in fast jeden Song eingebauten Gitarren-Soli werten diese deutlich auf. Durch den (zu) häufigen Einsatz synthi-artiger Keyboard-Klänge, bekommen die Songs häufig eine poppige Schlagseite. Die gesanglich Leistung von Front-Elfe Chiara Tricarico ist hervorragend. Es macht Spaß, dieses Album anzuhören.

Ein Gedanke zu “Temperance – Limitless (Review)

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