After Infinity – Beyond Eternity

Bewertung: 7,5/10

Das finnische Power Metal Projekt After Infinity wurde 2022 vom ungarischen Gitarristen und Songwriter Zsolt Szilagyi ins Leben gerufen. Und schon fragt man sich, warum „finnisch“? Sicher, ein Großteil der (Gast-) Sänger stammt aus Finland. Aber eigentlich ist das Projekt international aufgestellt. Wie auch immer. Das selbstbetitelten Debüt-Album wurde 2024 veröffentlicht. Album Nummer Zwei „Beyond Eternity“ wird im Oktober nachgeschoben. Als Zielgruppe der Musik werden Fans von Europe, H.E.A.T, Van Halen, Sonata Arctica, Symphony X, Helloween, Entwine, A Great Big World, X Japan angegeben.

Am Anfang von „Crooked Carniva“ steht ein sakral klingendes Orgelspiel. Dann sorgen Streicher für viel Bombast. Nach anderthalb Minuten Song-Intro geht es los. Es klingt ein wenig nach Power Metal italienischer Prägung und würde gut ins Rhapsody-Universum passen. Bei „Infinite Feeling“ bestimmen zunächst die Keys. Die verführerische Stimme von ex-Battle Beast Front-Röhre Nitte Valo erklingt. Aber sie kann auch härter und schließt somit gesanglich an frühere Zeiten an. Das Duett mit Leonard F. Guillan passt sehr gut. Erfreulicherweise gibt es hier weniger zuckersüßen Bombast. Epische Chorusse leiten „King With No Crown“ ein. Auch der Bombast kehrt zurück, allerdings nicht so stark wie beim Opener. Seichter melodischer Power Metal. Dahingegen ist „Maybe Shes Crying“ eine besinnliche Ballade, über weite Strecken von ruhigen Piano-Melodien dominiert. Aber auch ein ruhiges Gitarren-Solo ist zu hören. Im Zwischenspiel „Mortal Vessel“ hören wir einige gesprochene Worte von Skye Alley, ansonsten ist instrumental und wirkt für mich eher wie ein Lückenfüller. Da ist „Everlasting Mark“ von ganz anderer Qualität. Sara Strömmer (auch bekannt als Sara Vanhamäki) ihre ganz eigene Note. Glaubt man zunächst, sie zieht ich in den Pop-Bereich, wirft sie gelegentlich auch harsch klingende Gesangspassagen ein. Und weiter geht es mit eingängigen Power Metal allerdings mit hohem Tempo. Bei „Eternal Resentment“ ist erneut Nitte Valo zu hören. Ihre Stimme klingt zwar nicht so hart, wie früher bei Battle Beast, sorgt aber für einen stark rockigen Einschlag. Der Song-titel lässt es bereits vermuten, „Whisper In The Air“ ist eine ruhige Ballade. Mika Tauriainen wird von e-Piano und Streichern begleitet. Den Abschluss bildet das überlange Epos „Hands Of Time“. Nach kurzer Streicher-Einleitung wird es zunächst hymnisch. Epische Orchestrierung unterlegt schnelles Schlagzeug- und Gitarrenspiel. Die Gitarren wirken zeitweise hektisch, werden aber von harten Riffs abgelöst. Ein sehr progressiv angelegter Song.

Eigentlich ist auf „Beyond Eternity“ nicht viel Neues zu hören. Zu hören ist eingängiger Power Metal, zumeist mit hoher Geschwindigkeit. Aber auch zwei Balladen haben es auf das Album geschafft. Das Album lebt vor allem von einer Vielzahl von Sängerinnen und Sängern, die den einzelnen Songs ihren Stempel aufprägen. Lediglich der Schlusssong bietet etwas mehr Abwechslung.

After Infinity – Whisper In The Air (Feat. Mika Tauriainen): https://youtu.be/A98rAMr7fUk?si=3nl3hENZ4o-aGcQJ

Lineup:

Zsolt Szilágyi – Guitars, Synthesizers, Drum programming, Vocals (backing), Songwriting, Lyrics

Guests- / Session-Musicians:

Gideon Ricardo – Orchestrations, Synthesizers
Ville Koskinen – Bass
Aitor Arrastia (Metal de Facto) – Vocals (tracks 1, 9)
Nitte Valo (Dreamtale, ex-Battle Beast) – Vocals
(tracks 2, 7), Vocals (backing)
Leonard F. Guillan (ex-King Company) – Vocals (track 2)
Paolo Ribaldini (Delain, Leverage, Seraphiel) – Vocals (tracks 3, 4)
Sara Strömmer (Shereign, ex-Fear of Domination) – Vocals (track 6)
Mika Tauriainen (Entwine, Shamrain) – Vocals (track 8)
Skye Alley – Spoken word (track 5)
Jesse Henrik Eemeli – Spoken word (track 9), Vocals (backing)

Label: Rockshots Records

VÖ: 23. Oktober 2026

Spieldauer: 50:34

Titelliste:

  • Crooked Carnival (feat. Aitor Arrastia)
  • Infinite Feeling (feat. Leonard F. Guillan and Nitte Valo)
  • King with no Crown (feat. Paolo Ribaldini)
  • Maybe She’s Crying (feat. Paolo Ribaldini)
  • Mortal Vessel
  • Everlasting Mark (feat. Sara Strömmer)
  • Eternal Resentment (feat. Nitte Valo)
  • Whisper in the Air (feat. Mika Tauriainen)
  • Hands of Time (feat. Aitor Arrastia)
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