Bewertung: 8/10
Die schwedische Hard Rock Band Spiders wurde 2010 vom ehemaligen Witchcraft- und Troubled-Horse-Gitarrist John Hoyles gegründet, als dieser Örebro nach Göteborg zog. Das Lineup wurde vervollständigt durch Graveyard-Schlagzeuger Axel Sjöberg, den Bassisten Matteo Gambacorta und Johns Ehefrau Ann-Sofie Hoyles. Zwei Jahre später erschien das Debüt „Flash Point“, das auf Platz 52 der schwedischen Charts platziert war. Neben einigen Singles und EPs wurde drei weitere Alben veöffentlicht, zuletzt „Sharp Objects“ (2025). Von der ursprünglichen Besetzung ist lediglich das Ehepaar Hoyles übriggeblieben. Im September folgt nun „Crystal Eyes“, das gemäß Pressetext bisher kraftvollste Album.
Das Lagerfeuer zu Beginn von „Creature Of The Night“ geht über in Riff-Feuer. Der Gesang von Ann-Sofie Hoyles hat eine leichte Punk-Attitüde. Ein locker-Flockiger Auftakt. Rhythmisches Schlagzeug und rhythmische Gitarren bestimmen das melodische „Flying Too High“. Neben den Mitsing-Refrain kann voe allem das Gitarren-Solo überzeugen. Bei „Quit You“ wird das Tempo erhöht. Die Riffs galoppieren. Immer mal wieder sinde „huhu“-Gesänge zu hören. Harte Riffs und Rock’n’Roll Gitarren prägen dann „Do You Think About Me“. Beim Refrain ertönt erneut das „huhu“. Der Gesang ist ein wenig kratzig. „(Doomed To A) Life Of Misery“ ist eine besinnliche Ballade. Leider konnte ich keine Information darüber wer den männlichen Gesangspart übernommen hat. Das Gesangs-Duo harmoniert hervorragend miteinander. Im Anschluss braten bei „Heart Of Stone“ die Gitarren. Schnelle Riffs und treibendes Schlagzeug sind zu hören. Ann-Sofie singt hier ein wenig tiefer. Der ruhige Titelsong „Crystal Eyes“ startet mit einer kräftigen Basslinie, begleitet von funky Gitarren und gelegentlichen Keyboard/Synthie-Melodien. Erneut gibt es einen Refrain mit „huhu“-Vokalisen. Bei „Playing With Fire“ treibt das Schlagzeug den Sound von Anfang voran. Dazu ein sehr kraftvoller Gesang. Das ruhige „Loser“ erinnert ebenfalls an die guten alten Rock’n’Roll-Zeiten. U.a. auch bei der Kürze des Songs von knapp drei Minuten. Zum Abschluss gibt es mit „A Little Too Late“ eine weitere besinnliche Ballade, mit Southern Rock Einschlag. Die Sängerin haucht verführerisch ins Mikrophon.
„Crystal Eyes“ ist ein abwechslungsreiches Rock-Album. Harte schnelle Riffs stehen in Kontrast zu ruhigen und besinnlichen Songs. Sängerin Ann-Sofie Hoyles kann mit ihrer wandelbaren Stimme überzeugen.
Lineup:
Ann-Sofie Hoyles – Vocals
Oskar Brindmark – Drums
John Hoyles – Guitar
Rickard Hellgren – Guitar
Alex Mayr – Bass
Label: Wild Kingdom Records
VÖ: 25. September 2026
Spieldauer: 34:12
Titelliste:
- Creature Of The Night
- Flying Too High
- Quit You
- Do You Think About Me
- (Doomed To A) Life Of Misery
- Heart Of Stone
- Crystal Eyes
- Playing With Fire
- Loser
- A Little Too Late


