Gegründet 2012 am Ufer des Flusses Kura in Tiflis (Georgien) haben Ennui bislang vier Studio-Alben veröffentlicht. Aber zwischen dem letzten Album „End of the Circle“ und dem aktuellen Output „Qroba“ liegen inzwischen schon fast acht Jahre. Die Meister des Funeral Dooms feiern somit ein Comeback. Lediglich Gitarrist, Bassist und Sänger David Unsaved sowie Gitarrist Serge Shengelia sind von Anfang an dabei. Bemerkenswert ist die Besetzung. Bis zu vier Gitarren bestimmen offensichtlich den Sound.
Den Auftakt bildet „Antinatalism“ mit erstaunlich klaren Gitarren-Akkorden. Aber dem Genre entsprechend natürlich sehr ruhig. Später sind genauso ruhige harte Riffs zu hören. Dem schließt sich das Schlagzeugspiel selbstverständlich an. Dann dröhnen abgrundtief böse Growls aus dem Lautsprecher. Zur negativen Bedeutung des Titels möchte ich mich nicht äußern. Wen es interessiert, kann dies im Internet nachlesen. Bei „Becoming Void“ kann man sich anhören, wie die Musiker die Leere, das Nichts musikalisch beschreiben. Keyboard-Teppiche werden zunächst unter Gitarren-Akkorde gelegt. Aber auch hier schlagt die brachiale Gewalt von harten Gitarren-Wänden und Growls, die aus den tiefsten Abgründen der Hölle stammen könnten, zu. Mit „Decima“ scheint es in die römische / griechische Mythologie zu gehen. Die griechische Entsprechung Lachesis ist eine der drei Moiren (Schicksalsgöttinnen). So klingt es also, wenn das Schicksal zuschlägt. „Down To The Stars“ (deutsch „Zu den Sternen hinunter“) startet mit Synthie-Spielerein, die sofort von schwermütigen Riffs begleitet werden. „Mokvda Mze“ Ist der Schlusssong des Albums. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Musik die Schönheit des Verschwindens beschreiben soll. Na, ob das wirklich schön ist, sei einmal dahingestellt. Zumindest wirkt das Ganze irgendwie majestätisch.
„Qroba“ ist ein typisches Funeral Death/Doom Album. Vollgepackt mit schwermütigen entschleunigten Melodien. Gespickt mit vielen bitterbösen Growls. Somit passt es auf das zurzeit doch recht triste Winterwetter. Aber man muss es sich nicht unbedingt im Winter anhören. Fans des Genres können es auch zu anderen Jahreszeiten genießen. Wenn Du mal wirklich down bist, könnte Dir das Anhören jedoch eventuell neue Kraft geben. Also schreie Deinen ganzen Frust aus Dir raus.
Ennui – Antinatalism: https://youtu.be/-2SB-yuD1sE?si=Mh869Ibp8fQs75IM
Lineup:
David Unsaved – Guitars, Bass, Vocals
Serge Shengelia – Guitars
Alexander Gongliashvili – Drums
Andrey Azatyan – Guitars
Kakhi Kiknadzr – Guitars
Label: Meuse Music Records
VÖ: 27. Februar 2026
Spieldauer: 01:02:42
Titelliste:
- Antinatalism
- Becoming Void
- Decima
- Down To The Stars
- Mokvda Mze
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