Das 2022er Album „…Of Shades And Colours“ war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Drei Jahre später veröffentlichten Meteora zwei EPs („In This Silence“ und „Broken Mind„), die mir deutlich besser gefallen haben. Mit „Dissonance“ ist die Trilogie nun komplett. Ob es bei den drei EPs bleibt, wissen allein die Musiker.
„Darkest Light“ wird eingeleitet durch harte Riffs, später gesellen sich Synthie Streicher dazu. Und sobald der betörende Gesang von Noémi Holló einsetzt, wird es ruhiger. Auch als Atilla Király seinen klaren Bariton einbringt, ändert sich nicht viel. Lediglich die bösen Growls von Máté Fülöp erinnern uns daran, dass wir eine Metal EP hören. Gitarren-Melodien leiten „Shadows Of Ignorance“, bevor das Schlagzeug für eine hektische Tempo-Verschärfung sorgt. Auch hier hören wir das Wechselspiel aus Noémis verführerisch klingender Stimme und den bitterbösen Growls. Mit den letzten beiden Songs schlagen Meteora einen Bogen zum 2020er Album „Tragedy Of Delusion“. Zunächst hören wir den vierten Teil aus der „My Reality“ Reihe mit dem Titel „Dissonance“, der der EP auch den Namen gab. Hier knallen die Riffs, die Streicher und das Schlagzeug klingen leicht hektisch. Aber das ist nur der Vorgeschmack auf die bösen Growls und die voran peitschenden Gitarren. Erst der Gesang von Noémi Holló sorgt gelegentlich für etwas trügerische Ruhe. Das Neunminuten-Epos „Witch Hunt“ ist Teil drei Songfolge „Tragedy Of Delusion“, nach der das bereits erwähnte zweite Album der Ungarn benannt worden ist. Nachdem Streicher für die Einleitung sorgen, ist wieder Atilla Király zu hören, im Wechselspiel mit seinen beiden gesanglichen Mitstreitern. Über weite Strecken wirkt der Sound hymnisch, wofür auch der Meteora choir sorgt, und gelegentliche melodische Gitarren-Soli. Zwischendurch treibt das Schlagzeug an. Durch die vorhandenen Melodie- und Rhythmus-Wechsel ist eine stark progressive Ausrichtung klar zu vernehmen. Ein würdiger Abschluss für das aus drei kurz nacheinander veröffentlichten EPs bestehenden Albums.
Nennen wir es bei seinem richtigen Namen, diese drei EPs sind eigentlich ein vollwertiges Album. Und aus meiner Sicht gibt es eine deutliche Steigerung zu „…Of Shades And Colours“ zu vermelden. Auch wenn die die Grundausrichtung von Meteora ganz klar im symphonischen Metal angesiedelt ist, gehen Meteora deutlich härter und auch ein wenig experimentierfreudiger zu Werke. Und das tut dem Sound richtig gut. So kann es ruhig weitergehen.
Meteora – Shadows of Ignorance: https://youtu.be/1D6_35w8f6k?si=97-whRFCS7y6aZTG
Lineup:
Noémi Holló – Vocals
Máté Fülöp – Bass, Growls
Gábor Kása – Drums
Dániel Baranya – Guitars
Dániel Schreiber – Guitars
Atilla Király – Keys, Vocals
Backing vocals from the Meteora choir – assembled and conducted by Ádám Attila Kurucz
Label: H-MUSIC
VÖ: 23. Januar 2026
Spieldauer: 22:13
Titelliste:
- Darkest Light
- Shadows Of Ignorance
- Dissonance – My Reality Pt. IV
- Witch Hunt – Tragedy Of Delusion Pt. III
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