Bewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,4/10
Der Pressetext bezeichnet die Band als „australische Rockvisionäre„. Die Musik wird beschrieben als „eine Mischung aus Heavy Rock, Progressive Metal und opernhafter Erhabenheit„. Imperatore wurden 2022 von Sänger und Gitarrist Zoran Cunjack im australischen Perth gegründet. Das selbstbetitelte Debüt-Album erschien im April 2023, der Nachfolger „Nations, Rise!“ im Dezember 2024. Ein Jahr später ist bereits das dritte Album „The Lionspirit“ fertiggestellt. Es geht also Schlag auf Schlag. Hat das Auswirkungen auf die Qualität des Songwriting? Hören wir doch mal rein.
„Ides Of March“ ist ein überlanges episch-orchestrales Intro. Aber man kann es sich trotzdem anhören. Da habe ich schon wesentlich schlechteres gehört. Aber die Hälfte der Spielzeit hätte meines Erachtens auch gereicht. „Be A Man“ startet orchestral, aber dann hören wir Metal-Riffs mit viel daruntergelegtem Bombast. Beim klaren Gesang beweist Zoran Cunjack eine gute stimmliche Ausbildung. Im Hintergrund ist ein opernartiger Bariton zu hören. Nach einer kurzen epischen Einleitung wird „Orion“ geprägt von ruhigen Gitarren-Klängen und akzentuiertem Schlagzeugspiel. Dazu erneut jede Menge orchestraler Bombast, aber auch hin und wieder etwas härtere Riffs. Zoran Cunjack singt teilweise mit etwas dunklerem Timbre – klingt dann ein wenig nach Dark Rock. Die starke Orchestrierung setzt sich später auch bei „My Life“, „Between The Worlds“, „Men Of Pain“ oder auch „Australian“ fort. Darunter mischen sich immer wieder härtere Riffs, ein zumeist ruhiges Schlagzeug und melodischer Gesang. Dazwischen ist „Treachery“ eine epische Power-Ballade mit viel Streicher-Einsatz. „All Of Us“ klingt zunächst etwas Industrial, wird später aber auch härter, ohne auf die orchestrale Epik zu verzichten. Ein kräftige Bass-Linie drängt sich immer mal wieder in den Vordergrund. Zum Schluss folgt mit „Il Gladiatore“ die nächste opernartige Ballade. Dafür sorgt vor allem der Bariton-Gesang, der später durch einen Chor begleitet wird. Obwohl es klingt, als wäre der Song einer großen italienischen Oper entsprungen, handelt es sich um eine Filmmusik von Hans Zimmer, aus dem Kino-Film „Gladiator“. Ich habe mir einige Fassungen von großen Opern-Tenören (u.a. Luciano Pavarotti, Andrea Bocelli) angehört. Es ist beeindruckend, dass die gesangliche Leistung hier kaum schlechter ist.
Das abschließende „Il Gladiatore“ ist natürlich der absolute Höhepunkt dieses Albums. Aber auch die anderen Songs bieten gutklassigen symphonischen Metal. Sicherlich, hier und da wird der orchestrale Bombast etwas übertrieben, aber die harten Riffs sorgen immer wieder für Metal-Feeling. Der Sound ist wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack. Anhören sollte man sich „The Lionspirit“ aber auf jeden Fall.
Imperatore – Be A Man: https://youtu.be/o5zZdq_MKL4?si=uXUcRFpIhpJ8ySUC
Lineup:
Zoran Cunjack – Vocals, Guitars
Sean Allsopp – Drums
Daniel Marijanovic – Bass Guitar
Label: Rockshots Records
VÖ: 19. Dezember 2025
Spieldauer: 42:51
Titelliste:
- Ides Of March
- Be A Man
- Orion
- My Life
- Treachery
- Between The Worlds
- Men Of Pain
- All Of Us
- Australian
- Il Gladiatore
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