Reasons Behind – Project: M.I.S.T.

459978Bewertung
Album (40%): 7/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 7,6/10

The next level combination of modern-day heavy metal and cyberpunk science fiction!

So steht es in der Presseinfo zum zweiten Album der italienischen Band Reasons Behind. Klar, Labels und Promoter müssen sich immer etwas Neues ausdenken, um “ihre Bands” aus der großen Masse hervorstechen zu lassen. Ich kenne das Debütalbum “The Alpha Memory” (2014). Und ich glaube gern, dass die Musiker um Frontelfe Elisa Bonafè und Gitarrist Gabriele Sapori sehr engagiert zu Werke gegangen sind. Zeit haben sie sich auch genug gelassen. Es sind doch inzwischen fast sechs Jahre vergangen. Und wie der Vorgänger ist auch “Project: M.I.S.T.” ein Konzept-Album, auf dem das Leben und die Realität thematisiert wird. Das Album wurde gemischt und gemastert von Giuseppe “Dualized” Bassi (u.a. Fear Factory, Mnemic). Das Artwork stammt von Gustavo Sazes (Amaranthe, Epica, Angra, Arch Enemy).

319361Ohne Intro geht es wohl nicht. So auch hier. Beim düsteren “Unplugged” hört man viele elektronische Spielereien. Ist irgendwie Synthie-Pop. Naja, wer es mag. Auch “Fireflies In The Wind” startet mit Synthies. Allerdings sorgt die Rhythmus Fraktion für ein wenig metallische Härte. Ein äußerst melodischer Song. Pop-Metal. Abgesehen von den doch etwas nervigen Keyboards nicht schlecht. Was aber sofort positiv auffällt ist tiefergelegte Stimme von Sängerin Elisa Bonafè. Auf den Vorgängerwerken versuchte sie immer in hohen Tönen zu singen, was doch immer mal wieder etwas schrill klang. Es folgt das energiegeladene “A Hidden Thread”. Live kommt der Song sicherlich gut an. Dann wieder die vordergründigen Synthies, die den rockigen Sound von “Shades Of Neon” ein wenig zukleistern. “Ghostwired” und auch “Beyond The Black” haben eine leichte Gothic Schlagseite. “Living A Lie” ist wieder beschwingt und melodiös. Der Refrain animiert zum Mitsingen. Bei “Binary Stars” kann man die wohl beste gesangliche Leistung von Elisa hören. Zum Teil wird der Gesang technisch verfremdet. Die Melodie und das Arrangement sind recht abwechslungsreich. Und Gitarrist Gabriele Sapori deutet hier seine Fähigkeiten an. Das Zwischenspiel “Between Here And Awake” klingt dann etwas düster. Der Gesang ist leiser geregelt und kommt irgendwie aus dem Hintergrund während die Synthie-Spielereien dominieren. Verzichtbar. “(E)met” startet mit Spoken Words der Sängerin. Ansonsten klingt der Song rhythmisch und zum Teil hektisch. Vor allem auch wegen der etwas härteren Riffs. Für Fans des unverfälschten Symphonic Metal folgt am Schluss “No Dawn To Come”. Für mich ist das der beste Song des Albums.

Sicherlich, Reasons Behind haben sich musikalisch weiterentwickelt. Vor allem die gesangliche Leistung von Elisa Bonafè kann überzeugen. Auch die Kompositionen klingen ausgefeilter. Aber die Arrangements sind etwas schwach. So gefällt mir der extensive Einsatz der Synthies überhaupt nicht. Vor allem weil die Band auch keinen Keyboarder in ihren Reihen hat. So müssen diese bei Live-Auftritten alle vom Computer eingespielt. Und davon bin ich schon lange kein Fan mehr. Und der Heavy Metal kommt für mich hier etwas zu kurz. Das Album Debüt “The Alpha Memory” hat mir da wesentlich besser gefallen.

REASONS BEHIND – Binary Stars: https://youtu.be/AsmL7mSkuuA

Lineup:

Gabriele Sapori – Guitars
Elisa Bonafè – Vocals
Michele Cavalca – Bass
Andrea Gambini – Drums

Label: Scarlet Records

VÖ: 21. August 2020

Spieldauer: 35:34

Titelliste:

  • Unplugged
  • Fireflies In The Wind
  • A Hidden Thread
  • Shades Of Neon
  • Ghostwired
  • Beyond The Black
  • Living A Lie
  • Binary Stars
  • Between Here And Awake
  • (E)met
  • No Dawn To Come

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