Kings Winter – Forging The Cataclysm

Bewertung: 8/10

forging_the_cataclysm_coverEs ist das Nebenprojekt des Ehepaars Jule und Tobias Dahs. Beide sind auch noch bei der deutschen Band Leviathan aktiv. Benannt hat sich das Duo nach ihrer Heimatstadt Königswinter. Während die Hauptband der beiden Progressiv Melodic Death Metal spielt, gehen sie in ihrem Nebenprojekt in Richtung Classic Rock/Metal.

Classic Rock im Stile der britischen Legenden MAGNUM, von Ritchie Blackmore inspiriertes Riffing und moderner Melodic Metal, sowie eine Frontfrau mit einer ausgeprägten Rockvoice.

So kann man es in der Pressinfo von Kings Winter lesen. Nach der Gründung im vergangenen Jahr liegt nun das erste Lebenszeichen vor, die EP “Forging The Cataclysm”. Hören wir doch mal rein.

Schon bei “Time’s Running Out” ist es deutlich zu hören. Bei ihrem Nebenprojekt geht das Ehepaar Dahs gänzlich andere Wege als in ihrer Hauptband. Das Riffing und die Hooks sind äußerst melodisch und Jule ist eine Rockröhre zum Niederknien. band_3Ein klassischer Hardrock Song. Der für mich beste Song ist “The Grand Delusion”, eine großartige Stadion-Hymne. Auch bei diesem ruhigeren Song kann Sängerin Jule Dahs voll überzeugen. Der Titelsong “Forging The Cataclysm” knallt dann wieder in klassischem Heavy Metal Sound aus den Boxen. Das teilakustische, instrumentale, balladeske Zwischenstück “At Road’s End” vermittelt ein Blind Guardian Feeling. Das ist aber nur die Überleitung zum nächsten Metal Kracher “Age Of Reason”, einer weiteren hervorragenden Midtempo-Nummer. Der Bonus-Track “A Sailor’s Tale” am Ende ist erneut ein Halb-Akustik-Song. Hier wildern die beiden wieder in Blind Guardian bzw. Blackmore’s Night Gefilden. Und in die Stimme kann man sich fast verlieben. Schluchz.

Mit “Forging The Cataclysm” bringen Kings Winter frischen Wind in die Rock- und Metal-Landschaft. Vor allem Sängerin Jule Dahs blüht hier richtig auf. Bei Leviathan ist sie ja nur hin wieder zu hören und muss sich den Growls von Sänger Jonas Reisenauer unterordnen. Zurück zum aufgeführten Zitat. Der Einfluss von Ritchie Blackmore ist deutlich zu hören, aber Magnum eher nicht. Was Kings Winter hier zelebrieren ist melodischer Heavy Metal mit großartigen Hymnen. Aber ein anderer Vergleich drängt sich mir förmlich auf – Doro, und nicht wegen Jules langen blonden Haaren. Auch stimmlich werde ich immer wieder an die deutsche Metal Queen erinnert. Einen Wunsch hätte ich noch. Bleibt bitte nicht auf dem Status eines reinen Studio-Projektes stehen. Bei Live-Auftritten würde ich sicherlich in der ersten Reihe stehen.

Kings Winter – Time’s Running Out (Lyrics Video): https://youtu.be/gFQ0yETKi5c

Lineup:

Jule Dahs – Vocals
Tobias Dahs – Guitars, Bass, Keyboards & Drum Programming

Label: Selbstvertrieb

VÖ: 22. Juni 2019

Spieldauer: 25:17

Titelliste:

  • Time’s Running Out
  • The Grand Delusion
  • Forging The Cataclysm
  • At Road’s End
  • Age Of Reason
  • A Sailor’s Tale (Bonustrack)

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