Bonfire – Legends

Bewertung: 8/10

BF_L-C_1500x1500Cover-Alben haben zur Zeit Hochkonjunktur. Ob Exit Eden oder Mystic Prophecy, Pop, Rock oder Metal wurden neu arrangiert und in die Sound-Umgebung der Musiker portiert. Nur wenige Monate nach “Temple Of Lies” präsentiert die deutsche Hardrock-Institution Bonfire ihre eigene Version von Cover-Songs. Und auf “Legends” kleckern die Musiker nicht sondern klotzen. Verteilt auf zwei CD’s gibt es 32 Songs zu hören, mit einer Gesamtspieldauer von mehr als 2½ Stunden. Und Bonfire gehen mit diesem Doppel-Album im November auf Tour. Bei “A Night of Rock Legends – Bonfire and Friends” werden die Original-Sänger auf der Bühne stehen und “ihre eigenen” Songs singen.

Auf dem Album selbst singt Bonfire-Sänger Alex Stahl alle (bis auf drei) Songs. Hier kann er aber nicht durchgängig überzeugen. So ist ein Chris Boltendahl bei Songs wie “Rebellion” oder “Heavy Metal Breakdown” eben nicht zu ersetzen. BF_TOL_P09Überzeugen können mich Bonfire vor allem mit den Balladen, wie “Child in Time” (Deep Purple), “Silent Lucidity” (Queensryche) oder auch “Hallelujah” (Leonard Cohen). Auch die drei Toto Songs zu Beginn der ersten CD klingen äußerst authentisch. Oder auch “Stone Cold” aus der Joe Lynn Turner Ära von Rainbow. Äußerst überrascht war ich von den Rocklegenden, die den Abschluss dieser Doppel CD bilden. Die Puhdys waren in der ehemaligen DDR wahre Superstars und auch im anderen deutschen Staat durchaus bekannt und beliebt. Und wenn dann sogar ex-Puhdy Dieter “Quaster” Hertrampf diese Songs mit seiner ihm eigenen Stimme veredelt, kommt doch eine gehörige Portion Ostalgie auf.

Bonfire beschränken sich auf “Legends” auf einige wenige Rock-Bands und Musiker, von denen aber mehrere Songs am Stück dargeboten werden. Die musikalische Umsetzung ist zumeist gelungen. Erwartungsgemäß ist der Gesang hin und wieder etwas gewöhnungsbedürftig, da man zwangsläufig die Original-Sänger im Ohr hat. Das wird auf der Tour im November mit Sicherheit viel besser. Leider folgen Bonfire hier einem Trend anderer Rock-Größen, sie machen einen großen Bogen um Hamburg, so dass ich die Show wohl nicht genießen kann.

Lineup

Alex Stahl – Vocals
Hans Ziller – Guitar
Frank Pané – Guitar
Ronnie Parkes – Bass
Tim Breideband – Drums

Label: AFM Records

VÖ: 19. Oktober 2018

Spieldauer: 02:36:33

Titelliste:

CD 1

  • Africa
  • Hold The Line
  • Rosanna
  • Man On The Silver Mountain
  • I Surrender
  • Stone Cold
  • Death Alley Driver
  • Black Masquerade
  • Burning Heart
  • Eye Of The Tiger
  • Caught In The Game
  • Doctor Doctor
  • Lights Out
  • Rock Bottom
  • Child In Time

CD 2

  • Jet City Woman
  • Silent Lucidity
  • Eyes Of A Stranger
  • Tears In The Rain
  • The First Time
  • Save Up All Your Tears
  • Hot Cherie
  • Dr. Love
  • Hallelujah
  • Rebellion
  • Heavy Metal Breakdown
  • Love Don’t Lie
  • I Wanna Be Loved
  • King Of Dreams
  • Frei wie die Geier
  • Erinnerung
  • Alt wie ein Baum

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