6. Marzipan Rock Festival 2018

Ort: Riders Café, Lübeck
Datum: 07. April 2018

Zum sechsten Mal fand es nun statt, das Marzipan Rock Festival. Organisiert wird dieses Event von Franziska Brassat, der Sängerin der Lübecker Band No Way. Bei dem Festival erhalten vorrangig lokale Bands die Möglichkeit sich einem größeren Publikum zu präsentieren. Austragungsort war erneut das Riders Café im Gewerbegebiet der Hansestadt. Bei strahlendem Sonnenschein in Lübeck angekommen, begrüßte uns die Veranstalterin mit einem Glas Prosecco. Die Bilder des Abends gibt es auf Flickr.

Viertel nach acht kam Andrea auf die Bühne und moderierte die erste Band an. Point Blue spielten eine Stunde lang Cover Versionen von Alternative Rock Bands wie Foo Fighters, Blur oder Red Hot Chili Peppers, also eine Musikrichtung, die nicht so ganz mein Geschmack ist. “Die Band erhebt keinen Anspruch auf 100 prozentige Originalität der Songs, sie gibt den Stücken immer ihre persönliche Note.” So steht es in einem kurzen Pressetext der Band. Und das hat man gemerkt. Die Musiker auf der Bühne hatten ihren Spaß. Und die Fans vor der Bühne ebenfalls. Point Blue waren ganz kurzfristig eingesprungen, weil Noisegate krankheitsbedingt absagen mussten. So kam es, dass der Sänger am Morgen dieses Samstags noch in seinem Urlaubsdomizil auf Sizilien aufgewacht war und einen mehrstündigen Flug hinter sich hatte.

Setlist Point Blue:

  • Bitter End
  • Times LikeThese
  • Seven Nation Army
  • Personal Jesus
  • All The Small Things
  • Rock And Roll Queen
  • Alive
  • Wheels
  • Dany California
  • Song No. 2
  • Saturday Night
  • Basket Case
  • Mr. Brightside
  • Creep

Die nächste Band, Herr Ludwig hatte ausschließlich Eigenkompositionen im Repertoire. Stellt sich die Frage, wer ist dieser Herr Ludwig. Antwort: Sänger und Gitarrist Andreas Ludwig. Die Musiker habe sich einer Mischung aus Punk- und Hard-Rock verschrieben. Zu dieser gibt es deutschsprachige Texte, teils witzig, teils zum Nachdenken anregend. Auch hier gestatte man mir ein Zitat aus dem Pressetext. “Die rockende Reise spiegelt schnell und laut das Leben einer ganzen Generation wieder um ganz plötzlich gefühlvolle Töne hervor zu zaubern.” Die Band arbeitet zurzeit an ihrem ersten Album, das unter dem Namen “Rock Therapie” erscheinen wird.

Setlist Herr Ludwig:

  • Herr Ludwig
  • Der Konter
  • Oriental Femme
  • Tief dran
  • Ausfahrt Nord
  • Liebe
  • In Vino Veritas
  • 666
  • Die Motivation
  • Rock Therapie
  • Papa Moll
  • Wenn Träume rocken
  • 60 Grad

Zugabe

  • Erdbeerräuber

Die Band der Veranstalterin hat sich auf Rock Cover spezialisiert. Hier ging es querbeet durch die gesamte Bandbreite internationaler Rock und Metal Hits. Von “Sharp Dressed Man” (ZZ Top) über “Anytime Anywhere (Gotthard) bis hin zu “Nutbush City Limits” (Tina Turner). Einige Interpretationen waren gewöhnungsbedürftig (Lady In Black von Uriah Heep), andere dafür verdammt nah am Original (Hellavator von Thundermother). Die Stimme der Sängerin war beeindruckend. Am beeindruckendsten fand ich jedoch die Eigenkomposition “No Easy Way”. Davon wünsche ich mir künftig noch mehr.

Setlist No Way:

  • Live Wire
  • Sharp Dressed Man
  • Try
  • No Easy Way
  • Anytime Anywhere
  • Born To Be Wild
  • Engel
  • What About Us
  • Rebel Yell
  • Nutbush City Limits
  • Hellavator
  • Lady In Black
  • Rock’n’Roll

Vor etwa drei Monaten wurden Mean Streak gegründet. Beim Marzipan Rock hatten sie ihren ersten Auftritt. Es standen aber durchaus erfahrenen Musiker auf der Bühne, mehrere Musiker von ihnen traten auch noch mit anderen Bands des Abends auf. Knallharter Metal ist das Markenzeichen von Mean Streak. Gecovert wurde alles was Rang und Namen hat: Black Sabbath Judas Priest, Metallica, Iron Maiden. Es war schon erstaunlich, wie souverän die Musiker  diese abwechslungsreiche und anspruchsvolle Repertoire beherrschten. Lediglich der Sänger benötigte einen “analogen Teleprompter” (A4-Spickzettel) für die Songtexte.

Setlist Mean Streak:

  • Meanstreak
  • Metal Church
  • Mob Rules
  • Breaking The Law
  • I Believe In You
  • Drum Solo
  • Power Of The Night
  • Midnight In Tokio
  • Hallowed By The Name
  • Seek And Destroy
  • We Rock

Die letzte Band des Abends habe ich bereits im September letzten Jahres live erlebt. Damals war es eines der ersten Konzerte in dieser Besetzung. Inzwischen ist der Fünfer aus Hamburg und Lübeck gut eingespielt. Ich möchte noch ein letztes Mal aus einer Presse-Info zitieren. “BLIND MAN‘S GUN ist die Band aus dem Hamburger Untergrund und spielt knallharten Heavy Rock, ohne sich vom Mainstream beeinflussen zu lassen.” Eingebettet in die Cover “The Trooper” und “Voodoo Child” (als Zugabe) wurden Eigenkompositionen gespielt. Neben Songs der bisher erschienen CDs standen mit “My Guitar” und dem erstmalig live gespielten “Distant World” zwei neue Songs auf dem Programm. Diese sollen auf dem nächsten Album erscheinen. Die kraftvolle Stimme und die Performance von Sängerin Naddy waren das Sahnehäubchen dieser energiegeladenen Show von Blind Man’s Gun. Das war der krönende Abschluss des Festivals.

Setlist Blind Man’s Gun:

  • The Trooper
  • My Guitar
  • Helldorado
  • Inside Out
  • Hands Off
  • Black Night
  • Dragon Lady
  • Distant World
  • Evil Eyes
  • Beyond The Darkness
  • One Thousand
  • Blind Man’s Gun

Zugabe

  • Voodoo Child

Eine Viertelstunde nach Zwei Uhr am Sonntag war das Festival beendet. Leider haben nur noch wenige Fans bis zu dieser späten Stunde durchgehalten. Es war etwas schade, dass die letzte Band vor einem fast leeren Saal spielen musste. Das war aber schon der einzige Kritikpunkt. Die Veranstaltung war mit viel Liebe organisiert, die Umbaupausen erfreulich kurz. Sound und Licht waren sehr gut. Es wurde ein breites musikalisches Spektrum geboten, Rock, Pop und Metal. Ein großes Dankeschön an Franziska und an das Team vom Riders Café.

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