Selene -The Forgotten (Review)

Selene - The ForgottenDas passiert mir in letzter Zeit immer öfters, Bands schreiben mich an, mit der Bitte eine Rezension für ihr neues Album zu schreiben. Das ehrt mich, aber leider kann ich nicht jeden Wunsch erfüllen. Das Debüt-Album der aus dem nordirischen Londonderry stammenden Band Selene  hat mich jedoch vom ersten Hören an begeistert. Immerhin treffen Sängerin Shonagh Lyons und ihre Jungs doch punktgenau meinen Musik-Geschmack.  2013 gegründet, hat der Vierer bisher zwei EP’s veröffentlicht. Nun erscheint mit “The Forgotten” der erste abendfüllende Output.

Selene_2Dorian” startet bombastisch, dann setzen der Double Bass und bratende Gitarren ein, von Streichern unterlegt. Der Gesang von Shonagh ist einfach Hammer, Mezzo-Sopran – aber nicht im typischen Opern-Stil sondern mit einer einzigartigen Stimmfärbung. Großartige Chorusse runden den Song ab. Die Chorusse zu Beginn von “Paradise Over” werden untermalt von donnernden Gitarrenriffs. Auch hier treibt der Double Bass voran. Gegen Ende filigran gespielte Gitarrenmelodien. Mit e-Piano-Klängen startet  “Never-Ending Silence” etwas ruhiger. Goldkehlchen Shonagh zeigt hier, was alles in ihrer Stimme steckt, hoch und sehr klar gesungen. Dazu sind cleane Gitarren und dezent gesetzte Riffs zu hören. “Not Enough” rockt dann schon wieder etwas mehr. Die knallenden Gitarrenriffs werden von Keyboard-Teppichen unterlegt.

Selene_1Fade Away” startet mit akustischer Gitarre und Streichern, dann setzen Riffs  und Schlagzeug ein. Das Tempo wird leicht zurückgenommen. Die Sängerin fühlt sich auch bei nicht ganz so hohen Passagen wohl. Ruhige Piano- und Cello-Klänge machen “Sweetest Dreams” aus. Dazu der ruhige Gesang von Sängerin Shonagh. Später setzen weitere Streicher ein, dazu gibt es dezente Gitarrenriffs. Eine wunderschöne Ballade! “Blind” geht dafür wieder richtig ab. Gitarrenriffs, Double Bass und ausdrucksstarker Gesang! Und gegen Ende ein starkes Gitarrensolo.

Shonagh_Lyons_VocalsMit treibendem Schlagzeug beginnt “Our Story” bevor es etwas ruhiger weitergeht. Im Refrain gibt dann der Double Bass den Rhythmus vor. Und auch Gitarrist John Connor zeigt erneut sein Können. Bei “Blood” wird dann wieder amtlich gerockt, bratende Gitarrenriffs, die Streicher liefern eine ordentliche Portion Bombast dazu. Später dann gibt es dann eingängige aber filigrane Gitarrenlinien. Mit dem Rauschen des Windes und Spieluhrklängen startet das wiederum etwas ruhigere Memories”. Keyboards werden mit Double Bass Rhythmen unterlegt. Passend dazu die eingängigen cleanen Gitarren. Mit Piano-Klängen und Windrauschen endet der Song. Und dann wird noch mal Bombast ganz groß geschrieben. “Piano Black” erinnert mich an frühe Nightwish (mit Tarja). Der Schlusssong ist mit neuneinhalb Minuten der längste Song des Albums, und für mich das absolute Highlight. Hier gibt es alles, was das Symphonic Metal Herz begehrt, knallende Riffs, bombastische Streicher, große Chorusse, ruhige Passagen und eine wunderschöne Sopran-Stimme. Ein episches Meisterwerk!

Selene LogoMit “The Forgotten” ist dem Vierer aus Nordirland ein hammerstarkes Debüt-Album gelungen. Schon der erste Durchlauf hat mich voll überzeugt. Ein abwechslungsreiches Songwriting ist hier gepaart mit starken Arrangements und einer amtlich fetten Produktion. Der Gesang von Shonagh Lyons ist überragend, abwechslungsreich und bis in die großen Höhen sauber eingesungen. Aber auch ihre Mitstreiter bestechen, durch hohes musikalisches Können. Einen ersten Höreindruck des Albums kann man auf der Bandcamp-Seite der Band gewinnen: http://seleneni.bandcamp.com/album/the-forgotten

Lineup:

Shonagh Lyons – Gesang
John Connor – Gitarren, Keyboards
Thomas Alford – Bass
Cameron Åhslund-Glass – Schlagzeug

Label: Selbstvertrieb

VÖ: 19. November 2015

Spieldauer: 53:38

Titelliste:

  • Dorian
  • Paradise Over
  • Never-Ending Silence
  • Not Enough
  • Fade Away
  • Sweetest Dreams
  • Blind
  • Our Story
  • Blood
  • Memories
  • Piano Black

Ein Gedanke zu “Selene -The Forgotten (Review)

  1. Pingback: Selene – The Ravages Of Time | Keep on Rockin'

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