Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9/10
Scarblade wurden 2015 von Sängerin Alicke Kostopoulou (Aliki Kostopoulou, Αλίκη Κωστοπούλου) gegründet. Von 2012 bis 2015 hieß die Band Ruthless Steel und war in der griechischen Hauptstadt Athen ansässig. Eine EP („Die in the Night“, 2013) wurde veröffentlicht Mit der Umbenennung oder eventuell auch kurz danach erfolgte auch der Umzug nach Göteborg (Schweden). Das Debüt-Album „The Cosmic Wrath“ erschien 2016. Offensichtlich waren Scarblade zu dieser Zeit ein Projekt mit wechselnder Besetzung. Das lässt dieses Zitat aus der Presse-Info vermuten.
Einige Jahre später beschloss die Band mit einer festen Besetzung, ihr Comeback zu feiern, indem sie 2023 und 2024 einige neue Songs veröffentlichte.
Somit ist „Ready for Action“ (2024) so etwas wie eine Comeback EP. Zumindest, was Veröffentlichungen angeht. Live war die Band in dieser Zeit durchaus weiter aktive, mit Auftritten in Clubs und auf Festivals. Ende Oktober wird nun das zweite Album „Guardians of Time“ veröffentlicht.
Der Titelsong „Guardians Of Time“ eröffnet das Album mit krachendem Schlagzeugspiel. Gefolgt von eingängigen Gitarren-Melodien. Der kraftvolle Gesang von Alicke Kostopoulou wird angetrieben von der Double Bass. Im Kontrast zu ihrer klaren Stimme stehen einige Growls. Das schnelle Gitarren-Solo ist ebenfalls vom Schlagzeug getrieben. Bei „The Walls“ wird es noch einmal schneller. Die Gitarren galoppieren, die Double Bass wummert. Der Gesang von Alicke klingt ein klein wenig rauer. Später setzt die die Hammond einen Ruhepunkt und der Gesang wirkt verführerisch. Aber das ist lediglich ein kurzes Intermezzo. Im Anschluss sind Scarblade im wahrsten Sinne des Titels „Ready For Action“. Die Hammond wabert und sorgt für einen Touch Retro. Dazu passt dann auch der Refrain sehr gut. Und natürlich haut Josip Markovic ein weiteres Gitarren-Solo raus. Auch bei „Craving Heart“ machen die Musiker keinen Gefangenen. Knallende Riffs und hartes Schlagzeug unterlegen Alickes Gesang. Und wie in „alten Zeiten“ hören wir ein Hammond-Solo, aber leider nur kurz. Das Gitarren-Solo hat dafür eine amtliche Länge. Mit hohen Metal Screams leitet Alicke „Alive“ ein. Der schnelle Gesang wird dann von der Hammond begleitet und vom Schlagzeug angetrieben. Nach ruhiger Einleitung bei „Judas Kiss The Serpent“ ist der Song auch später etwas ruhiger als die vorherigen. Erneut hören wir einen eingängigen Refrain, den man mitsingen möchte. Sehr rhythmisch im Midtempo-Bereich kommt die Metal-Hymne „Damnation“ daher. Die Hammond drängt sich immer wieder in den Vordergrund, während das Schlag den Rhythmus vorgibt. „A Sign Of Heaven“ startet im Stile einer Power-Ballade. E-Piano und Keyboard unterlegen „ahahaha“ Vokalisen. Aber durchgängig ruhig können Scarblade offensichtlich nicht. Eine weitere Midtempo-Hymne. Den Abschluss bildet der Kracher „Blind“. Alicke besticht erneut mit ihren hohen Screams. Dabei wird sie vorangetrieben von Gitarren-Riffs und schnellem Schlagzeugspiel. Ihr Gesang ist auch später etwas rauer. Ein letztes Mal lässt Josip Markovic seien Finger über die Gitarren-Saiten flitzen.
„Guardians Of Time“ ist ein sehr gutes Melodic Metal Album. Aushängeschild ist natürlich die Sängerin. Alicke Kostopoulou kann mit ihrer kräftigen und variablen Stimme auf ganzer Linie überzeugen. Dabei wird sie häufig von ihren Mitmusikern zu gesanglichen Höchstleistungen getrieben.
Scarblade – Guardians Of Time: https://youtu.be/Ed4ACW41wHs?si=3EoZyl1kH0YEVEoH
Lineup:
Alicke Kostopoulou – Lead Vocals
Johan Karl Bernspång – Keyboards, Backing Vocals
Viktor Erik Gustaf Heineson – Drums
Jorge Arturo Alfaro Randel – Bass
Josip Markovic – Guitar
Label: Wormholedeath
VÖ: 30. Oktober 2026
Spieldauer: 38:19
Titelliste:
- Guardians Of Time
- The Walls
- Ready For Action
- Craving Heart
- Alive
- Judas Kiss The Serpent
- Damnation
- A Sign Of Heaven
- Blind


