Splendidula aus Temse (Provinz Ostflandern, Belgien) spielen atmosphärischen Black/Doom Metal. Gegründet wurde die Band 2008 in Genk (Provinz Limburg, Belgien). Aus der Anfangszeit, in der sie sich eher dem Sludge/Doom Metal verschrieben hatten, ist inzwischen niemand mehr dabei. Sängerin Kristien Cools ist seit 2012 in der Band und hat somit alle Alben der Band eingesungen, da das selbstbetitelte Debüt erst 2013 veröffentlicht wurde. In den Folgejahren erschienen diverse Singles und zwei weitere Album. Seit „Somnus“ sind allerdings schon fünf Jahre vergangen. Jetzt ist der Nachfolger „Absentia“ fertiggestellt.
Der Titelsong „Absentia“ steht gleich am Anfang des Albums. Zunächst ist eine tiefe Basslinie zu hören, Danach stark verzerrte Gitarren-Riffs. Der Gesang von Kristien Cools ist ruhig und klingt leicht nasal. Dahinter wummert das Schlagzeug. Als Gesangs- (Growl-) Partner ist Timothy James „Tim“ Yatras (Austere, Autumn’s Dawn, Germ, Ghost Tree) zu hören. Später schreit sich Kristien so richtig die Seele aus dem Leib. Dabei wird sie von Double Bass Attacken angetrieben. Cleane Gitarren sorgen gemeinsam mit dem Bass für ruhigere Abschnitte. „Echoes Of Quiet Remain“ ist etwas schneller. Erneut bestimmt zunächst der klare Gesang, der von hartem Schlagezug unterlegt wird. Die Sängerin wird unterstützt von Aaron Stainthorpe (High Parasite, ex-My Dying Bride). Und dann wieder Kristiens fiese Schreie. Es ist erstaunlich, wie laut und böse die kleine zierliche Frau brüllen kann. Vor allem wenn man dazu im Kontrast ihren klaren, kraftvollen Gesang hört. „Donkerte“ startet balladesk. Kurz darauf harte Riffs von melodischen Synths begleitet. Kristien Cools zeigt, dass sie auch richtig gut sie singen kann. Aber ohne ihr fieses Geschrei geht es auch hier nicht ab. Dieser Song ist wohl der melodische Höhepunkt des Albums. Zu Beginn von „Dalkuldar“ sind ruhige Synthie-Streicher zu hören. Später kommt Sprechgesang von Kristien hinzu. Aber es handelt sich eher um ein kurzes besinnliches Zwischenspiel. Und – Überraschung – ohne jegliche Schreie. Mit diesen startet dann „Kilte“. Man wundert sich, dass die Sängerin davon nicht heiser wird. Und ich denke, auch die Death Metal-Growls stammen von ihr. Dass sie die Schreie klaglos überstanden hat, zeigt sie später in den klaren Gesangs-Passagen. Schlagzeuger Joachim Taminau treibt seine Mitmusiker gnadenlos an. Aber Gitarrist Guy Van Campenhout sorgt zwischenzeitlich gemeinsam mit Sängerin Kristien für ruhige, ja besinnliche Abschnitte. „Let It Come To An End“ wird von Piano-Klängen und harten Riffs eingeleitet. Kristien Cools‘ Gesang klingt wieder leicht nasal, aber mit einer schönen Melodie. Dieses Mal kommen die Growls wohl von Gitarrist Guy Van Campenhout. Aber auch Kristiens Markenzeichen – das abgrundtief böse laute Geschrei – darf nicht fehlen.
Es ist Schwerstarbeit, dem Album „Absentia“ aufmerksam zuzuhören. Die Schreie von Frontfrau Kristien Cools gehen einem förmlich durch Mark und Bein. So viele unterschiedliche stimmlichen Nuancen hört man nur sehr selten. Aber auch die Musiker, allen voran die Shouterin leisten mehr als vierzig Minuten schweißtreibende Schwerstarbeit. Dieses Album spaltet sicherlich die Metal-Gemeinde, so sperrig wie die Songs zum Teil angelegt sind. Alles in allem ist die Musik von Splendidula ein durchaus interessanter Farbtupfer.
Splendidula (feat. Aaron Stainthorpe) – Echoes Of Quiet Remain: https://youtu.be/6tuzT0jWt6A?si=Wms6mba5DR8l2yZu
Lineup:
Kristien Cools – Vocals
Joachim Taminau – Drums, Bass, Synths
Guy Van Campenhout – Guitars, Vocals
Label: Argonauta Records
VÖ: 03. April 2026
Spieldauer: 42:59
Titelliste:
- Absentia (Feat. Tim Yatras)
- Echoes Of Quiet Remain (Feat. Aaron Stainthorpe)
- Donkerte
- Dalkuldar
- Kilte
- Let It Come To An End
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