Die Grandiosität des mediterranen Symphonic Metal
Die Symphonic Metal Band Mystfall stammt aus der griechischen Hauptstadt Athen. Das Aushängeschild der Band ist die Sopranistin Marialena Trikoglou. Sie hat die Band im Jahr 2022 auch gegründet. Ein Jahr später erschien das Debüt-Album „Celestial Vision„. Seinerzeit hatte ich das Songwriting ein wenig kritisiert, das meiner Meinung nach nicht genügend Abwechslung geboten hat. Fast drei Jahre sind ins Land gegangen. Aus dem Sextett wurde ein Quartett. Und auf dem Bandphoto sind nur drei Musiker zu sehen. Nun präsentieren Mystfall uns den Nachfolger „Embers Of A Dying World“.
„Whispers In The Tempest“ startet mit jeder Menge epischen Bombast von druckvollem Schlagzeug begleitet. Der betörende Sopran von Marialena Trikoglou klingt klar und kraftvoll. Die Gitarren-Riffs sorgen für Metal Feeling. Auch das Gitarren-Solo erweist sich dem Genre als würdig. Bei „Embers Of A Dying World“ setzt sich der bombastische Sound fort, unterlegt von viel Double Bass. Neben eingängigen Gesangs-Passagen überzeugt Marialena durch einige zauberhafte Koloraturen. Der Opern-Gesang wird kontrastiert durch böse Growls von Band-Kollegen Stelios Vrotsakis. Erneut krönt ein Gitarren-Solo den Song. Epischer Chor-Gesang leitet „Guardians Of The Earth“ ein. Das Schlagzeug macht Druck und das Gitarrenspiel steuert eingängige Melodien bei. Ruhige Piano- und Streicherklänge leiten das instrumentale Zwischenspiel „The Nectar And The Pain“ ein. Nach kurzzeitigen kraftvollen und epischen Chorussen sorgen erneut Streicher für viel Besinnlichkeit. Zu Beginn von „Sleeper In The Abyss“ sind erneut ruhige Piano-Klänge zu hören. Auch der Gesang ist ruhig und verführerisch. Zwischendurch gibt es auch härtere bombastische Abschnitte, bei denen sich das Tempo jedoch nur unwesentlich erhöht. Die einleitenden Chorusse bei „Fading Memories“ wird von schnellem Schlagzeugspiel angetrieben. Abgesehen von einigen ruhigeren Gesangs-Passagen ist das Tempo doch recht hoch. Zusätzlich steuert Stelios Vrotsakis wieder einige Growls bei. Der Chorgesang zu Beginn von „Crimson Dawn“ ist ruhig. Auch Marialenas Gesang ist zumeist ruhig. Die Growls sorgen gemeinsam mit den Chören hin und wieder für eine leichte Tempo-Verschärfung. Wieder leiten Streicher einen Song ein. Diesmal ist es „Cosmic Legends“. Die Streicher bleiben spätere bestimmend, auch wenn die Rhythmus-Abteilung immer wieder für Härte sorgt. Dafür geht es bei „Echoes Of Arcadia“ von Anfang an hart und schnell zu. Aber Marialena gelingt es überzeugend sich gegen die Instrumentierung durchzusetzen, ohne dass der Gesang schrill klingt. Bis zum letzten Song musste man auf eine Ballade warten. „Remnants Of Tomorrow“ wird von gesprochenen, teils gehauchten Worten eingeleitet. Später vermag Marialena Trikoglou ein letztes Mal den Hörer mit ihrer Stimme förmlich zu verzaubern.
Auf „Embers Of A Dying World“ hören wir tatsächlich grandiosen symphonischen Metal. Und das hat die Band vor allem ihrer Front-Elfe Marialena Trikoglou zu verdanken. Erfreulicherweise bietet das Songwriting auch mehr Abwechslung als das Debüt. Mystfall haben sich auf ihrem Zweitwerk deutlich gesteigert.
Mystfall – Whispers In The Tempest: https://youtu.be/uaopd1mqYq4?si=tstrPFgu-M2Fmp0v
Lineup:
Marialena Trikoglou – Vocals
Aris Baris – Guitar
Stelios Vrotsakis – Bass, Vocals
Dimitris Miglis – Drums
Label: Scarlet Records
VÖ: 20. März 2026
Spieldauer: 38:26
Titelliste:
- Whispers In The Tempest
- Embers Of A Dying World
- Guardians Of The Earth
- The Nectar And The Pain
- Sleeper In The Abyss
- Fading Memories
- Crimson Dawn
- Cosmic Legends
- Echoes Of Arcadia
- Remnants Of Tomorrow
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