Macht euch bereit! Das beeindruckende Hardrock-Trio King’s Vengeance aus Melbourne wird mit der Veröffentlichung seines mit Spannung erwarteten Debütalbums „Overthrown“, das am 21. November 2025 erscheinen soll, die Musikszene in Brand setzen und Lautsprecher zum Bersten bringen.
Große Vorschusslorbeeren. Kann das Album der Australier halten, was die Werbung verspricht? Etwa siebzig Minuten ist das Album lang, mit elf Songs. „King’s Vengeance“ – so heißt übrigens ein Song auf dem 1975er Thin Lizzy Album „Fighting“. Und Thin Lizzy werden neben Judas Priest, Soundgarden auch als Einfluss angegeben. Aber die Iren waren stets mit zwei Gitarristen unterwegs. Die Australier sind lediglich ein Trio mit einer Gitarre. Wie lange King’s Vengeance bereits existieren, bleibt im Dunkeln, vermutlich so ab 2021/2022.
Der eröffnende Titelsong „Overthrown“ startet mit unruhigem Schlagzeug und unruhigen Gitarren. Der Gesang wirkt dann jedoch weniger unruhig. Das Gitarren-Solo wiederum wirkt hektisch. Zu Beginn von „Burn It Down“ sind verzerrte, aber melodische Gitarrenklänge zu hören. Der ruhige Gesang kontrastiert die Härte ein wenig. Noch stärker verzerrt klingen anfangs die Gitarren bei „Mystery“. Insgesamt ist hier auch mehr Pfeffer drin. Auch weil sich das Schlagzeug deutlich mehr in den Vordergrund drängt. Auch das Gitarren-Solo sorgt für mehr Biss, währen der Bass eine solide Grundlage liefert. Aber das Schlagzeug ist deutlich steigerungsfähig, wie „Down“ vom ersten Takt an beweist. Insgesamt ist der Song weniger schnell, dafür eingängig aber genauso energiegeladen. Eine kräftige Bass-Linie leitet „Keep Moving“ ein. Dazu klingen die Gitarren Funky, mit einer Prise Blues Rock. „Saviour“ ist der erste von drei Songs mit einer Spielzeit jenseits der Acht-Minuten-Grenze. Mit harten Schlagzeug- und Gitarren-Klängen als Einleitung. Dann wird es zunächst ruhig. Später wechseln sich ruhige, melodische und härtere respektive schnellere Abschnitte ab. Bei „Enemies“ treiben Schlagzeug und Gitarrenriffs den Sänger regelrecht an. Auch die Ballade „Home“ ist länger als acht Minuten, zunächst sind gezupfte akustisch klingenden Gitarren zu hören, die auch später immer wieder dominieren. Die Krönung ist ein starkes Gitarren-Solo, es scheint, als würde die Gitarre zeitweise die zweite Gesangsstimme sein. „Lie“ ist ein intensiver Song, bei dem nach einer Midtempo-Einleitung das Tempo ein wenig anzieht. Ist „The Gathering Of Armies/Day Of Glory“ ein Doppelsong? Aber zumindest ist es der Längste auf dem Album. Der Einstieg klingt sehr stark verzerrt, dann fallen fast majestätisch klingende Riffs ein. Bemerkenswert ist, dass der längste Song auch der einzige ohne Gesangseinlage ist. Nach einem sehr ruhigen fast balladesken Zwischenspiel steigt der Härtegrad gegen Ende wieder an. Auch der Rausschmeißer „Let Go“ ist abwechslungsreich. Nach besinnlicher Einleitung wird es härter, es bleibt aber relativ ruhig. Erst gegen Ende sorgt das Gitarren-Solo zweitweise für ein wenig Tempo-Verschärfung.
Also das in Brand setzen der Musikszene hätte ich mir ein wenig anders vorgestellt. Und auch meine Lautsprecher bzw. Kopfhörer liefen nicht Gefahr zu bersten. Trotz allem haben King’s Vengeance durchaus ein gutes Album veröffentlicht. Die eingangs erwähnten Einflüsse schillern immer wieder durch. Aber die Band kreiert ihren eigenen Sound, fernab von jeglichem Mainstream. Etwas Metal, etwas Funk, etwas Grunge, etwas Blues/Rock. Ohne sich jedoch dabei zu verzetteln. Und erwartet somit von den Hörern eine intensive Beschäftigung mit der Musik.
King’s Vengeance – Overthrown: https://youtu.be/3w5hRmnmBcE?si=ZhDn35S3bNdl6ge1
Lineup:
Dimitri Stathopoulos – Vocals, Guitar
Chris Stathopoulos – Drums
Bevan Kelly – Bass
Label: Selbstrelease
VÖ: 21. November 2025
Spieldauer: 01:10:04
Titelliste:
- Overthrown
- Burn It Down
- Mystery
- Down
- Keep Moving
- Saviour
- Enemies
- Home
- Lie
- The Gathering of Armies/Day of Glory
- Let Go
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