Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 8,8/10
Sechs Jahre sind vergangen, seit die Hannoveraner Human Fortress ihr letztes reguläres Studio-Album „Reign Of Gold“ veröffentlicht haben. Der 2021er Output „Epic Tales & Untold Stories“ war wohl eher eine EP mit sehr viel Bonus-Material. Aber auch das liegt schon vier Jahre zurück. Es wurde also wieder Zeit. „Stronghold“ ist das siebte Album der im Jahr 1999 gegründeten Power-Metal-Band. Hier gehe ich nicht konform mit dem offiziellen Pressetext, da wie gesagt „Epic Tales & Untold Stories“ kein komplettes Album war.
Das Album startet mit dem Titelsong „Stronghold“, einer großartigen Metal-Hymne. Damit ist sofort klar, was den geneigten Hörer in den nächsten zweiundvierzig Minuten erwartet. Druckvoll und hymnisch geht es mit „The End Of The World“ weiter. Der leicht kratzige und angenehme Gesang von Gus Monsanto wird von Gitarren-Riffs unterlegt, die sich aber nie in den Vordergrund drängen. Dafür sind immer wieder schöne Gitarren-Melodien zu hören. Diese bilden auch die Grundlage für das später zu hörende melodische Solo. Auch wenn der Titel „Pain“ etwas anderes vermuten lässt. Human Fortress bleiben sich treu und schieben die nächste Hymne nach. „Mesh Of Lies“ erschallt dann ein wenig härter aus den Boxen. Ein richtiger Power Metal Kracher mit schnellen Riffs. Der Gesang ist kaum noch kratzig. Gus Monsanto zeigt seine stimmliche Vielfalt. Erneut sorgt das Gitarren-Duo Todd Wolf / Volker Trost für die melodische, teils auch filigrane Umrahmung. Das hymnische „The Abyss Of Our Souls“ startet mit ruhigen Keyboard-Klängen, bevor auch hier die Riffs dominieren. Die Einleitung von „Under The Gun“ bildet eine kurze Basslinie. Dann bewegt sich der von Riffs und Schlagzeug getriebene Song aber erneut im Midtempo-Bereich. Epischen Power Metal bietet auch „Silent Scream“. Wie auch schon auf dem Vorgänger liefern Human Fortress mit „Death Calls My Name“ eine wunderschöne Power-Ballade ab. Der Sänger wir zunächst von sanften Keyboard-Klängen begleitet. Nach etwas härteren Klängen wird es wieder ruhiger. Dieses Wechselspiel kann man über die gesamte Songlänge genießen. Das grandiose Gitarren-Solo ist dann die Krönung des Ganzen. Auch „Road To Nowhere“ startet zunächst ruhig. Dann folgt die nächste epische Power Metal Hymne. Und weil es so schön war, gibt es auch als Rausschmeißer eine Hymne mit „The Darkest Hour“. Dieses Mal jedoch etwas schneller gespielt.
Auf „Stronghold“ beweisen Human Fortress erneut, dass sie Meister schönen, epischen Melodiebögen sind. Mit diesem Album können sie das hohe Niveau des Vorgängers locker halten. Neben den Gitarristen weiß vor allem der Sänger zu überzeugen. Bass und Schlagzeug sorgen für den adäquaten rhythmischen Unterbau.
Human Fortress – The Abyss Of Our Souls: https://youtu.be/sl0XLVbDp1k?si=T4wg_sDSXUdjushC
Lineup:
Gus Monsanto – Vocals
Todd Wolf – Guitars
Volker Trost – Guitars
Axel Herbst – Keys
André Hort – Bass
Apostolos Zaios – Drums
Label: Massacre Records
VÖ: 17. Oktober 2025
Spieldauer: 42:08
Titelliste:
- Stronghold
- The End Of The World
- Pain
- Mesh Of Lies
- The Abyss Of Our Souls
- Under The Gun
- Silent Scream
- Death Calls My Name
- Road To Nowhere
- The Darkest Hour
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