Die Symphonic Doom Metal Band Infirmum wurde 2019 in Finnland gegründet. Entstanden aus dem Black/Doom Metal Solo-Projekt Kuolonkoura von Multi-Instrumentalist Timo Solonen. 2020 wurde das Debüt „Walls of Sorrow“ veröffentlicht. Zwei Jahre später erschien die EP „The Great Unknown“. der wohl einschneidendste Besetzungswechsel war wohl der der weiblichen Gesangs-Stimme. Anna Rose verließ die Band. Ersatz wurde schnell gefunden, mit Sabine Blodwin aus Brasilien. Nun ist das zweite Album „From The Depths I Cried“ fertiggestellt.
„The Pact“ ist mit etwas mehr als neun Minuten Spielzeit der längste Song des Albums. Sphärische Soundspielereien leiten diesen kurz ein. Aber schon bald schlägt die Düsternis voll durch. Dann sind die abgrundtief bösen Growls von Bassist Taka Eliel zu hören. Konterkariert durch den ätherischen Gesang von Sabine Blodwin. Die daruntergelegte Keyboard Melodie macht das Maß an Düsternis voll. Gemeinsam mit den Gitarren-Riffs. „Everlasting“ ist noch ruhiger. Noch gefühlsbetonter und theatralischer. Auf und abschwellende Keys sind zu hören. Aber auch Gitarren-Melodien. Erneut erklingt das Wechsel-Spiel die Schöne und das Biest. Bei „Burn“ gibt es neben den schweren Gitarren auch hartes Schlagzeugspiel. Im Vergleich zu vorher klingen einige Gitarren-Passagen schon fast beschwingt. Und die Sängerin singt dazu in hohen Tönen. Diese Gegensätzlichkeit von Düsternis und etwas beschleunigten Abschnitten sorgt für jede Menge Kontrast. Dazu trägt auch die Double Bass bei. Harte Riffs gibt es zu Beginn von „Deception“. Dazu gibt das Schlagzeug den Rhythmus vor. Deutlich kann man hier das Cello hören. Ein interessanter Farbtupfer, den man im Doom Metal nicht allzu häufig hören kann. „Peace“ startet mit Windgeräuschen und erstaunlich cleanen Gitarren. Zunächst ist das Cello melodie-führend. Ruhig und besinnlich, ja balladesk. Aber schon bald setzen die fiesen Growls ein. Mit der Ruhe ist es vorbei. Aber man hört erneut auch ihre bezaubernde klare Stimme. Dazwischen gibt es immer wieder besinnliche Teile. Ein wahre Achterbahn-Fahrt. Dahingegen wirkt „Ephemeral“ schon fast episch. Der Song wirkt vor allem durch die Gitarren- und Cello-Soli. Und das e-Piano-Outro. Beim Schlusssong „Icamiabas“ gehen die Finnen ein letztes brachial zu Werke. Nachdem das anfängliche Vogel-Gezwitscher beendet ist. Aber auch hier werden immer wieder melodische Passagen eingebaut. Neben den Grow lässt Sabine Blodwin auch immer wieder ihren klaren Sopran erschallen.
Mit „From The Depths I Cried“ haben Infirmum ein feines Teil atmosphärischen Doom Metal rausgehauen. Ein Album, dass durch Abwechslung punkten kann. Für mich überragend ist die Wandlungsfähigkeit der Stimme von Sabine Blodwin. Und ihr Partner Taka Eliel growlt so böse, wie man es durchaus nicht oft hört.
Infirmum – Burn: https://youtu.be/7QFmLQ2g52c?si=tbopKha2u14Pk4Df
Lineup:
Sabine Blodwin – Vocals
Taka Eliel – Vocals, Bass
Erna Siikavirta – Keyboards
Joonas Siikavirta – Guitar
Timo Solonen – Guitar
Hanna-Leena “Hanska” – Drumms
Elya – Cello
Label: Selbstrelease
VÖ: 27. September 2024
Spieldauer: 52:30
Titelliste:
- The Pact
- Everlasting
- Burn
- Deception
- Peace
- Ephemeral
- Icamiabas

