Aeonian Sorrow – A Life Without

Bewertung: 9/10

Aeonian Sorrow - A life Without (3000 x 3000)Seit einigen Jahren bin ich ein riesiger Fan dieses Genres – Melodic Death/Doom Metal oder speziell Funeral Doom. Und genau den zelebriert auch die Multi-Kulti-Truppe Aeonian Sorrow. Gegründet wurde die Band 2015 von der der griechischen Sängerin Gogo Melone. Sie scharte hervorragende Musiker aus Finnland und Rumänien um sich. Nach einer ersten Single (2017) wurde im März 2018 das Debüt-Album “Into The Eternity A Moment We Are” veröffentlicht. Mit diesem Album ging die Band auch auf Europa-Tour. Ich hatte das Vergnügen Aeonian Sorrow im vergangenen Jahr live in Hamburg zu erleben, als Opener für Swallow The Sun. Anfang 2020 wurde die EP “A Life Without” mit vier neuen Songs veröffentlicht, zunächst digital, später auch als physische CD.

Band PhotoVier Songs finden sich auf dieser EP, mit einer Gesamtspielzeit von mehr als dreißig Minuten. Bei manch anderer Band sind reguläre Alben kürzer. Aber Aeonian Sorrow spielen wie gesagt Funeral Doom. Und da sind die Songs nicht nur langsam, sondern haben häufig Überlänge. Somit bleibt viel Zeit einen Song sich so nach und nach entwickeln zu lassen. Der Opener ist dafür schon mal ein gutes Beispiel. Er startet mit ruhigen e-Piano und anderen Keyboard/Synthesizer-Klängen. Später kommt ruhiges und rhythmisches Schlagzeugspiel dazu. Auch die abgrundtief bösen Growls (Ville Rutanen) ordnen sich dieser kontemplativen Grundstimmung unter. Und klingen obendrein hochmelodisch. Nach drei Minuten setzen die Gitarren ein. Weitere drei Minuten später erklingt dann der betörende Gesang von Sängerin Gogo Melone. So wird regelrecht ein großer Spannungsbogen aufgebaut. Der längste Song “One Love” entführt den Hörer für etwas mehr als zehn Minuten in die doomigen Klangwelten. Für die metallische Härte sorgen nicht nur die Growls sondern vor allem auch die düsteren Riffs der tiefer gestimmten Gitarren. Im kürzesten Album-Track “My Solitude” zieht das Tempo ein wenig an. Und die Sängerin singt in etwas tieferen Tonlagen. Hier wird das starre musikalische Konzept des Funeral Doom ein wenig beiseitegeschoben, was natürlich für Abwechslung sorgt. Aber schon beim Schlusssong “Hopeless Suicide” wird die Musik wieder massiv entschleunigt. Langsame Piano-Klänge, begleitet von Synthies umschmeicheln den ätherischen Gesang. Die Growls drücken erneut aufs Gemüt.

Wie ich schon sagte, ich liebe diesen Sound. Und Aeonian Sorrow präsentieren ihn perfekt. Trotz aller Ruhe in den Songstrukturen werden die fünfunddreißig Minuten nie langweilig. Ich kann diese EP jedem Metal Fan nur empfehlen. 

Aeonian Sorrow – The Endless Fall Of Grief: https://youtu.be/4Yembs-UbD8

Lineup:

Pyry Hanski – Bass
Taneli Jämsä – Guitars
Gogo Melone – Vocals (female), Keyboards
Daniel Neagoe – Drums
Jukka Jauhiainen Guitars
Ville Rutanen – Vocals (harsh)

Label: Selbstrelease

VÖ: 27. Januar 2020 (digital) / 7. Februar 2020 (CD)

Spieldauer: 35:44

Titelliste:

  • The Endless Fall Of Grief
  • One Love
  • My Solitude
  • Hopeless Suicide

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