Elyose – Reconnexion

Bewertung: 8/10

Reconnexion_cover_1024x1024Sängerin Justine Daaé und Bassist Ghislain Henry gründeten Elyose im Jahre 2009. Unter dem Namen “Théogyne” erschien zunächst eine EP und später auch das Debüt-Album. Vor drei Jahren wurde dann “Ipso Faco” veröffentlicht. Für das dritte Album “Reconnexion” wurde eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne auf Indiegogo gestartet. 117% des Zielbetrages wurden gesammelt. Das Ergebnis liegt jetzt vor, und kann als CD oder digitalen Download erworben werden.

Schallplattenkratzen, Vogelgezwitscher und Kinderstimmen bilden den Auftakt von “Un autre été”. Zu diesen zum Teil elektronischen Spielereien gesellen sich dann bratende Gitarren und druckvolles Schlagzeug.  35201907_1834552529938884_2862520373352595456_nAlso die typischen Zutaten von Electronic Industrial Metal. Allerdings werden die Industrial-Elemente nicht überstrapaziert. Die Franzosen zeigen, dass sie in der Lage sind, eingängige Melodien zu komponieren. Und Sängerin Justine Daaé hat eine angenehme und kräftige Stimme. Bei “Psychosis” wird Justine’s Gesang dann auch durch Growls kontrastiert. Bei dem Midtempo-Song “De tout là-haut” hört man den Bass so richtig wummern, aber auch eingebettet in melodische Hooklines. Weiterer Anspieltipp ist “Mes 100 ciels”. Neben Synthie-Klängen gibt es hier teilweise verfremdete Gesangslinien. Und Gast-Rapper Aurel sorgt für ein ganz eigenes Flair. Dabei wird die Rap-Anteil aber dezent eingesetzt. Hochgeschwindigkeits-Metal, der teilweise hektisch klingt, gibt es bei “La veuve noire” zu hören. Akustisch klingt “Reconnexion” aus. “Contretemps” ist somit die Ballade des Albums. Der Gesang von Justine wird hier lediglich von Akustik-Gitarren begleitet. Hier kann die zierliche Sängerin noch einmal brillieren und die Wandlungsfähigkeit ihrer Stimme unter Beweis stellen.

Sehr viele Bands aus Frankreich haben eine Abneigung gegen Englisch und schreiben die Texte ausschließlich in ihrer Muttersprache. Da machen Elyose keine Ausnahme. Das hat Vor- aber auch Nachteile. Englisch mit französischem Akzent klingt nicht wirklich gut. Aber leider kann man die französischen Texte dann nicht verstehen. Es verleiht den Bands aber einen gewissen Exoten-Status. Diesen erarbeiten sich Elyose jedoch nicht nur durch ihre Lyrics sondern vor allem auch durch ihre Kompositionen und Arrangements. Weit ab von jeglichem Mainstream, sind die Songs aber trotzdem sehr eingängig. “Reconnexion” ist meines Erachtens das bisher beste Album der Band.

ELYOSE – Mes 100 ciels (M100C) feat. Aurel: https://youtu.be/CAwDBV5kBJ4

Lineup

Justine Daaé – Vocals
Ghislain Henry – Bass
Marc De Lajoncquière – Guitars
Pat Kzu – Drums
Flo Lemonnier – Growls (live)

Label: Selbstvertrieb

VÖ: 27. September 2018

Spieldauer: 47:42

Titelliste:

  • Un autre été
  • Psychosis
  • De tout là-haut
  • Asymétrie
  • Folle alliée
  • Mes 100 ciels
  • À cœur perdant
  • La veuve noire
  • Les mots qui me viennent
  • Contretemps (acoustic)

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