Powerwolf – Blessed & Possessed (Review)

AlbumArt_{43B9B9B2-2CF2-4406-855E-3BC24C2ADDA4}_LargeIch kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass ich (fast) seit der ersten Stunde ein Fan des Wolfsrudels bin, seit dem Auftritt im MarX (Hamburg) als Anheizer für Candlemass, im Jahre des Herren 2007. Schon damals begeisterte mich der druckvolle Sound der Saarländer und die unvergleichliche Hammer-Stimme von Frontwolf Attila Dorn. Nun liegt der Nachfolger des Nummer Eins Albums “Preachers Of The Night” vor. Und “Blessed & Possessed” schließt sich nahtlos an die früheren Heldentaten der Wölfe an.

powerwolf-2015-4Gewohnt hymnisch startet das Album mit dem Titelsong. Man merkt sofort, das Rudel ist in voller Bewegung, entsprechend schnell dröhnen die Hooks aus dem Kopfhörer, vorangetrieben durch ein wahres Double Bass Gewitter. Auch bei “Dead Until Dark” gönnt die Band dem Zuhörer keine Atempause. Erneut gibt der Double Bass das Tempo vor. Und Gitarren sowie Gesang halten da ganz locker mit. Dazu ein geiles Gitarrensolo in der Mitte. In “Army Of The Night” kommt neben den Gitarren auch das Keyboard zum Einsatz. Gegen Ende dann ein Wechselspiel zwischen den Saiten- und Tasteninstrumenten. “Armata Strigoi” startet mit Gitarren-Hooks, bevor der Song rhythmisch weitergeht. Es sind folkloristische Elemente herauszuhören. Und gegen Ende ein sehr melodisches fast schon untypisches Gitarrensolo. Mit äußerst melodischen Gitarren-Hooks startet “We Are The Wild”. Eine typische Powerwolf Midtempo Hymne mit einem eingängigen Refrain, den man schon nach dem ersten Hören mitheulen kann. Gegen Ende wieder geniale Gitarren-Hooks.

powerwolf-2015-5Bei “Higher Than Heaven” gibt’s dann wieder ordentlich Speed. Keyboard-Teppiche untermalen die vorantreibenden Rhythmus-Gitarren und den Double-Bass. Auch bei “Christ & Combat” drücken Powerwolf auf die Tube. Hier ein Wort zu Attila Dorns gesanglicher Leistung. Er setzt allen Songs das sprichwörtliche Sahnehäufchen. Spielend kann er dem Druck und der Geschwindigkeit der Rhythmusabteilung Paroli bieten. Für mich gehört er eindeutig zu den absolut besten Metal-Sängern der Gegenwart. “Sancta Dominus” ist eine typische Metal-Hymne der Marke Powerwolf, mit viel Bombast und zum Teil sakralen Keyboard-Klängen. So würde es klingen, wenn die Sonntags-Messe mit Metalklängen unterlegt würde. Halleluja!

powerwolf-matthew-greywolf-2015-1Auch “Sacramental Sister” klingt typisch nach dem Wolfsrudel. Die Tempo wird etwas herausgenommen. Attilas Gesang wird von starken Gitarrenriffs unterlegt. Eine Power Metal Hymne vor dem Herrn! Gegen Ende gibt’s dann noch ein Klasse Gitarrensolo auf die Ohren. Bei “All You Can Bleed” treibt dann erneut der Double Bass das Tempo in die Höhe. Auch hier lädt ein eingängiger Refrain zum Mitsingen ein. Und der Rhythmus verleitet zum Mitbangen. Ein schnell gespieltes virtuoses Gitarrensolo leitet dann das Ende des Songs ein. Und der Rausschmeißer “Let There Be Night” ist dann noch Mal eine wahre Metal Hymne. Ausladende Keyboard-Teppiche prägen den Sound, Goldkehlchen Atilla Dorn holt noch einmal alles aus seiner Stimme heraus. Das Tempo wurde deutlich zurückgenommen. Geniales Gitarrensolo. Der epischste Song des Albums und zugleich krönender Abschluss.

Sicher, Powerwolf haben den hymnischen Power-Metal nicht neu erfunden. Aber sie haben ihre ureigene Vision und die ziehen sie auf sehr hohem Niveau konsequent durch. Tempomäßig gönnen die Musiker sich selbst und dem Hörer keine Ruhepause. Die meisten Songs sind deutlich schneller als auf dem Vorgänger. Den Saarländern ist ein würdiger Nachfolger des 2013er Nummer Eins Albums “Preachers Of The Night” gelungen, das selbst wieder ein heißer Anwärter ist, die Pool-Position der deutschen Album-Charts zu erklimmen!

Lineup:

Attila Dorn – Gesang
Charles Greywolf – Bass, Rhythmusgitarre
Falk Maria Schlegel – Orgel
Roel van Helden – Schlagzeug
Matthew Greywolf – Lead- und Rhythmusgitarre

Label: Napalm Records

VÖ: 17.07.2015

Spieldauer: 45:48

Titelliste:

  • Blessed & Possessed 
  • Dead Until Dark 
  • Army Of The Night 
  • Armata Strigoi 
  • We Are The Wild 
  • Higher Than Heaven 
  • Christ & Combat 
  • Sanctus Dominus 
  • Sacramental Sister 
  • All You Can Bleed 
  • Let There Be Night

3 Gedanken zu “Powerwolf – Blessed & Possessed (Review)

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