SilentLie – Layers Of Nothing

SILENTLIE-covert-artwork-by-Pierre-Alain-D_3mmi-Design-HIGH-RESOLUTION-SQUARE-CD-format-RGBObwohl bereits im Jahr 2005 gegründet, hat die Band aus dem italienischen Triest erst eine EP veröffentlicht. Und nun erscheint im zehnten Jahr des Bestehens das Debutalbum. Metal, Female Fronted und aus Italien? Da assoziiert man doch eigentlich eine Mischung aus Nightwish und Rhapsody! Weit gefehlt. Es gibt modernen Hardrock bzw. Metal mit einer düsteren Atmosphäre auf die Ohren. Dazu die kraftvolle Stimme von Sängerin Giorgia Sacco Taz. Aufgenommen und gemischt wurde das Album in den Fear Studios in Ravenna (Extrema, Blaze Bailey, DGM) und gemastert in den Finnvox Studios (Nightwish, Apocalyptica, Children Of Bottom) von Mika Jussila. Herausgekommen ist ein Album mit einem amtlich fetten Sound.

Nach kurzem Intro startet der Opener “Unbreakable” und zeigt gleich, wo’s langgeht. Bratende Gitarrenriffs und die dunkle kräftige Stimme von Sängerin Giorgia. Sehr rhythmisch zeigt sich das Gitarrenspiel in “Invisible Fall”, dazu dezent eingesetztes e-Piano. Im Titelsong “Layers Of Nothing” sind dann zusätzlich hin und wieder Streicher zu hören sowie ein eingängiger Refrain. In der zweiten Hälfte des Songs gibt’s dann noch ein starkes Gitarrensolo. “Slave” startet mit harten etwas düster klingenden Riffs und treibendem Schlagzeug. Die Riffs prägen den gesamten Song und geben ihm einen doomigen Anstrich. Gegen Ende setzten dann wieder dezente e-Piano-Klänge weitere Akzente.

“My Scream Is Silence” startet balladesk, bevor auch hier die riffenden Gitarren einsetzen. Dank des e-Pianos und den teilweise locker-flockigen Girarren-Hooks wird eine leichte Pop-Note in den Song eingeprägt. Zur Mitte hin gibt’s ein erneutes starkes Gitarrensolo. Auch “The Worst Enemy” startet poppig. Das ist wohl der radio-kompatibelste Song des Albums. Wunderschöne Melodien, zum Teil unterlegt von Gitarrenwänden. Und auch hier, in der zweiten Hälfte, ein Gitarrensolo.

SILENT LIEBei “Change” dominieren die düsteren Riffs der Marke Black Sabbath oder auch Candlemass. Hier drängt sich durchaus auch der Vergleich zu Avatarium (Band des Candlemass Masterminds Leif Edling) auf. Für mich der wohl stärkste Song des gesamten Albums. “We are Wolves” beginnt psychedelisch angehaucht bevor er so richtig los rockt. Man kann sich das Wolfsrudel, das gemeinsam auf Jagd geht, bildlich vorstellen. Die rockenden Gitarren werden von dezenten Keyboard-Teppichen unterlegt. Auch in diesem Song gibt’s wieder ein Hammer-Gitarrensolo.

Anschließend ist mit “Anger” eine Verschnaufpause angesagt. Eine wunderschöne Power-Ballade, mit Gitarrenriffs, schönen Melodie-Bögen und daruntergelegten Keyboard-Teppichen. Der Rausschmeißer “Dark Nights”wirkt dann noch ein mal etwas poppig dank der elektro-pop artigen Keyboards, aber auch hier ohne in’s Seichte abzurutschen. Dafür sorgen die prägenden Gitarrenriffs und erneut ein klasse Gitarrensolo.

Ein absolut überzeugendes Debut der Italiener. Ich habe das Album inzwischen mindestens ein Dutzend Mal gehört, ohne das es langweilig wurde. Auf die weitere Entwicklung von SilentLie darf man durchaus gespannt sein. Wir wollen nur hoffen, dass nicht erneut zehn Jahre in’s Land gehen, bevor der Nachfolger erscheint.

Lineup:

Giorgia Sacco Taz – vocals
Luigi Pressacco – guitars
Davide Sportiello – bass/keyboards
Andrea Piergianni – drums

Label: Bakerteam Records

VÖ: 14. April 2015

Spieldauer: 47:37

Tracklist:

  • Unbreakable
  • Invisible Fall
  • Layers Of Nothing
  • Slave
  • My Scream Is Silence
  • The Worst Enemy
  • Change
  • We Are Wolves
  • Anger
  • Dark Nights

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