Vor drei Jahren haben Iron Savior mit „Firestar“ ihr letztes reguläres Album veröffentlicht. 2025 wurde ein Doppel-Album mit neu aufgenommenen Songs aus ihrer dreißigjährigen Geschichte nachgeschoben. Und im März erscheint „Awesome Anthems Of The Galaxy“ mit siebzehn Cover-Versionen von großen 80er Jahre Pop-Hits, gehievt in das Metal-Universum.
Das Album startet mit dem Titelsong aus dem Film „Fame – Der Weg zum Ruhm“ im Original gesungen von Irene Cara. Diese Version ist natürlich eindeutig härter. Vor allem der Gesang von Piet Sielck. Trotzdem ist der Wiedererkennungswert sehr hoch. Später folgt mit „What A Feeling“ (aus „Flashdance“) ein weiterer Filmmusik-Hit der Sängerin. „Maniac“ vom amerikanischen Sänger Michael Sembello wurde bereits sehr oft gecovert, u.a. von bereits genannter Irene Cara. Aber auch von Firewind, Avantasia oder Omnium Gatherum. Nun reihen sich Iron Savior in diese lange Liste ein. Auch hier gelingt es den Musikern diesen mehrfach Platin-veredelten Hit authentisch auf Power Metal zu trimmen. Ähnlich wie den a-ha -Klassiker „Take On Me“. Mit „Here Comes The Rain Again“ landete das Synthie-Pop Duo Eurythmics (Dave Stewart und Annie Lennox) 1984 einen Hit. Hier erwacht der Song zu neuem Metal-Leben. Natürlich werden dabei auch so einige Synthie-Klänge eingebaut. So ist es dann auch mit „Forever Young“ (Alphaville, Deutschland), der ebenfalls 1984 veröffentlicht wurde. Und von vielen Sänger und Bands zuvor neu eingespielt wurde (Axel Rudi Pell, Blutengel, Anastacia). Ein weiterer Filmsong ist „She’s Like The Wind“ aus dem Film „Dirty Dancing“, gesungen von Patrick Swayze aus dem Jahr 1987. Statt sanfter Pop-Schnulze harter. aber melodischer Metal. Der US-Band Blondie um Sängerin Debbie Harry gelang in den siebziger und achtziger Jahren die Gratwanderung zwischen Pop und Rock. Mit „Call Me“ veröffentlichte die Band 1980 einen Welthit, der auch heute noch von Rock-Radio-Stationen gespielt wird. Nach u.a. In This Moment, Franz Ferdinand und The 69 Eyes gehören nun Iron Savior zu den Bands, die diesem Song ihren eigenen Stempel aufprägten.
Häufig denken Rock und Metal Fans Pop-Musik ist billig gemacht. Dem ist nicht so. Die Komponisten, Produzenten und Künstler hatten oft ein gutes Händchen für eingängige Melodien, ausgefeilte Arrangements, zündende Harmonien. Aber häufig waren die Arrangements auf den Massenmarkt der jeweiligen Zeit ausgerichtet. Diese Pop Schmonzetten waren zumeist weichgespült, die Veröffentlichungen sollten in die Charts einziehen und Geld in die Kassen der Plattenfirmen spielen. Aber das eigentliche Song-Material war so gut, dass später Cover-Versionen mit unterschiedlichen Stilrichtungen die Musik einem noch breiteren Publikum zugänglich machten. Auch eine Reihe von härteren Rock- und Metal-Bands haben sich der Songs angenommen. Nun auch Iron Savior, die deutlich zeigen, dass die Musik auch zu Heavy und Power Metal passt, vorausgesetzt man passt Instrumentierung und Arrangements entsprechend an.
Iron Savior – Take On Me: https://youtu.be/NS7wH7OBlBE?si=aaYEn-It7AQYSpvP
Lineup:
Piet Sielck – Guitars, Lead Vocals
Joachim „Piesel“ Küstner – Guitars, Backing Vocals
Patrick Opitz – Bass Guitar, Backing Vocals
Patrick Klose – Drums, Percussion
Label: Perception Records / Reigning Phoenix Music (RPM)
VÖ: 27. März 2026
Spieldauer: 01:10:29
Titelliste:
- Fame
- All I Need Is A Miracle
- When The Rain Begins To Fall
- Maniac
- Take On Me
- Relax
- What A Feeling
- Against All Odds
- Separate Ways
- Suburbia
- Here Comes The Rain Again
- She’s Like The Wind
- (I Just) Died In Your Arms
- Forever Young
- Since You Been Gone
- Call Me
- Catch Me I’m Falling
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