Bewertung
Album (40%): 8/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 8/10
ø: 8,2/10
Crystal Tears sind eine griechische Metal Band, die seit 1997 aktiv ist. Einzig verbliebenes Mitglied aus dieser Zeit ist Schlagzeuger Chrisafis Tantanozis. In der aktuellen Besetzung spielt die Band bereits seit 2019 zusammen. Neben drei Demos und diversen Singles wurden auch vier Alben veröffentlicht. Das letzte „Decadence Deluxe“ stammt aber auch bereits aus dem Jahr 2018. So kann man nach acht Jahren Pause wohl von einem Comeback sprechen. Und „Athanato“ ist das erste Album in der derzeitigen Besetzung. Als Gäste konnten der schwedische Gitarrist Mike Wead aka Mickael Vikström (u.a. Candlemass, King Diamond, Memento Mori), die schwedische Sängerin Helena Josefsson (Sandy Mouche) sowie der britische Sänger und Gitarrist Jay Walsh (Bull-Riff Stampede, Fourwaykill, Xentrix, ex-Blaze Bayley) gewonnen werden. „Athanato“ wurde bereits im September letzten Jahres von der Band selbst veröffentlicht. Nun erscheint die CD auf dem belgischen Label Gio Smet Records.
Der Titelsong „Athanato“ eröffnet das Album mit zunächst ruhigen Gitarrenklängen. Aber dann wird es leicht thrashig mit sehr rauem Gesang. Doch immer wieder blitzen auch gefällige Melodien durch. Bei „Bloodstorm“ knallen die Riffs ebenfalls aus den Boxen. Mike Wead steuert ein starkes Gitarren-Solo bei. Der Gesang auf „Naked“ kommt von Helena Josefsson. Zu Beginn flüstert sie, später singt mit hoher und weicher Stimme. Dazu bestimmen Riffs den Rhythmus. Ein starkes Gitarren-Solo rundet das Ganze ab. Dieser Song steht ganz klar im Kontrast zum Rest und bringt eine neue Klangfarbe auf das Album. Melodische Gitarren leiten „All Sins Remembered“ ein. Später dominieren Riffs und die Reibeisen-Stimme von Antony Hämäläinen. Auch bei „Crawl Into Your Grave“ geht es so richtig ab. Das noch eine Spur aggressiver geht, beweist „Ghostdance“. Stellenweise klingt der Gesang ruhiger und dann auch weniger kratzig. Aber auch hier hören wir immer wieder schöne Melodien. Ähnliches kann man auch zu „Ov Flesh And Pain“ sagen. Hier wird beim Tempo jedoch noch eine Schippe draufgelegt. „Nosi Balasi“ ist ein Cover der 1989er Single der philippinischen Sängerin Sampaguita (mit bürgerlichem Namen Maria Teresa Alfonso aka Tessy Alfonso). Und das ist zwar deutlich härter, auch dank des rauen Gesangs. Es ist jedoch gut gelungen und hievt den Song in Heavy Metal Gefilde. Bei dem sehr melodischem Instrumental-Stück „Eros And Psyche“ zeigen Crystal Tears ihre musikalischen und technischen Fähigkeiten. „Chaos Thy Name“ tendiert in Richtung Speed Metal. Den Abschluss bildet das Guns N’ Roses Cover „You Could Be Mine“. Ein Highlight auf dem Album. Antony Hämäläinen singt hier im Duett mit Jay Walsh.
Mit „Athanato“ haben Crystal Tears ein gutes Metal Album veröffentlicht – hart, kompromisslos und abwechslungsreich. Allerdings muss sich der Hörer mit dem fast durchgängig zu hörenden rauen Gesang von Antony Hämäläinen anfreunden. Ist einem das gelungen, dann möchte man sich das Album immer wieder anhören.
Crystal Tears – You Could Be Mine: https://youtu.be/XZz3Qujnw5o?si=acHDpUmx17xOFdhR
Lineup:
Antony Hämäläinen – Vocals
Kostas Sotos – Guitars
Alex Chamalidis – Bass
Chrisafis Tantanozis – Drums
Label: Gio Smet Records
VÖ: 13. März 2026
Spieldauer: 44:34
Titelliste:
- Athanato
- Bloodstorm (feat. Mike Wead)
- Naked (feat. Helena Josefsson)
- All Sins Remembered
- Crawl Into Your Grave
- Ghostdance
- Ov Flesh And Pain
- Nosi Balasi
- Eros And Psyche
- Chaos Thy Name
- You Could Be Mine (feat. Jay Walsh)
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