Aeon Gods – Reborn To Light

Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9/10

Aeon Gods aus Lübeck (Schleswig-Holstein, Deutschland) wurden 2022 gegründet, von ehemaligen Mitgliedern der Symphonic Metal Band Aeternitas. Mit einem neuen musikalischen Konzept. Zwei Jahre später erschien „King Of Gods“ mit zehn Power Metal Hymnen zum Themenbereich der babylonischen und sumerischen Mythologie. Im Interview deutete Mastermind und Sänger Alex Hunzinger an, dass sie sich im zweiten Album den ägyptischen Mythen zuwenden wollen. Und dieses erscheint im Februar unter dem Titel „Reborn To Light“. Eine Umbesetzung ist zu erwähnen, Gitarrist Nino Helfrich wird ersetzt durch Pat Hesse.

From the chaos rose the dawning
Bringing order to day
Chasing shadows away
This will bring a first day’s morning
Harmony prevails
(Auf Deutsch:
Aus dem Chaos entstand die Morgendämmerung,
die Ordnung in den Tag brachte
und die Schatten vertrieb.
Dies wird den ersten Morgen bringen,
an dem Harmonie herrscht)

So lauten die Zeilen des Refrains von „Birth Of Light“ – der epischen Hymne, mit der das Album startet. Und von Beginn an powern die Nordlichter richtig los. Das neu erscheinende Sonnlicht wird mit epischen Chorussen gefeiert. Und der ägyptische Sonnengott Ra (bzw. Re) wird in „Flames Of Ember Dawn“ eingeführt. Eine nicht minder überzeugende Hymne. Das „Amduat“ ist „Die Schrift der verborgenen Kammer“ das älteste altägyptische Literaturwerk der „Jenseitsbücher„. Und diesem sind die nächsten vier Songs gewidmet – „Barque Of Millions“, „The Sacred Union“, „Soldiers Of Re“ und „Reborn To Light“. Songs, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Nach einer großartigen Power-Ballade folgen eine erneut mit hoher Geschwindigkeit gespielte Hymne, ein rhythmischer, getragen wirkender Song, sowie ein Speed Metal-Kracher. Im Zentrum der Texte steht erneut der ägyptische Sonnengott, hier als „Re“ benannt. In „Feather Or Heart“ wird Anubis aus der Dämmerung geboren. Der Gott Totenriten und der Mumifizierung, der häufig als Mensch mit einem Hunde- bzw. Schakal-Kopf dargestellt wird. Die Midtempo-Hymne startet mit einem mehrstimmigen Satzgesang. Die letzten drei Songs sind dem Untergang des Reiches von Re gewidmet („Re’s Dying Reign“). Zu Beginn von „Rebellion“ wird kurz ein Teil der Geschichte des Sonnengottes erzählt. Aber der Untergang hat bereits begonnen. Ausgerechnet die Göttin der Liebe und der Frauen Hathor, wird in „Blood And Sand“ von den Göttern gesendet, um Sünder zu suchen und zu töten. Dazu sind kraftvolle, ja hymnisch-kämpferische Melodien zu hören. „Farewell“ ist der Abgesang der Götter, insbesondere von Re. Die Menschheit hat sich abgewandt und steht den Göttern feindlich gegenüber. Ein großes Maß an Enttäuschung und Frustration ist nicht zu überhören. Aber auch die Rückbesinnung auf vergangene schöne Zeiten. Eine letzte kraftvolle Hymne.

Im alten Ägypten gab es eine schiere Vielzahl von Göttern. Da ist es nicht möglich, alle in den Songs zu würdigen. Trotzdem fehlen meines Erachtens noch einige wichtige. Egal, entscheidend ist die Musik. Und da haben sich Aeon Gods im Vergleich zum Album-Debüt deutlich gesteigert. Neun großartige und auch abwechslungsreiche Metal-Hymnen sowie eine Ballade sorgen für jede Menge Hörspaß. Ich bin jetzt schon gespannt in welche alte Götterwelt die Reise der Aeon Gods weitergehen wird.

Aeon Gods – Birth Of Light: https://youtu.be/dpD6ITazOOE?si=rL7NBFN0A_MKML00

Lineup:

Alex ʹSol’Ra-tuʹ Hunzinger – Voice of the Gods (Vocals)
Anja ʹSu’en -Chelʹ Hunzinger – Harmony of the Gods (Keyboards)
Robert ʹAbzu’Keanʹ Altenbach – Power of the Gods (Guitar)
Pat ʹUr’Athtarʹ Hesse – Steel of the Gods (Guitar)
Elias ʹIš’Taruʹ Knorr – Thunder of the Gods (Drums)

Label: Scarlet Records

VÖ: 20. Februar 2026

Spieldauer: 44:44

Titelliste:

  • Birth Of Light
  • Flames Of Ember Dawn
  • Barque Of Millions (Amduat pt. I)
  • The Sacred Union (Amduat pt. II)
  • Soldiers Of Re (Amduat pt. III)
  • Reborn To Light (Amduat pt. IV)
  • Feather Or Heart
  • Rebellion (Re’s Dying Reign pt. I)
  • Blood And Sand (Re’s Dying Reign pt. II)
  • Farewell (Re’s Dying Reign pt. III)

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