Bewertung
Album (40%): 9/10
Cover-Art (20%): 9/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9/10
Clotilde rockt mit POWERHILLs Debütalbum „Generation X“ die ‘Farm Metal’ Bühne auf der Alm
Das ist wohl einer der witzigsten Claims, die ich je in Presse-Infos gelesen habe. Clotilde ist ein ganz in Lack und Leder gekleidete Kuh und das Maskottchen der Band. Gegründet wurden Powerhill 2006 in einer Scheune in der schweizerischen Gemeinde Taverne (Kanton Tessin) von Gitarrist und Produzent Alberto „Cep“ Ceppi. In diesem Jahr erschien auch die erste Single „New Dimension“, mit der die Band erste Erfolge feiern konnte. Kurz danach folgte jedoch eine längere Auszeit. Erst 2018 formierte Cep die Band neu. Danach wurde eine Vielzahl weitere Singles sowie die erste EP „Bunnies & Eggs“ mit fünf Songs veröffentlicht. Im Juni ist nun die Zeit r.eif für das Debüt-Album „Generation X“. Im Video zum Titelsong sieht hin und wieder Clotilde am Schlagzeug, auf der Encyclopaedia Metallum wird die Sängerin Veronica Torre als Drummerin aufgeführt. Tatsache ist jedoch, das niemand geringeres als Schlagzeuglegende Jörg Michael (u.a. Stratovarius, Running Wild, Axel Rudi Pell) die Scheibe eingetrommelt hat.
Es knackt, ruhige Keyboards und Gitarren Dann ein lauter Metal Scream! So startet der Titelsong „Generation X“. Der Schrei kommt aus den Stimmlippen von Frontröhre Veronica Torre. Was für ein Einstieg. Dann rocken die Schweizer munter los. Zum kraftvollen Gesang gibt es geniale Gitarren-Soli. „Bonfire“ hat nichts mit der Hard Rock Band aus Ingolstadt zu tun. Ein ruhiger von harten Riffs geprägter melodischer Song. Immer wieder sind Keys zu hören, allerdings erfreulicherweise sehr zurückhaltend. Aber der Höhepunkt ist erneut ein starkes Gitarren-Solo, im Duett mit Keyboard-Klängen. Veronica haut zum Schluss erneut einen hohen Scream raus. Harte Riffs leiten „Fat Side“ ein. Auch später dominiert ein richtig fetter Sound. Alberto Ceppi zeigt zum wiederholten Male sein Können. Den Refrain möchte man gemeinsam mit Veronica singen. Aber dann galoppieren kurzzeitig die Gitarren, angepeitscht von Schlagzeuger Jörg Michael lässt Cep seine Finger über die Gitarrenseiten flitzen. Sakrale Orgelklänge leiten „That’s Fine“ ein. Nachdem Gitarre und rhythmisches Schlagzeugspiel einsetzen sorgt ein e-Piano für eine besinnliche Atmosphäre. Eine wunderschöne Ballade, die von kraftvollem Gesang geprägt ist. Danach lädt „The One I Wanna Be“ zum Headbangen ein. Auch wenn zwischendurch ruhigere Abschnitte zu hören sind. Erneut kann man den Refrain schnell mitsingen. Befinden wir uns in einem Kuhstall. Laut muhende Kühe sind zu hören. Nein wie der Titel „Mad Cow City“ sagt, befinden wir uns in der Stadt der verrückten Kühe. Und diese stampfen kräftig über die Weiden. Veronica singt leicht kratzig. Für mich ist das der Höhepunkt des Albens, auch dank des antreibenden Schlagzeugs, den harten Riffs und einem erneut großartigem Gitarren-Solo. Selbstverständlich auch wegen der Kühe. Hier wird der „Farm-Metal“ geradezu zelebriert. „My Mood“ ist eine große Metal-Ballade, mit kräftiger Southern Rock Schlagseite. Veronica schwingt sich stellenweise in höhere Tonbereiche auf. Herzergreifend schön. „Better Safe Than Sorry“ startet mit eine tiefen Basslinie. Aber dann übernehmen die Gitarren-Riffs das Kommando. In der zweiten Hälfte wird es etwas ruhiger, gesprochene Worte von Veronica werden später abgelöst durch ein Gitarren-Solo. Und wieder sind einige Screams zu hören. Der letzte reguläre Song ist die Band-Hymne „Powerhill“. Riffs, Gitarren mit Wah Wah Effekt und ein donnerndes Schlagzeug bestimmen den Song. Dazu die die bluesige Stimme der Sängerin. Die erste Zugabe ist „Rehearsal Barn“, ein Besuch im Probenraum (oder in der Probenscheune?). Den Abschluss bildet die Radio-Version des Titelsongs „Generation X“, ein knapp dreißig Sekunden kürzere Fassung.
Die Schweiz ist bekannt für hervorragende Rock- und Metal-Bands. Mit „Generation X“ reihen sich Powerhill überzeugend in diese lange Liste ein. Mit ihrem Debüt haben die Tessiner so richtig abgeliefert. Dieses Album kann ich jedem Metal Fan nur wärmstens ans Herz legen!
Powerhill – Generation X: https://youtu.be/rzHpfi363tA?si=LGznhJ7jos6Xq5zq
Lineup:
Veronica Torre – Gesang
Alberto ‘Cep’ Ceppi – Gitarre
Luca ‘Chewbe’ Gentile – Bass
Jörg Michael – Drums
Label: Dr. Music Records
VÖ: 27. Juni 2025
Spieldauer: 40:38
Titelliste:
- Generation X
- Bonfire
- Fat Side
- That’s Fine
- The One I Wanna Be
- Mad Cow City
- My Mood
- Better Safe Than Sorry
- Powerhill
- Rehearsal Barn
- Generation X (Radio Edit)

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