Bewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9,2/10
Die Idee, die Metal-Band Hangfire zu gründen, entstand, als sich Gitarrist Sean Searls und Bassist Steven Tobeck in der lokalen Musikszene von Washington trafen. Später stieß Schlagzeuger Shannon Laird dazu. Vervollständigt wurde das Lineup von Jenea Fiore. Wann genau das war, ließ sich leider nicht ermitteln. Sicher ist, dass das Album „Burn“ das Debüt-Album der Band ist. Als Referenzen für die Musik werden Bands wie Judas Priest, Burning Witches oder auch Warlock genannt. Also wäre das die Musik, auf der ich auch stehe.
Windgeräusche, hartes Schlagzeug und gezupfte Gitarren leiten „Hunger“ ein. Jenea Fiore singt zunächst ruhig mit dunkler Stimme. Aber dann nimmt der Song Fahrt auf und Jenea röhrt regelrecht los. Dazu braten die Gitarren. Bei „Thunder“ hören wir einen Gewittersturm der Gitarren-Riffs. Das Ganze wird von Schlagzeug und Bass angetrieben. Auch „Warhawk“ bewegt sich in Speed Metal Gefilden. Die Sängerin geht dieses hohe Tempo locker mit. Irgendwie wird man musikalisch an Judas Priest erinnert. Das ruhige, aber geniale Gitarren-Solo bildet einen Kontrast zu dem ansonst hohen Tempo. „White Lie“ startet mit ruhigen akustischen Gitarren. Später meint man „Black Velvet“ (Alanah Miles) trifft Heavy Metal. Und Jenea Fiores dunkles Timbre kann erneut überzeugen. Zusätzlich hören wir ein starkes Gitarren-Solo. Mit „Headspin“ geht es zurück in Richtung Hochgeschwindigkeits-Power-Metal. Und was ist „Falling Awake“ für eine herzergreifende Ballade. Der verführerische Gesang wird begleitet von akustischen Gitarren. Im druckvollen Mittelteil sind die Gitarren härter. Und das Gitarren-Solo ist einfach atemberaubend. Beim Hilferuf „SOS“ ist Headbangen angesagt. Kraftvoller Power Metal im Midtempo-Bereich. „The Hunter“ startet mit einem ruhigen Gitarren-Intro. Der Gesang klingt zunächst elfenhaft. Aber dann gibt es erneut voll auf die Zwölf. Knallharte und schnelle Gitarren-Riffs übernehmen. Auch „Outlaw“ startet mit einem kurzen Intro, dieses Mal geprägt von akustischen Gitarren. Dazu ist ein stetig wehender Wüstenwind zu hören. Man meint die Weite des Wilden Westens zu hören. Aber es bleibt nicht lange so ruhig. Jenea lässt erneut ihr kraftvolles Organ erschallen, unterlegt von harten Riffs. Erneut gibt es ein ruhiges Intro bei „Burn“. Aber dann setzt mit voller Wucht die Rhythmus-Abteilung. Bass, Schlagzeug und Gitarren-Riffs sorgen zunächst für ein hohes Tempo. Zwischenzeitlich ist immer wieder ein Klavier zu hören. Mit „The Cold“ folgt die nächste (Akustik-) Ballade. Erneut weiß die Frontfrau mit ihrer dunklen Stimme zu betören. Aber sie kann es auch anders – härter. Aus Akustik Ballade wird Power Ballade wird Metal-Hymne. Ein echter Steigerungslauf. Beim Rausschmeißer „Fire In The Night“ zeigen Hangfire noch einmal, wie eine großartige Metal Hymne klingen sollte. Dazwischen sind immer wieder ruhige Gitarren-Passagen zu hören.
„Burn“ ist ein überragendes Album. Die eingangs erwähnten Referenzen sind immer wieder zu erkennen. Wobei ich aber ganz klar sagen muss, die Stimme von Jenea Fiore gefällt mir wesentlich besser als die von Laura Guldemond (Burning Witches) oder Doro (Warlock). Jeneas Gesang ist wesentlich variabler und auch gefühlvoller als der der beiden Rockröhren. Und sie erhält eine eindrucksvolle instrumentale Unterstützung. Hangfire sind eine mehr als hoffnungsvolle Neuentdeckung für mich. In dieser Band steckt jede Menge Potential.
Hangfire – Outlaw: https://youtu.be/BMan6hH1mMI?si=ny3J8HurAvwj5W2R
Lineup:
Jenea Fiore – Vocals
Sean ‘Shredder’ Searls – Guitar
Steven Tobeck – Bass
Shannon ‘The Cannon’ Laird – Drums
Label: Rottweiler Records
VÖ: 02. Mai 2025
Spieldauer: 48:23
Titelliste:
- Hunger
- Thunder
- Warhawk
- White Lie
- Headspin
- Falling Awake
- S.O.S.
- The Hunter
- Outlaw
- Burn
- The Cold
- Fire In The Night
