Behölder – In The Temple Of Tyrant

Bewertung
Album (40%): 10/10
Cover-Art (20%): 8/10
Songwriting (40%): 9/10
ø: 9,2/10

Sie wurden inspiriert von der Antike, Heavy Metal verwoben mit den mystischen Kräften der Fantasy. So kommt das Behölder Debüt-Album „In The Temple Of Tyrant“ daher. Gegründet wurde die Band Ende 2021 von Gitarrist Carlos Alvarez. Gemäß Presseinfo finden sich auf dem Album der US-Amerikaner 8 Tracks von „monumentalem Ausmaß, eine wahre Liebeserklärung an den epischen Doom Metal“. Bei so vielen Vorschusslorbeeren musste ich mir das Album einfach anhören. 

Oh ja, schon die Anfangs-Riffs von „A Pale Blood Sky“ klingen majestätisch. Dazu kommen eine schöne Gitarren-Melodie und ein wummerndes Schlagzeugspiel. Ruhige Doom-Klänge begleiten Sänger John Yelland, der einen sehr guten Job macht. Das Gitarren-Solo ist zwar nicht sehr lang, dafür filigran gespielt. Im Video zum Song kann man sehen, wie die Finger über die Saiten flitzen. Interessanterweise ist dieses etwa vierzig Sekunden länger als die Album-Fassung. Und genau so geht es bei „Dungeon Crawl“ weiter. Druckvolles Riffing, rhythmisches Schlagzeug, starke Gitarren-Soli und ein epischer Gesang, allerdings in einem etwas höheren Tempo. Und die gesamte Band überzeugt bei den Chorussen. Auch nichts Neues bei „Into The Underdark“? Sicherlich, der Grundaufbau ist ähnlich, Doom Metal eben. Aber Melodie, Tempo und Rhythmus variieren erneut. Und es mischen sich einige Power Metal Elemente unter den Sound. Bei „Eyes Of The Deep“ hat Amorphis-Sänger Tomi Joutsen einen „dämonischen“ Gastauftritt. So der O-Ton aus dem Pressetext. Bitterböse Growls sind zu hören. Auch soundmäßig gibt es Bezüge zu dieser großen finnischen Metal-Band. „For Those Who Fell“ startet mit einer schönen Gitarren Melodie. Der Gesang von John Yelland wirkt besinnlich. Wenn später Riffs und Schlagzeug einsetzen, wird der Gesang etwas kraftvoller. Alles in allem hören wir eine großartige Power-Ballade. Eine tiefe Basslinie und ein nicht minder tief gesungener Chorus eröffnet „Draconian (Slave Or Master)“. Kurz darauf knallen erneut die Gitarren. Die Gitarren wandern vom linken zum rechten Ton-Kanal. So startet „Summoned & Bound“. Ein weitere epischer Doom Metal Song, geprägt von harten Gitarren-Riffs. Bei „I Magus“ gehen Behölder wieder ein etwas höheres Tempo. Die schnellen Grooves der Gitarren sind atemberaubend. Etwa ab der Mitte treibt das Schlagzeug das Tempo voran. Passend dazu das überragende Gitarren-Solo. Den Abschluss bildet ein Fade Out mit akustischen Gitarren.

Mit „In The Temple Of Tyrant“ haben Behölder ein überzeugendes Debüt hingelegt. Abwechslungsreicher epischer Doom Metal mit acht Songs, die eine epische, aber keinesfalls übertriebene Länge besitzen. Der Sound wird immer wieder angereichert mit Power Metal Elementen. John Yelland kann mit seinem akzentuiertem und variablem Gesang überzeugen. Seine Mitstreiter sorgen für einen druckvollen Unterbau. 

Behölder – A Pale Blood Sky: https://youtu.be/kYxDvv1Puq8?si=eZVBvMPmmmo7rNPJ

Lineup:

John Yelland – Lead Vocals, Backing Vocals
Carlos Alvarez – Guitars, Backing Vocals
Matt Hodsdon – Guitars, Backing Vocals
Michael Sanchez – Bass, Backing Vocals
Andrew Julkowski – Drums, Backing Vocals

Label: Black Lion Records

VÖ: 25. April 2025

Spieldauer: 49:10

Titelliste:

  • A Pale Blood Sky
  • Dungeon Crawl
  • Into The Underdark
  • Eyes Of The Deep (featuring Tomi Joutsen of Amorphis)
  • For Those Who Fell
  • Draconian (Slave Or Master)
  • Summoned & Bound
  • I Magus

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