Crucial Velocity – Crucial Velocity

IMG_20231122_204201_862Bewertung: 8,5/10

Okay. Die Veröffentlichung dieses Albums liegt zwar schon ein Jahr zurück, aber die Promo-Mail kam erst vor wenigen Tagen. Die Rede ist von dem Oldstar-Band-Projekt Crucial Velocity. Musiker, aus Bands wie King Diamond und Shaolin Death Squad haben sich zusammengefunden und im September letzten Jahres ihr selbstbetiteltes Debüt Album veröffentlicht. Sie kombinieren die Dynamic von Bands wie Black Sabbath und Opeth mit den Hooks des 80er Jahre Power Metal. Und ich denke, das ist es Wert sich dieses Album einmal anzuhören.

IMG_20230915_183022_545Mit „Lilium“ startet das Album sehr melodisch. Schöne Gitarren-Hooks sind zu hören. Sänger Androo O’Hearn hat eine äußerst angenehme Rock-Stimme. Diese passt sehr gut zum ruhigen Sound. „Sins Of Pilate“ startet mit akustischen Gitarren und ist noch etwas ruhiger als der Vorgänger. Später werden die Gitarren härter. Dafür zieht bei „Serpent“ das Tempo etwas an. Vor allem das Schlagzeugspiel treibt die Band ein wenig an. Im Hintergrund gibt es Synthie-Klänge, die aber gut in den Gesamt-Sound eingebaut werden. Verzerrte Schlagzeug-Klänge sind zu Beginn von „Savior“ zu hören. Später treibt erneut das Schlagzeug an. Die Gitarren-Riffs gehen da locker mit. Lange musste ich warten, um etwas in der Richtung der Dynamik der erwähnten Black Sabbath zu hören. Beim Beginn „The Waiting“ wurde ich dann fündig. Allerdings nicht durchgängig. Auch hier dominieren später ruhigere Töne. Auch „Invincible“ bietet die eine oder andere Sabbath Anleihe im Riffing. Twin Gitarren und hartes Schlagzeug bietet dann „Secret“. Aber auch hier wird der Midtempo-Bereich nicht verlassen. „Visitors“ startet mit einem Synthie Fade In. Aber schon bald knallen Schlagzeug und Gitarren aus den Boxen. Sobald jedoch der Gesang einsetzt, wird es wieder etwas ruhiger. „Run“ macht dann dem Titel Ehre. Auch wenn hier keine Geschwindigkeits-Rekorde gebrochen werden, ist es wohl der schnellste Song des Albums. Und wie alles andere hochmelodisch. Die Krönung ist ein Klasse-Gitarren-Solo, das aber durchaus etwas länger ausfallen könnte. Dafür ist „Darkness“ ein ruhiger Song. Auch wenn später harte und etwas schnellere Riffs einsetzen, wird keine echte Dunkelheit verbreitet, ganz im Gegenteil. Der Schlusssong „A Memory“ ist erneut ruhig mit teils akustisch klingenden Gitarren. Eine schöne Halb-Ballade zum Ausklang, auch weil immer wieder harte Riffs zu hören sind. Und weitere großartige Gitarren-Soli.

Auf dem Album hört man weitaus mehr Opeth Vibes als Black Sabbath Anleihen. Letztere schillern nur gelegentlich durch. Crucial Velocity zelebrieren eine knappe Stunde zeitlos schönen melodischen Rock. Für Unterhaltung sorgen das abwechslungsreiche Songwriting und die musikalischen Leistungen der Musiker. Die vier verstehen ihr Handwerk. Der Sound auf dem Album ist hervorragend und passt bestens zur Grundstimmung des Albums.

Photo by Bulent Kilic

Crucial Velocity – Lilium: https://youtu.be/1HZ-KeoE-Qw?si=PCiVgMNkQyrBxlsg

Lineup:

Matt Thompson (King Diamond) – Drums
Michael Harris (Chastain/Harris , solo artist) – Lead Guitar
Androo O’Hearn (Shaolin Death Squad) – Vocals
Nate Bauer – Songwriter, Guitar, Bass, Keys

Label: Selbstrelease

VÖ: 07. September 2023

Spieldauer: 55:56

Titelliste:

  • Lilium
  • Sins of Pilate
  • Serpent
  • Savior
  • The Waiting
  • Invincible
  • Secret
  • Visitors
  • Run
  • Darkness
  • A Memory

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